Wenn der Schuster zu macht: Das Ende einer Tradition | Abendschau | BR24

Von BR24
Veröffentlicht am 03.06.2020


[Musik]
bei josef brandl sitzt noch jeder
handgriff
doch jetzt mit 83 jahren hört er auf 69
jahre seines lebens war er schuster 50
bis 54 bei meinem vater 61 und 63
hunderttausend haben wir dort noch
hinterzogen mit dem norden aber ja hier
hat die zeit ist gleichsam mobil waren
das alles treffer
früher verkaufte die familie auch noch
schuhe doch in den letzten jahrzehnten
hat josef brandl nur noch repariert und
bei einem automobilhersteller mit einem
zweiten job sitze gebaut denn von 9
absetzen und sohn allein kann man nur
schwer leben
deshalb versteht brandl auch dass junge
leute diesen beruf nicht mehr erlernen
in diesen tagen kommt noch einmal viele
treue stammkundinnen vorbei um ihre
schuhe oder lederhosen ein letztes mal
reparieren zu lassen
josef brandl kramt in erinnerungen einst
waren schuhe teuer und so türmten sich
in kriegszeiten die reparaturen oder
abgeschrieben worden
so stellt heute zahlen die kunden
natürlich sofort aber das was ein schuss
der wirklich für sein handwerk verlangen
müsste das würden die kunden vermutlich
nicht zahlen
sie soll überholt aber auch nicht später
schneider die berufe die holy ab dass
verbraucher zur reparatur aber viel
braucht immer weiter karosse weil es
billiger ist und so wurde auch das ende
des schuhmacher handwerks durch die
billige industrielle fertigung von
schuhen eingeläutet josef brandl
erledigt seine letzten aufträge und dann
später zu
auch weil seine frau letztes jahr
gestorben ist fortan kümmerte sich um
seinen garten seine vier kinder und die
neun enkel

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