Höhere Steuern, härtere Strafen: Sind Autofahrer die Buhmänner der Nation? | jetzt red i | BR24

Von BR24
Veröffentlicht am 27.06.2020


[Musik]
einen schönen abend ihr es jetzt geht
die ihre bürger sendung br fernsehen bei
uns haben die menschen in bayern das
wort wir sprechen nicht über sondern wir
sprechen mit ihnen natürlich auch heute
in corona zeiten
wir bleiben auf abstand und haben die
bürgerinnen und bürger zugeschaltet da
sehen wir sie schon herzlichen dank für
das engagement für unser thema schön
dass sie mit dabei sind und heute glaube
ich ein thema das wirklich jeden angeht
ich bin mir sicher sie haben sich schon
geärgert sie haben sich geärgert sie
haben sich geärgert jeder eigentlich
denn jeder von uns ist mehr oder weniger
autofahrer im großen freistaat bayern
und langsam kommt man sich so ein
bisschen wie ein paria ford darüber
wollen wir diskutieren
höhere steuern härtere strafen
stillstand in den städten sind die
autofahrer die buhmänner der nation das
machen wir mit den bürgern aber
natürlich auch mit der politik ich freue
mich dass kerstin schreyer bei uns ist
die bayerische verkehrsministerium
herzlich willkommen
und ich freue mich dass die trial check
bei uns ist aus dem bundestag erst der
verkehrsexperte dort bei den grünen
herzlich willkommen und schön dass sie
mitdiskutieren
und natürlich können alle auch wieder
von zu hause mitmachen online über alle
kanäle zusammen mit franziska ida ganz
genau einen schönen guten abend ja thema
an einen konflikt hast du noch unerwähnt
gelassen auf der straße dass es der auto
gegen radfahrer und radfahrer gegen
autofahrer
ich würde mich sehr freuen wenn heute in
den kommentar nicht so aufeinander
unbehaglich wird sondern wenn sie sich
vielleicht durchringen und als eine e
mail schreiben an jetzt regiert br de
oder sie kommentieren den facebook live
stream auf br 24 und sagen uns was sie
sich wünschen von einer zukünftigen
verkehrspolitik aber ich bin mir sicher
fragen sie heute werden nicht nur die
vielen radfahrer sondern auch die viele
autofahrer zu wort kommen und ihr zimmer
gleich bei unserer ersten schaltung wir
gehen zu wolfgang gröll nach berg am
starnberger see in oberbayern
herr goll grüß gott herzlich willkommen
bei jetzt red i sie sind ein typischer
vielfahrer mit um die 80.000 kilometer
im jahr
frage warum fahren sie so viel und b was
ärgert sie dann wenn sie so oft und so
viel auf der straße unterwegs sind also
einmal fange ich so viel weil wir in
bayern kleinen dorfläden mit
bürgerbeteiligung aufbauen und die
werden in der regel in den kleinst
dörfern gegründet also wo kein großer
versorger mehr eingeht
und das zweite ist das sind meistens
dann arbeitskreise in den abendstunden
also das gehen durchaus bis 11
vor mitternacht und das ist der
hauptgrund warum wird dann extrem stark
auf das fahrzeug angewiesen bin
und das zweite ist was mich am meisten
stinkt ist das an sich wenn ich jetzt
mitbekommen dass durch die strengere
regelung da wiederum die grünen darauf
hinarbeiten dass einfach die länder oder
der ländliche bereich von dem einfach
auch bayern sehr stark geprägt ist
wieder den buhmann zugeschoben bekommen
wir sind aufs fahrzeug angewiesen
wenn ich dann hört das eine ganz
einfachen verstoß ich denke zu einer
nacht der tunnel da wird mal schnell von
80 auf 60 runterschalten keine oder paar
kilometer drüber weil man gedacht hat
man fahrt mit 80 daran hat man schon den
lappen weg ich sag nix wenn es jetzt
darum geht dass man gefährdete
situationen da im griff kriegt keine
frage aber würden müssen immer daran
denken dass wir eben auch davon
betroffen sind wenn ganz normale
verkehrliche bedingungen also gute
straßenverhältnisse wenig verkehr drauf
ist dann sind wir da genauso dabei und
das ärgert mich am meisten dass das auch
ganz schnell gekommen ist und wir sind
ja wenn man ehrlich ist total überrascht
worden
