Zu wenig zum Leben - Studenten in der Coronakrise | BR24

Von BR24
Veröffentlicht am 22.06.2020


wangen maierhofer studiert soziologie
vorzeit 60 stunden pro woche gehen für
seminare online vorlesungen und
studienarbeiten drauf sie gehört zu den
rund zehn prozent studenten bundesweit
die den bafög höchstsatz bekommen weil
die eltern sie nicht unterstützen können
das reicht aber trotzdem hinten und
vorne nicht weil die mietpreise viel zu
hoch sind die lebenserhaltungskosten
nicht gerade gering sind und ja also
irgendwo ist mir doch darauf angewiesen
mehrere jobs anzunehmen auch weil zum
beispiel die zwei jobs mit den workshops
das sind meistens nur 23 stunden die
woche und es ist nicht viel geld drei
jobs hatte sie vor corona jetzt sind die
24 jährige und ihr mann simon allein auf
seine einkünfte angewiesen
der gelernte krankenpfleger studiert
ebenfalls soziologie und trägt mit
seinen nacht und wochenenddiensten
aktuell den löwenanteil von monatlich
1500 euro fixkosten sehr kulant und
vermiete der wenn es wirklich knapp ist
auch schon seine unterstützung eine
stundung oder nur die nebenkosten schon
angeboten hat also dafür sind wir schon
sehr dankbar kassensturz beim studenten
paar maierhofer mit nicht mal 250 euro
müssen die beiden jetzt bis mitte
nächsten monats klar kommen dass weniger
ersparte geht für den kaputten
kühlschrank drauf das semesterticket für
360 euro pro nase ist nicht mehr drin
wenn geht kaum noch raus treffen mit
fronten inzwischen ein kostenfaktor
die junge frau hofft darauf dass sie
bald wieder seminare für jugendliche am
doku zentrum in nürnberg halten darf die
korona krise hat sie voll getroffen
es fühlt sich natürlich nicht gut und
ich fühle mich komplett im stich
gelassen auch vom verbund da wir
studierende einfach nicht unterstützt
werden und die finanzielle unterstützung
jetzt die hier seit dienstag beantragt
könne es einfach viel zu spät und viel
zu geringen und setzt nicht an den
stellen an denen sie eigentlich benötigt
wird für rund 30.000 studenten hat der
bund einen hilfsfond geschaffen wer
nachweisen kann dass hat februar das
konto leer ist bekommt maximal 500 euro
und muss jeden monat erneut einen antrag
stellen
unbürokratisch sagt die 24 jährige geht
anders
so sparen die beiden an lebensmitteln
und verkaufen ein paar habseligkeiten
über das internet um die haushaltskasse
aufzubessern wird schulden will die
angehende soziologin nicht ins
berufsleben starten dass sie einen teil
des bafögs wieder zurückzahlen muss sei
hart genug bildung müsse für alle
zugänglich gemacht werden auch für die
die sie sich nicht leisten können

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