WELT INTERVIEW: Giffey - Mehr Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung in Deutschland bedroht

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 25.06.2020


ganz anderes thema auch dieses jahr ist
die zahl der genitalverstümmelungen in
deutschland gestiegen
das geht aus zahlen hervor die
bundesfamilienministerin gv heute mit
dem verein maler bildungsstadt
beschneidung in berlin vorgestellt hat
und die bundesfamilienministerin
die ist jetzt zu gast am set von meinem
kollegen michael wüllenweber da ist er
auch zu sehen im bild also gebe ich
direkt rüber zu dir nicht erhält
ja so ist es anders sind tatsächlich
ganz erschreckende zahlen die hier
präsentiert worden sind vor wenigen
minuten von der familienministerin und
zwar 68.000 frauen leben derzeit in
deutschland das sind fast 28.000 mehr
als noch vor drei jahren also das ist
gravierend und vor allen dingen was
natürlich ganz schrecklich ist das
aktuell halt auch viele mädchen davon
bedroht sind und gerade kurz vor den
sommerferien immer wieder zu befürchten
ist das mädchen ins ausland fahren
gezwungen werden und doch verstümmelt
werden und bei mir ist jetzt wie du
schon sagt dass die familienminister
grüß gott frau ministerin warum wir
nicht so was kann man denn tun man wir
hören ja die dunkelziffer zwischen 2800
und 14.000 mädchen aktuell bedroht von
dieser vorstellung was konkret kann man
tatsächlich tun hier zunächst einmal das
dunkelfeld ist sehr sehr groß an dieser
stelle das bewusstsein für dieses thema
gering und deswegen geht es zunächst
einmal darum aufklärungsarbeit zu
leisten
auch in den communitys
zusammenzuarbeiten mit denen die vororte
zu den familien kontakt haben und auch
darauf hinzuweisen dass diese schwere
archaische menschenrechtsverletzung die
schwere traumata psychische körperliche
schäden verursacht ein straftatbestand
in deutschland ist und das im übrigen
auch die genitalverstümmlung die im
ausland vorgenommen werden von menschen
die in deutschland leben mit ihren
kindern oder wie auch immer dass das
auch strafbar ist und darauf müssen wir
verstärkt hinweisen wir haben gemeinsam
mit den nichtregierungsorganisationen
die sich in deutschland damit
beschäftigen eine bund länder
nichtregierungsorganisation
arbeitsgruppe gegründet die daran
arbeitet unter leitung des
familienministeriums mit der
bundesärztekammer zusammen um hier
weiterzukommen um hier mehr
aufklärungsarbeit zu leisten
man sieht dass der junge menschen gibt
so die möglich
vielleicht auch tatsächlich ärztliche
kontrollen durchzuführen was natürlich
auch sicherlich schwierig ist weil es ja
auch ein eingriff in die privatsphäre
ist gäbe es da theoretisch die
möglichkeit und müsste man vielleicht
auch diesen weg versuchen zu beschreiten
wir sind ja mit der bundesärztekammer
hier auch im intensiven austausch geht
natürlich darum dass das medizinische
personal auch mehr auf dieses thema
überhaupt eingestellt dass es gegenstand
von ausbildung wird wir haben seit dem
ersten januar endlich die hebammen
verordnung die prüfungs und
ausbildungsverordnung verändern können
dass das gegenstand der ausbildung ist
das nicht ärzte und hebammen geschockt
reagieren wenn sie so einen fall sehen
und haben sondern wissen wie sie diese
mädchen begleiten wie diese frauen die
dann bei der geburt natürlich erhebliche
schwierigkeiten haben auch korrekt
behandeln und das sind themen die müssen
in die medizinische ausbildung auch rein
das ist ein ganz wesentlicher punkt und
generell mehr aufmerksamkeit in der
gesellschaft dafür auch bei
pädagogischen personal in deutschland
ist das ja nun ein straftatbestand aus
kanada pass entzogen werden wenn man
vermutet dass solch eine
genitalverstümmelung im ausland
vollzogen werden soll
in anderen europäischen ländern
frankreich belgien den niederlanden die
regeln das anders da ist das
offensichtlich einfacher möglich muss