über diese massiven verschärfungen dann
gehen wir das doch gleich mal weiter an
unsere beiden gäste hier in der runde
vielleicht muss man noch mal erklären
für alle anderen es gibt einen neuen
bußgeldkatalog und eine formulierung in
diesem katalog ist dass man wenn man
innerorts 21 außerorts 26 zu schnell
fährt kann das bedeuten bußgeld ein
punkt und achtung vier wochen sofort
fahrverbot haben es die grünen erfundene
janitschek das war glaube ich gerade so
der vorwurf
wir sind ja zurzeit nicht an der
bundesregierung aber wir finden diese
lösung durchaus gut dass man im
europäischen maßstab sich jetzt an
gleicht es gibt ja länder wie italien
oder auch andere länder wo es deutlich
schärfer zu geht die schweiz
beispielsweise bei den bußgeldern und es
ist nun mal keine petitesse wenn man 20
zu schnell ist ich habe übrigens selber
auch schon mal verbrochen kann mich vor
kurzem erst deswegen habe ich mich
selbst geärgert musste es dann zahlen
entsprechend das heißt wenn sie viel
unterwegs sind habe ich verständnis dass
das risiko dann für sie höher ist aber
wir müssen schon auch sinn
verkehrssicherheit und das anpassen der
fahrgeschwindigkeit ist wichtig weil die
menschen einfach auch mehr sicherheit
auf den straßen brauchen und wir sind
mit diesen
beim letzten europäischen durchschnitt
also ich finde es gut und richtig und es
muss sich einfach jeder auch an die
regeln halten denn viele viele menschen
tun dass eben leider nicht frau
ministerin ihre position muss man diesen
bußgeldkatalog noch mal aufschließen vor
allen dingen das hat ja auch einige
einige csu politiker haben das schon
gesagt vor allen dingen diese regelung
mit vier wochen fahrverbot bei der
geschwindigkeitsüberschreitung also
müssen sie einmal anschauen was
verhältnismäßig ist und das ganze die
verschärfung kam ja im bundesrat auf
initiative der grünen insofern stimmt
der beitrag natürlich schon
ich verstehe die argumentation ich teile
sie aber nur sehr begrenzt denn es gibt
einfach so unternehmer wie sie jetzt die
einfach viel fahren müssen und wenn
jemand viel fahren muss hat er ein
erhöhtes risiko
und ja er wird auch mal ein
straßenschild übersehen das soll alles
nicht passiert es ist völlig klar aber
es wird so sein weil wir menschen sind
wie wir sind und ich erhalte halte das
jetzt diese fahrverbote dort schon
einzusetzen für zu weit oder zu
überzogen und ich denke da muss man
einfach nochmal nach korrigieren und der
kollege andi scheuer hat ja auch bereits
gesagt dass er da korrigieren will
er hat allerdings ist aus dem bundesrat
so bekommen und musste dann natürlich
überlegen lässt das gesamte gesetz
fallen oder und damit werden auch die
ganzen verbesserung für die radfahrer
weg gewesen oder sagte er ich nehme es
so aber aus meiner sicht ist es eine
scheibe zu viel denn gerade die
vielfahrer die sind danach diejenigen
die die echten probleme kriegen
das könnte bedeuten der janitschek wenn
das ganze wieder entschärft wird dass es
dann im bundesrat keine mehrheit bekommt
und dann bleibt es bei der alten
regelung also bei der scharfen regelung
ich halte das jetzt eine ausrede zu
sagen man kann nicht verbesserung
herbeiführen weil diese eine regelung
strittig ist über die muss man sich
verständigen und nochmal das ist ja eine
regelung die im europäischen maßstab er
noch bescheiden ist also wir haben im
europäischen maßstab ganz andere
regelungen in anderen ländern auch für
schärfere strafen deutschland ist ein
land wo man bisher sehr sehr gut
weggekommen ist wenn man
überschreitungen gehabt hat das hat sich
jetzt ein stück weit geändert ich glaube
die richtung stimmt in dem bereich und
in dem man viel auto fährt dann kann er
sich auch die entsprechende
geschwindigkeit anpassen
wir haben aber leider auch eine fahrer
kultur immer noch in deutschland auch
aufgrund des fehlenden tempolimits auf
autobahnen ich war vor kurzem in der
