Kampf gegen ungesunde Ernährung - Streit um Lebensmittelkennzeichnung

Von ZDFheute Nachrichten
Veröffentlicht am 26.06.2020


halstenbek bei hamburg
sport treiben bei fast 30 grad das sind
diese kinder nicht gewohnt hier alltag
zu wenig bewegung zu viel ungesundes
essen mit dem ergebnis übergewicht sie
trainieren gemeinsam mit sportlehrerin
psychologen und ernährungsberatern für
ein ziel ihre motivation ist groß nicht
mehr vorher einen ausgleich zu wahren
man kann ja nie so schnell laufen wie 15
prozent der kinder und jugendlichen
gelten in deutschland als übergewichtig
bei den erwachsenen die hälfte aller
frauen und sogar zwei drittel der männer
seit jahren ist das so europaweit sind
wir in deutschland ehe am schluss der
länder was maßnahmen die wirksam sind
angeht
unsere nachbarn sind also viel weiter
wir brauchen eine einfache
farbkennzeichnung auf den lebensmitteln
die verbrauchern hilft schnell zu
unterscheiden welche lebensmittel die
besseren sind die gesundheit schützen
eine lebensmittel ampel könnte helfen
doch es wird gestritten mit experten
ärzten und studien vor allen dingen dann
glaubwürdig wenn man wenn man eine
studie oder eine umfrage respektiert
ganz gleich ob das ergebnis vorausgesagt
wurde dem wunsch entspricht oder
sonstiges frontal21 liegen interne
papiere vor dass staatliche
max-rubner-institut dass julia klöckner
untersteht hat den sogenannten nuk wies
chor schon 2018 als grundsätzlich
vorteilhaft bezeichnet die studie aber
blieb unter verschluss und als sie dem
bundesministerium vorlag wurde sie
verändert in der veröffentlichten
version hieß es plötzlich es könne
keines der nährwertkennzeichnung modelle
uneingeschränkt empfohlen werden auch
die gestaltung der vor und nachteile
wurde verändert in der
unveröffentlichten studie eine farblich
klare tabelle mit einer spalte für den
nook restore und häkchen die zeigen hier
sind fast alle anforderungen erfüllt
in der veröffentlichten studie ist kaum
zu erkennen wie welches modell
abschneidet ebenso fehlt in der
veröffentlichten studie eine aussage zur
verpflichtenden einführung des ludwig
scores in der unveröffentlichten version
dagegen steht klar und deutlich eine
nährwertkennzeichnung sollte
verpflichtend sein
[Musik]
die verbraucherschutzorganisation
foodwatch hatte auf die herausgabe der
papiere geklagt der ganze vorgang zeigt
dass die ministerin anscheinend politik
nicht auf basis von wissenschaft und
fakten macht wie sie das ja selber gerne
betont sondern dass sie im
wissenschaftliche erkenntnisse passend
macht wenn sie nicht in die eigene
politische agenda passen
wir konfrontieren das bundesministerium
mit den vorwürfen
das erklärt der gesamte
entscheidungsprozess sei neutral und
ergebnisoffen gewesen
in der antwort heißt es weiter zitat
ganz klar ist inhaltlich arbeitet das
max-rubner-institut unbedingt
eigenständig und unabhängig als
auftraggeber der studie erwartet das bmf
dass die gestellte aufgabe sorgfältig
und wissenschaftlich sauber gearbeitet
wird
iglo deutschland
das unternehmen wollte den möglich score
schon früh freiwillig verwenden kurz vor
weihnachten 2018 ist alles vorbereitet
doch die ampel wird gestoppt
der schutzverband gegen unwesen in der
wirtschaft verhindert sie mit einer
einstweiligen verfügung begründung
wettbewerbsverzerrung angeblich der
schutzverband ist eine organisation die
sich themenbereichen annimmt im auftrag
anderer der auftraggeber bleibt darf
dabei normalerweise im hintergrund ich
kann ihn also bis heute gar nicht sagen
wer dahinter steckt die produkte von
iglo hauptsächlich fisch und gemüse das
