ZUM TOD VON GEORGE FLOYD: Meghans flammende Anti-Rassismus-Rede

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 05.06.2020


ich war nicht sicher was ich euch sagen
kann
ich wollte das richtige sagen und ich
war nervös dass mir das nicht gelingen
würde dann ist mir klar geworden dass
einzige falsche was ich sagen könnte
wäre es nichts zu sagen
denn das leben von george wright zählte
und da sind so viele andere menschen
deren namen wir kennen und deren namen
wir nicht kennen und ich habe über
diesen moment nachgedacht als ich im
zweiten schuljahr war ich war 15 und wie
ihr wisst in diesem zweiten jahr
arbeiten wir ehrenamtlich was eine
voraussetzung für den abschluss ist und
ich erinnere mich an meine damalige
lehrerin frau kolja sagte zu mir bevor
ich mich zum freiwilligendienst
aufmachte vergiss nie die bedürfnisse
anderer über deine eigenen ängste zu
stellen und das hat mich mein ganzes
leben lang begleitet und ich habe in der
letzten woche mehr darüber nachgedacht
als jemals zuvor
das erste was ich euch sagen möchte ist
dass es mir leid tut es tut mir so leid
dass ihr in einer welt aufwachsen ist in
der dies noch vorhanden ist
ich war elf oder zwölf jahre alt als ich
im herbst gerade mit der middle school
beginn wollte und es waren die unruhen
die auch durch einen sinnlosen akt des
rassismus ausgelöst wurden
und ich erinnere mich an die
ausgangssperre und ich erinnere mich wie
ich nach hause alte und ob diese
heimfahrt asche vom himmel fallen sah
und den rauch roch und sah wie der rauch
aus gebäuden aufstieg und menschen aus
gebäuden rannten taschen trugen und
plünderten
am ende wären und ich erinnere mich wie
ich männer auf der rückseite eines
lieferwagens sagt die waffen und gewehre
hielten
und ich erinnere mich wie ich zum haus
fuhr und den baum sagt er immer dort
gewesen war völlig verkohlt und diese
erinnerungen verschwinden nicht und ich
kann mir nicht vorstellen dass ihr mit
17 oder 18 jahren so alt seid ihr jetzt
eine andere version dieser art von
erfahrung machen müsse das ist etwas das
ihr verstehen solltet aber als
geschichtsstunde nicht als eure realität
es tut mir leid dass es uns nicht
gelungen ist die welt zu einem ort zu
machen den er verdient

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