BÖRSENWOCHE: Wirecard-Insolvenz ist ein systemisches Desaster - Lufthansa vor großen Aufgaben

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 26.06.2020


und zwar wirecard pleite und anderen
themen der börsenwoche begrüße ich den
börsen strategen oliver rot-rot es ging
ja dann ganz schnell eine woche nach dem
aufgedeckten bilanzskandal hat wirecard
gestern insolvenz angemeldet wer ist
schuld und der ersten pleite eines dax
konzerns
also wer die verantwortung trägt wird
natürlich zum schluss auch juristisch
aufzuarbeiten sein aber das management
hat auf jeden fall hier eine große
mitverantwortung das steht natürlich an
erster stelle aber es ist überhaupt ein
systemisches desaster weil es natürlich
erst mal das management gibt da gibt es
aber auch interne kontrollgremien die er
dann auch funktionieren müssen bei
wirecard natürlich dann auch die
wirtschaftsprüfer an erster stelle zu
nennen denn die hatten ja durchaus auch
raum und auch durchaus grund genauer
hinzuschauen es gab ja schon seit
einiger zeit unter anderem eben durch
einen artikel der financial times vor
zwei jahren den hinweis dass es eben da
deutliche unregelmäßigkeiten gibt und da
bleibt natürlich die frage warum hat man
da nicht genauer hingeschaut und
natürlich auch die regulierer als ganzes
die aussichten warum haben sie da nicht
noch mal genauer hingeschaut denn es war
ja bekannt dass es hier zumindest mal
einen anfangsverdacht gibt der sich ja
jetzt langsam mehr oder weniger
bestätigt hat und bewahrheitet und von
daher ist es ein systemisches desaster
und es muss aufgearbeitet werden das ist
klar
beim ehemaligen dax-konzern lufthansa
ist eine insolvenz vom tisch der
aktionäre stimmten einem staatseinstieg
zu was heißt das für die zukunft der
lufthansa und der aktie
ich habe in den letzten tagen immer
wieder gelesen dass es hier um die
rettung der lufthansa geht einerseits
ist das natürlich richtig andererseits
ist es aber auch falsch denn es geht
hier nicht nur um die rettung sondern es
geht hier um einen restart denn gerettet
ist dieses unternehmen noch gar nicht es
gibt zukünftige herausforderungen für
die luftfahrtbranche
die sich total geändert hat durch die
korona pandemie
es wird also herausforderungen geben
umweltschonende technologie es wird
digitalisierung ein großes thema sein es
wird neue mobilität ein großes thema
sein und diesen herausforderungen muss
sich die lufthansa jetzt in zukunft
stellen da muss man eben dann in einigen
jahren schauen ob sie sich tatsächlich
diesen
herausforderung gestellt hat und
erfolgreich gestellt hat das heißt es
ist ein restart es gibt neun milliarden
euro vom staat die stehen der lufthansa
hat derzeit erst mal richtig gut das ist
ein mächtiger schutz und jetzt muss man
schauen ob das kind dann auch eben von
selbst laufen kann das wird allerdings
erst die zukunft zeigen
das ifo-geschäftsklima er hat sich in
dieser woche deutlich verbessert mit dem
größten anstieg in der geschichte
allerdings natürlich von niedrigem
niveau verheißt das jetzt aber auch eine
schnelle erholung aus der krise heraus
nein das kann man in der tat daraus
nicht lesen sie hat uns gesagt das ist
ein sehr niedriges niveau der
pessimismus war erstmal grenzenlos und
der hat sich in den vormonaten eben dann
auch auf die auf den i phone auf die
gesamtstimmung ausgewirkt jetzt hält
sich die stimmung etwas auf und von
niedrigem niveau ist es dann natürlich
relativ einfach deutliche
erholungstendenzen zu haben es ist
letztendlich nur ein signal dass sich
die stimmung etwas auffällt aber von
einem ende der krise kann man nicht
reden und die wahrheit kommt
letztendlich er dann über
volkswirtschaftlicher rahmendaten
beispielsweise einkaufsmanagerindex
diese zahlen sind viel aussagekräftiger
darüber wie die deutsche wirtschaft
derzeit aufgestellt ist und wie schnell
sie sich aus der krise wieder heraus
helfen kann sagt oliver roth vielen dank
für die einschätzung

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