bedeutet viel grün bin ich rot auf der
verpackung anders etwa als bei süßwaren
viele hersteller fürchten den nuk wies
chor die ablehnung bekam iglo auch im
lebensmittel verband deutschland zu
spüren der wichtigsten lobbyorganisation
der branche unser kern zielt ist aktiv
nach vorne heraus die gesunde ernährung
in deutschland mit zu gestalten und im
verband spürten wir kräfte und auch
interessen die diese die diese
veränderungen nicht mitgehen wollten
und diese dissonanz die besteht und das
war einer von mehreren gründen warum wir
am ende des tages ausgetreten sind der
not restore soll nun doch kommen mit
einem entscheidenden haken er ist
freiwillig die ministerin verweist auf
eu recht
das ist eigentlich unser wunsch an die
bundesregierung anfang ministerin
klöckner
jetzt wo die eu präsidentschaft an in
deutschland über geht dafür zu sorgen
dass der luchs chor zu einer
verpflichtenden kennzeichnung europaweit
wird damit hat sich alle lebensmittel
gekennzeichnet werden durch diese
einfache farbkennzeichnung dem gewissen
ja aus den studien dass der disco
wirklich wirksam ist für die kinder und
ihre eltern den heilsweg könnte
einkaufen bald etwas einfacher werden
doch dafür müssten viele mitmachen
doch die lebensmittelkonzerne müssen
nicht denn die bundesregierung setzt auf
freiwilligkeit nicht nur beim publikum
sondern auch bei einem werbeverbot
ich möchte dass wir unseren kindern von
klein auf die besten voraussetzungen
geben der wirtschaftswissenschaftler
tobias effertz fordert schon seit vielen
jahren ein stärkeres eingreifen bei an
kinder gerichtete werbung für ungesunde
lebensmittel
wir haben leider nach wie vor im prinzip
eine mehr oder weniger umfangreiche
erlaubnis kinder mit werbung und kinder
marketing ding zu umwerben ich finde
hier wird ein riegel vorgeschoben und
die rolle und verantwortung die frau
klöckner hier wahrnimmt ist wirklich
beschämend man kann sagen dass das hier
die einseitig für die industrie bislang
ausgelegt wurde und leider für die
kinder hier kein keine lobby bestand die
ernährungs ministerin sieht das anders
sie lobt ihre strategie zur zucker
reduktion
die lebensmittelwirtschaft und das ist
der große erfolg hat sich verpflichtet
zucker fett salz und kalorien in ihren
produkten messbar und nachvollziehbar zu
reduzieren doch was nach pflicht klingt
ist schon wieder eine
selbstverpflichtung der
lebensmittelindustrie also freiwillig
wenn man freiwillig agiert mit der
industrie dann werden die ziele sehr
stark verbessert dann wird der ganze
prozess extrem verzögert und
letztendlich geht die industrie
natürlich freiwillig nie dahin wo es weh
tut hier muss man eben gesetzliche
maßnahmen ergreifen wenn wir dieser
fettleibigkeit epidemie endlich herr
werden wollen
wir fragen wie danach warum freiwillige
maßnahmen statt klarer gesetze klöckners
ministerium verweist darauf dass die
zielerreichung entscheidend sei es gehe
um die frage
zitat mit welchem mittel das ziel am
besten zu erreichen lässt
ungesunde ernährung tötet in deutschland
mehr menschen als bewegungsmangel und
tabakkonsum zusammen das zeigen daten
der oecd und um dem herr zu werden
brauchen wir mehr als eben nur
freundlich bitte bitte zu sagen und zu
hoffen dass die lebensmittelindustrie
schon freiwillig handelt denn die
lebensmittelindustrie ist nicht teil der
lösung die ist kern des problems in
halstenbek sind sich die trainer sicher
viele kinder und eltern werden auch in
zukunft hilfe brauchen im kampf gegen
ungesundes essen und übergewicht
[Musik]

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