ÖZDEMIR: „Müssen PUTIN ZWINGEN den KRIEG zu beenden!“ | KRIEG in der UKRAINE

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 14.05.2022


um zugeschaltet vom treffen der g7
agrarministern schloss hohenheim ist uns
jetzt bundeslandwirtschaftsminister cem
özdemir schönes die zeit für uns haben
gerne frau mosel
hörst du mir die ukraine gehört zu den
größten getreideproduzenten auf der welt
wie wollen sie sicherstellen wie wollen
sie dabei helfen dass die agrarprodukte
des landes trotz des krieges noch das
land verlassen können
der einfachste weg wäre putin würde
diesen krieg beenden das wird er
freiwillig nicht machen also muss man
ihn dazu zwingen deshalb helfen wir der
ukraine sie haben ja vorher in ihrem
vorbericht darüber ja auch berichtet was
wir als bundesregierung machen nicht
alleine mit unseren verbündeten zusammen
die ukrainische armee stärken und harte
sanktionen gegen russland sondern ihr
das nicht passiert müssen wir leider
versuchen über die straße über die
schiene schwierig weil unterschiedliche
spurbreiten aber eben auch über die
donau so viel wie möglich zu retten aber
das wird nur ein bruchteil dessen was in
der ukraine lagert wie groß ist denn die
gefahr
diesbezüglich dann einer weltweiten
hungerkatastrophen durch den krieg in
der ukraine denn die ukraine ist ja
einer der weltgrössten
getreideproduzenten
wenn man muss sagen die situation ist
nachgerade absurd denn es ist eine
menschen gemachte katastrophe für die es
kein anlass keinen grund gibt denn es
gibt keinen grund dafür dass russland
die ukraine angegriffen hat die
ukrainischen bauern leisten wirklich
unbeschreibliches tagsüber kämpfen sie
in der armee nach sehen sie und sorgen
dafür dass lebensmittel angebaut werden
die silos sind zum teil voll die nächste
ernte könnte kommen aber dass die ware
kann nicht abtransportiert werden weil
russland die häfen blockiert deshalb ist
es wichtig und richtig dass zum beispiel
auch deshalb offen bleiben muss der
letzte hafen der von der ukraine noch
kontrolliert wird und gleichzeitig muss
man natürlich helfen dass die ukraine
auch schon für den tag nach dem krieg
vorbereitet wird dass sie dabei nicht
alleine gelassen wird was das thema
globale ernährungssicherung angeht damit
beschäftigen wir uns hier ja auf dem
g7-gipfel wichtig ist alle müssen die
märkte offen lassen wenn jetzt jeder
exportbeschränkungen macht wie leider
einige länder ja auch machen das haben
hier sehr deutlich angesprochen
verschärfen wir die krise wird es teuer
denn es ist ja nicht primär in mengen
problems und es ist vor allem ein
verteilungsproblem und bereichs problem
sie haben aber auch gerade gesagt
russland blockiert ja an ganz vielen
stellen vor diesem hintergrund wie
sollen die wege die sie aufgezählt haben
überhaupt zugänglich gemacht werden dass
man da überhaupt rein und ihnen helfen
mit schiffen dass man wieder rauskommt
mit dem getreide das gebraucht wird
das macht ja die ukrainische armee und
ich hoffe dass sie dabei erfolgreich ist
was wir machen können das ist eben dass
wir die anderen wege zu stärken
eu-kommissar wojciechowski es auch hier
wir haben mit ihm darüber gesprochen es
gibt jetzt ein aktionsplan der
europäischen union dass es keine zoll
beschränkungen mehr gibt gegenüber
ukrainischen waren das ist
unbürokratisch läuft aber nochmal wir
können damit 10 15 maximal 20 prozent
dessen was im land ist abtransportieren
es gibt ja gründe warum der seeweg
genommen wird wenn man damit die größte
menge am schnellsten dorthin bringt wo
es benötigt wird beispielsweise
nordafrika alle anderen alternativen
sind deutlich schlechtere alternativen
in niefern ist ein auch die versorgung
in deutschland
gefährdet müssen wir auch damit rechnen
dass bei uns mail oder brot irgendwann
knapp wird
dank unserer der großartigen arbeit
unserer landwirte und landwirtinnen
haben wir uns hier nach den hohen
selbstversorgungsgrad bei getreide
vollständig bei fleisch sogar über 100
prozent aber natürlich wir haben wir
preis problem massivste art gerade
diejenigen denen es wirtschaftlich
schlechter geht spüren dass wenn sie
einkaufen gehen die energiepreise
schießen durch die decke die
düngerpreise die wichtig sind für unsere
landwirte darum müssen wir gerade unsere
land werden auch helfen wir haben 180
millionen jetzt kurzfristig auf den weg
gebracht ich erlaube jetzt oder hat
einen antrag gestellt an die kommission
und es scheint so dass die kommission
grünes licht gibt dass man weizen auf
weizen anbauen kann im folgejahr das
heißt dass man die fruchtfolge einmalig
aussetzt und darüber die erträge zu
steigern also wir helfen die
bundesregierung hatte hilfspakete
beschlossen aber zur ehrlichkeit gehört
was immer wir beschließen nichts kann
den krieg ungeschehen machen und damit
auch die folgen des krieges was bedeutet
diese situation denn jetzt auch für die
art des landwirtschafts uns in
deutschland überwiegt bei ihnen die
zuversicht dass wir vielleicht jetzt
vermehrt auf regionale produkte
umsteigen oder die sorge dass
nachhaltigkeit noch mal in den
hintergrund gerückt werden würde weil
wir einfach mehr produzieren müssen
es gibt ja diejenigen die jetzt die
alten sprechzettel rausholen und sagen
jetzt weg mit biodiversität weg mit
klimaschutz den kann ich nur sagen hier
an der universität hohenheim wo wir
gerade sind wurde uns sehr beeindruckend
erklärt was das bedeutet wenn arten
verschwinden die einfach weg sind die
nie wieder zurückkommen die haben ja
ihre bedeutung die gibt es ja nicht
umsonst das sind kreisläufe die damit
zerstört werden und bei der klimakrise
ich glaube das sollte man heute nicht
mehr erklären müssen einen teil der
union hat es glaub' ich vergessen
wir hatten jetzt in indien bilder mit 60
grad bodentemperaturen das sind die
apokalyptische zustände
dieses menschliche gehirn gar nicht mehr
erfassen können selbst in deutschland
haben wir mittlerweile probleme mit
regen zu wenig regen das sind doch alles
keine zustände an die wir uns gewöhnen
wollen also der vorschlag der mir von
der union gemacht wird vergiss
biodiversität vergiss klimaschutz
erträge gesteigert am besten den
tiergarten umgraben das werde ich nicht
machen ich werde aber auch nicht den
anderen auf die anderen hören die mir
jetzt sagen dass wir nicht auf die
ertragsseite schauen sondern ich mache
politik mit maß und mitte immer
anlassbezogen jede einzelne entscheidung
muss abgewogen werden wir müssen alle
argumente hören und am ende wird
entschieden das was am besten ist um
alle krisen zu lösen den krieg die
biodiversitäts krise und die klimakrise
sagt der bundeslandwirtschaftsminister
vielen dank dass du mehr
sehr gerne

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