österreichen in slowenien unterwegs als
es so schön zum fahren mit dem auto und
bei uns ist eben auch das problem
aufgrund der mangelnden tempolimits auf
autobahnen dass leute dazu neigen sehr
sehr schnell ein sprich bedingte
straßenabschnitt rein zu fahren also ich
glaube ein tempolimit wird sicher in der
sendung noch eine rolle spielen da bin
ich mir sicher herr gröhe also was sich
jetzt an geht die verschärfung des
bußgeldkataloges da aber wirklich ganz
klar zwei fronten von den grünen und von
der csu das ganze ist im fluss wir
werden das weiter beobachten mal schauen
ob man ihnen da vielleicht in einigen
monaten unter umständen milderung oder
erleichterung versprechen können was
stört sie
was bewegt sie denn sonst noch als
vielfahrer der wie ich es gesagt habe
80.000 kilometer im jahr unterwegs ist
ja einmal das ist ja schon direkt
angesprochen worden also ich bin dafür
dass man auch genügend ein tempolimit
bei uns in deutschland auf den
autobahnen hat dann muss man jetzt alles
ganz zu machen
ich will auf eines auf nach hinweisen
also ich habe keinen punkt in flensburg
und bei mir heißt es ganz klar bei als
vielfahrer ich schaffe es gerade noch 14
tage urlaub am stück zu machen ein monat
wäre für mich ein fiasko
und da ist aus meiner sicht des
verhältnis verhältnismäßigkeit schon gar
nicht mehr da das zweite natürlich über
wenn ich jetzt höre dass wieder die
benzinsteuer hochgeht dass man da wieder
was rein steckt und was aus meiner sicht
auch etwas bitter ist für uns viel
fahrer weil wir einfach auf
elektrofahrzeuge nicht so zusteigen
können
das ist dass man diese prämie bei den
verbrennungsmotoren rausgenommen hat
also da sage da fühle ich mich schon
sehr sehr stark benachteiligt und wenn
man ehrlich ist die verbrenner sind
mittlerweile auch schon sehr gut wer ist
guter punkt frau schreier als
verkehrsministerin als csu-politiker
müssen wir da noch mal das hat ja da
markus söder damit dass der präsident
schon angekündigt wird das noch mal
aufgeschnürt wird man doch mal versuchen
auch für modernste verbrenner eine
kaufprämie zu bekommen ich denke wir
müssen uns noch mal genauer anschauen
weil wir wirklich
natürlich wollen wir mit autobereich
weiterkommen aber die wahrheit ist halt
auch dass es nicht jeder fahren kann an
jeder stelle aus meiner sicht muss man
das noch mal auf markus söder hat er
bereits angekündigt wir müssen darüber
auch noch mal deswegen diskutieren weil
gerade unternehmer oftmals eben andere
belastungsphasen haben und wir müssen im
moment sehr sehr froh sein wenn wir
viele unternehmer haben die durch diese
krise mit corona gerade durchkommen und
die wirklich hin klotzen und ihren job
machen wollen und ich glaube wir müssen
uns schon noch mal genauer hinschauen
janeczek warum ist es zu
schlimm wenn sich bayerinnen und bayern
ein modernes verbrennungsmotor autokauf
also im fall von herrn grill kann ich
das absolut nachvollziehen weil er ist
sehr sehr viel unterwegs und da macht
ein elektroauto mit seiner reichweite
keinen sinn ich selber feier elektroauto
bin heute auch da übrigens möchte ich
dem bayerischen rundfunk darauf ab
fordern auch mal eine ladesäule an
seinem keller hinter anzubringen
in diesem kontext aber was ich sagen
welche das ist glaube ich gerne weiter
das können sie mal weiter geben aber es
gibt unterschiedliche verhaltensweisen
dafür gibt es unterschiedliche fahrzeuge
die allermeisten menschen fahren aber
nicht 80.000 kilometer im jahr und sie
fahren in aller regel auch nicht mehr
als 60 kilometer am tag das sind über 90
prozent der menschen und ich bin nicht
der meinung dass wir ein autoland sind
sondern wir sind ein land für die
menschen dh es darum geht dass wir auch
klimaschutz verkehrssicherheit auch für
unsere kinder im auge behalten müssen
und das heißt bei der förderung des
automobils da müssen die klimafragen im
vordergrund stehen die