man da nicht auch europäische handeln
europäisch versuchen tatsächlich das
weiter zu stigmatisieren
deutschland wird ja am ersten juli die
europäische ratspräsidentschaft
übernehmen wir haben als familien und
frauenministerium ein schwerpunkt
unserer für die ratspräsidentschaft hier
dort angemeldet und auch uns vorgenommen
das ist der kampf gegen gewalt an frauen
und das ist in allen facetten auch
gemeint und da gehören natürlich auch
solche schweren gewalttätigen übergriffe
ein junger frauen ein mädchen mit dazu
das ist auch im feld kindesmissbrauch
natürlich zu bewerten wenn das an
minderjährigen passiert und wir müssen
da auch auf europäischer ebene mit
unseren europäischen partnern darüber
sprechen wie eben unterbunden wird auch
in anderen ländern dass solche
schwerwiegenden eingriffe vorgenommen
werden und dass man dagegen viel härter
noch strafrechtlich vorgeht vom minister
haben härter themen schnitt es geht auch
um die familienleistung kroner
leistungen können sie sich da noch mehr
vorstellen gestern im kabinett gab sie
an weiteren
schritt dass man zumindest die
beantragung von leistungen digital
vereinfacht dass sie viele eltern vor
allen dingen nach der geburt es gibt
diese 300 euro zuschuss pro kind aber
glauben sie dass das alles reicht dass
da vielleicht oder haben sie im
hinterkopf da noch ideen die familien
helfen sollen na ja also ich will machen
natürlich viel viel mehr als den
kinderbonus die sagt konjunkturprogramm
beinhaltet ja einen umfangreichen
investitionsschub nochmal für den ausbau
der kinderbetreuung das ist was eltern
jetzt brauchen wir werden über 3
milliarden euro in den ausbau der
kindertagesbetreuung der
ganztagsschulangebote in der grundschule
geben können das sind millionen die
jetzt umgesetzt werden müssen dafür
schaffen wir die voraussetzung dass es
in den ländern auch zügig in diesem und
im nächsten jahr ausgegeben wird und wir
haben viele leistungen die ergänzt
werden dadurch unser kinderzuschlag
beispielsweise für familien mit kleinen
einkommen die leistungen aus dem
bildungs und teilhabepaket wir haben
letztes jahr das starke familien gesetz
verabschiedet wo wir natürlich
schulstarterpaket hilfe geben befreiung
von den fahrkarten schülerfahrkarte
kostenlose schulessen kostenlos das sind
alles dinge die noch mal breiter
getragen werden und all diejenigen die
den kinderzuschlag auch jetzt den
notfall kindern zuschlag bekommt werden
grundsätzlich von kita gebühren befreit
werden grundsätzlich leistungen aus dem
bildungs und teilhabepaket bekommen
werden auch natürlich wohngeld bekommen
und das sind dinge die natürlich den
familien an ganz vielen stellen helfen
für uns ist jetzt wichtig leistungen
bündeln vereinfachen digital anbieten
damit dass eben auch leicht zu den
familien kommt und dass jeder zu seinem
recht kommt mehr geld für die
ganztagsbetreuung aber ein
rechtsanspruch auf ganztagsbetreuung da
wird ja noch dran glauben das ist unser
großes ziel der sand prioritäres
vorhaben im koalitionsvertrag ich halte
das für absolut notwendig das ist das
was die eltern sich wünschen
wir sehen dass der bedarf bei um die 80
prozent liegt etwa die hälfte der kinder
sind schon in einem ganztagsangebot aber
wir haben da eine lücke und die müssen
wir schließen und da geht es darum dass
die länder jetzt die mittel vom bund
auch nutzen und nehmen und dass wir
darauf hinarbeiten dass wir eben auch in
der zukunft einen rechtsanspruch haben
dass alle die es wollen ihre kinder auch
in eine verlässliche und qualitativ
hochwertige nachmittagsbetreuung im
grundschulalter geben können frau
ministerin frau gefahr recht als vielen
dank also auf den rechtsanspruch werden
die eltern wieder kinder halt noch ein
bisschen warten
dass die ganztagsbetreuung betrifft aber
wir haben es gehört ist in der pipeline
wird hoffentlich dann noch kommen

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