GÜTERSLOH UND GÖTTINGEN: Coronavirus - Plötzlich eingesperrt im Quarantäne-Hochhaus

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 24.06.2020


plötzlich hinter gittern im eigenen
zuhause
das ist die eigentlich unvorstellbare
realität hunderter menschen hier im
stadtteil fell in gütersloh
denn einige hatten kontakt mit
mitarbeitern der fleischfabrik tönnies
wo sich bislang mehr als 1500 menschen
infiziert haben
eingesperrt zum schutz der bevölkerung
denn die behörden wollen unbedingt
verhindern dass sich das virus noch
weiter ausbreitet viele fragen ich
arbeite doch gar nicht bei der firma
schöne ist ich arbeite woanders warum
bin ich auch dabei wir versuchen ja auch
einfach dass das leben für die menschen
angenehm zu gestalten ist einer meiner
wichtigsten aufträge die auch in die
verwaltung gegeben war ja ein angenehmes
leben hinter gitterstäben ist hier in
göttingen so gar nicht vorstellbar
rund 130 der insgesamt etwa 700 bewohner
sind bislang positiv getestet worden
am wochenende war es hier zu heftigen
ausschreitungen gegenüber der polizei
gekommen
rund 500 menschen versammelten sich am
dienstag um sich mit den bewohnern zu
solidarisieren und um auf die schlimmen
zustände aufmerksam zu machen
die wohnverhältnisse sind eigentlich so
dass man sich nicht aus dem weg gehen
kann und dass man eine ansteckung nicht
verändern kann aus unserer sicht ist es
ganz klar dass die gesunde von den
kranken leuten getrennt werden müssen
sofern sie das denn wollen also auf
jeden fall müssen ausweichmöglichkeiten
gefunden werden mittlerweile sind
nämlich 350 bewohner negativ getestet
sie dürfen unter auflagen des hochhaus
verlassen haben damit ein stück freiheit
wieder gewonnen die gefahr bleibt jedoch
auch für sie sich in den chor ohne
hotspot zu infizieren und dann auch das
virus weiter zu verbreiten

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