GLASGOW: Klimaboss Alok Sharma ist enttäuscht! "Da sind ihm fast die Tränen gekommen!" I Interview

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 14.11.2021


fragen wir nochmal nach aus glasgow ist
stefanie bolzen zugeschaltet stefanie
die einen sprechen jetzt von einem
historischen erfolg andere von einem
glatten fehlschlag was überwiegt denn
jetzt licht oder schatten
ich denke beides wenn man natürlich
gerät hat 100 wird und die friday
futures aktivisten die sagen natürlich
das ist das reicht alles nicht das ist
nur blablabla aber man muss sehen da
waren 197 staaten die sich einigen
mussten und es sind wirklich dinge die
in diesem abschluss kommuniqué stehen
die einen großen unterschied machen also
nehmen wir mal zum beispiel das 1,5 grad
ziel dass da immer noch drin ist nehmen
wir zum beispiel die kohle auch wenn
diese umstritten war es hätte ja auch
passieren können dass der ganze absatz
zum kohleausstieg am ende gestrichen
worden wäre das war ja wirklich ganz
ganz knapp oder nehmen wir eben auch das
geld das zugesagt worden ist für die
ärmeren staaten um dem sich dem
klimawandel anzupassen beziehungsweise
die schäden zu kämpfen also da ist
wirklich ganz ganz viel passiert und man
muss natürlich sagen das war schon
außerhalb des eigentlichen prozesses des
gipfels schon in der vergangenen woche
sind ganz viele zusagen gekommen in
sachen methan ausstieg entwaldung andere
initiativen auch indien selbst indien
hatte erstaunliche zusagen gemacht
richtung klimaneutralität zu gehen also
es ist ganz klar licht und schatten aber
es ist besser als gar nichts und es ist
besser als wenn der gipfel gescheitert
wäre man muss an der stelle aber auch
dazu sagen dass es zum teil ja ganz
schön hoch hergehen hast du jemals einen
so dramatischen gipfel erlebt
also ich habe schon einige dramatische
gipfel erlebt in brüssel oder sonstwo
aber der große unterschied war
vielleicht auch dass man das ja hautnah
verfolgen konnte das wurde ja überall
übertragen daher ich war gestern noch in
glasgow ich bin jetzt wieder in london
aber ich saß im medienzentrum sozusagen
auch nur ein paar meter davon entfernt
und man konnte die stimmung spüren und
man konnte eben sehen die verzweiflung
den ärger es hat ja stunden und stunden
verzögerung gegeben man sah in dem saal
die sich immer wieder kleine gruppen
bildeten mal um john kerry mal um den
chinesischen chefverhandler mal um den
inder dann wieder natürlich um alle
schama den den konferenzleiter und da
hat man ja auch szenen gesehen der war
am ende wirklich sehr emotional er war
sehr enttäuscht er hat sich bei den
delegierten entschuldigt dafür dass er
eben diesen kompromiss machen musste
dass es eben nicht ein kohleausstieg ist
sondern nur eine reduktion aus der
kohleverstromung da sind ihm fast die
tränen gekommen es war natürlich auch
andere im saal vor allem von den
inselstaaten die einfach verzweifelt
waren gesagt haben das kommt für uns
alles zu spät also es war hochdramatisch
und ich denke auch es ist ein verdienst
der britischen präsidentschaft dass ich
am ende trotzdem noch ein deal gefunden
haben wir wissen ja die dritten die
machen gerne die ist und am ende hat
geht es dann irgendwie immer noch gut
wie gut der deal dann ist das wird dann
die zukunft zeigen kurzer blick aufs
geld den ärmeren staaten wurden die auch
wieder weitere finanzhilfen zugesagt
sowie schon 2015 schließt denn auch
wirklich mal die volle summe
ja genau das ist nämlich sehr relativ
und die ärmeren staaten waren deshalb
auch sehr wütend weil es eben nur so
langsam geht mit den bereits vor
eigentlichem vor zehn jahren
versprochenen jährlich 100 100
milliarden us-dollar die kommen sollten
um den ländern zu helfen beim kampf
gegen den klimawandel
das ist jetzt zumindest in einem prozess
überführt wurden der nachvollziehbarer
ist bereits 20 25 soll jetzt wirklich
endlich das geld fließen und es gibt
noch andere rahmen geschaffen worden
sind für hilfen die arena bekommen
sozusagen ein sogenannter santiago
prozess das bedeutet dass wenn länder
ganz schwere
umweltkatastrophen erleben dass sie auch
technische hilfe bekommen dass es da ein
gremium gibt dass sich das anschaut und
dann entsprechend mies das ist für die
länder immer noch nicht genug aber es
ist auf jeden fall auch ein weiterer
schritt nach vorn
stefanie bolzen vielen dank für diese
informationen aus london dankeschön

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