zukunftstechnologien und nämlich die
technologien der vergangenheit aber wenn
ihr grüner ministerpräsident in baden
württemberg winfried kretschmann sagt
ich hätte gerne eine verkaufsprämie
kaufprämie auch für verbrenner das ist
nicht ihre politik da unterscheiden wir
uns ausnahmsweise ansonsten macht er
ganz viele gute dinge auch für die
elektromobilität in baden württemberg
also da dringen wir nicht durch aber
herr grill sie bleiben uns noch ein
bisschen und da erhalten vielleicht kann
man nachher nochmal ihre expertise und
ihre meinung mit reinnehmen aber schon
mal herzlichen dank für jetzt also alles
zwei punkte da müssen wir noch ein
bisschen weiter nachbohren mal schauen
ob da was bewegen können aber schon mal
danke schön und wir schauen jetzt mal
was online sieht franzi ganz genau die
biker beschweren sich bei mir und sagen
motorradfahrer gibt es ja schließlich
auch noch jörg bischer schreibt seit dem
beschluss des bundesrates sollen
motorradfahrer einseitig mit sonntags
fahrverboten belegt werden außerdem
erfolgen bei den kleinsten verstößen
stilllegungen dann ist die lautstärke
ein problem also 80 db so laut wie ein
hafen sagt er
dürfen sie nur sein das sei eine
kriegserklärung von einer fundamental
öko partei an die biker wien
haben sie verständnis für das ärger für
den ärger der motorradfahrer ich nehme
das jetzt mal zur kenntnis als äußerung
eines einer person die sich ärgert ich
muss aber auch sagen ich habe wirklich
schon oft erlebt die lautstärke von
motorrädern in innenstädten ich war vor
kurzem in sachen der innenstadt in alle
daumen da kam zwei sehr laute motorräder
reingefahren in die stadt rein also wir
haben dann lautstärke probleme und das
kann man nicht einfach ignorieren und
ich finde es wichtig dass man da auch
reguliert und sagt es muss obergrenzen
geben auch für die lautstärke ansonsten
finde ich jetzt was den bußgeldkatalog
angeht und die sonstigen maßnahmen sind
die motorrad war ja nicht benachteiligt
die sind als teil des ganzen
sie haben ihre berechtigung aber sie
müssen sich auch ein stückweit anpassen
was lärm in innenstädten beispielsweise
angeht valentina weiß schreibt sie stört
an der diskussion dass man immer so tut
als sei man fahrradfahrerinnen und
fahrradfahrer oder autofahrer und nicht
beide ist sie sagt sie will als
radfahrerin geschützt seien vor allem in
der stadt und genug platz haben und als
autofahrer will sie eben weite strecken
fahren können und sie fragt die politik
in dem fall die frau schreier
warum ist nicht politik für beide
möglich warum gibt es immer noch diese
kampflinie radfahrer autofahrer in
münchen auch derzeit sehr zu spüren
ich würde gern trotzdem zu dem punkt
vorher noch einen satz sagen keine sorge
ansatz
wir haben bewusst auch im bundesrat uns
ja dafür eingesetzt dass es eben nicht
in richtung fahrverbote motorradfahrer
geht an sonntagen weil ja es ist so dass
motorräder oftmals laut sind aber die
frage ist halt immer denke ich davon
dass der mensch regeln braucht und ich
ihn regeln muss oder glaube ich dass die
menschen es im prinzip gut machen und
nachdem ich glaube dass die meisten
motorradfahrer sehr vernünftig fahren
müssen wir da schon ein bisschen
vorsichtig sein wie weit wir wohl ein
regeln und wie weit wir einfach im
vertrauen auf die menschen haben mit dem
wissen dass immer einzelne gibt es
anders machen zu der frage fahrrad
vielleicht noch ich glaube dass wir gut
beraten sind wir sind wie die zu hören
schreibt sowohl radfahrer als auch
autofahrer die meisten von uns und genau
deswegen muss er miteinander sein wir
brauchen wir beide einen verkehrsraum in
dem beide sich auch entsprechend
vorwärts bewegen können sowohl die
radfahrer als auch die autofahrer
deswegen war es auch so wichtig dass die
straßen novelle eben nicht verändert wo
also nicht geblockt wurde
das hatte ich vorhin schon mal
angedeutet bei der frage der
führerschein entziehen weil nämlich wie
zum beispiel bei den fahrrädern
organisiert haben dass es mehr abstände
gibt der autofahrer muss jetzt beim
überholen mehr abstand halten
wir sind alles wichtige regelungen damit
eben beide verkehrsteilnehmer drin sein
können
genauso wird es wichtig sein dass wir
dann aufeinander da besser achten ja und
da ist glaube ich noch luft nach oben
weil das kann ich alles regeln und
machen aber am ende des tages sind wir
menschen schon diejenigen die im verkehr
mit entscheidend wie wir aufeinander
schauen in der innenstadt gibt es ja
trotzdem einen einen konflikt im
öffentlichen raum größer werden die
städte ja nicht das ist völlig richtig
es muss jede stadt für sich planen wie
sie diesen raum aufteilt und da gibt es
dinge die schwierig sind und es gibt die
anderen und jede stadt wird für sich
schauen müssen
sie haben ja diese top abfahrer
fahrradwege jetzt gerade in berlin da
gibt es ja durch social media irre viele
fotos wo es wirklich die fahrradfahrer
jetzt mehr behindert als vorher ich
hoffe dass das münchen jetzt klüger
macht weil münchen plant ja jetzt auch
diese entsprechenden wege weil man muss
schon aufpassen dass am ende nicht der
fahrradfahrer plötzlich bei lauter
parkman autos sich irgendwie drumherum
schlängeln muss wie es eben wohl in
berlin der fall ist sondern ich hoffe
dass wir dazu klügeren ideen kommen und
es während sich auch das fahrverhalten
verändern also durch corona gehe ich
davon aus dass sich einiges verändert
das wären wir sehr gut anschauen müssen
weil das gerade in der verkehrspolitik
erhebliche auswirkungen haben wird also
schon mal ein wichtiges signal leute bei
jetzt red i ma damen und herren vor
allem für die motorradfahrer
die csu wird da nicht jede verschärfung
mitmachen also keiner muss angst haben
dass er vielleicht in zukunft im schönen
bayern nicht mehr auf motorrad tour
gehen kann aber wir haben auch die
fahrradfahrer angesprochen deswegen ging
es zur katharina horn in münchen sie ist
nämlich engagierte fahrradfahrerin und
sagt ich fahre eigentlich was spaß macht
was gesund ist weiß ökologisch tolles
fast jede strecke mit dem fahrrad frauen
erst mal herzlich willkommen schön dass
sie bei jetzt red i mit dabei sind ja
erzählen sie mal die frau ministerin hat
gerade schon so ein bisschen
angesprochen in der großstadt münchen
wie erleben sie den da das miteinander
von fahrradfahrer und autofahren oder
ist es eher ein gegeneinander
ich muss sagen ich erlebe dass er als
ein gegeneinander und das macht mich
also das natürlich ein bisschen
ärgerlich
ich finde es schade dass man das als
gegeneinander wahrnimmt aber als
radfahrerin ich hoffe darauf viel zu
kleinen fahrrad wegen entlang
mir wird permanent die vorfahrt genommen
oft steht auch noch jemand auf dem
radweg ich finde es einfach nur
ärgerlich und wenn ich leute freundlich
darauf anspreche dann ich möchte jetzt
nicht sagen was ich dann verschämt worte
an den kopf bekommen
ich glaube irgendwie ist die
emotionalität da extrem hoch und das
finde ich sehr bedauerlich
ich glaube aber auch dass es kein
gegeneinander sein muss sondern ich
glaube einfach dass es wichtig ist dass
wir begreifen wir brauchen eine
verkehrswende weil der platz wird nicht
mehr und die luft wird nicht besser
und es muss sich was ändern weil ich
glaube so kann es einfach nicht bleiben
frauen vielleicht bei eine konkrete
frage auch wieder zum neuen
bußgeldkatalog da heißt es jetzt dass
der mindestabstand zu radfahrern
innerorts mindestens 1,5 meter sein muss
bis jetzt war ausreichend drin im
gesetzestext glauben sie das hilft ihnen
etwas oder ist das eigentlich ja schwer
nachprüfbar weil im falle des falles
wenn das auto zu nah bei ihm
vorbeikommen können sie daher schlecht
aufschreiben und später anzeige
ich merke dass viele autofahrende das
überhaupt noch nicht wissen dass das so
ist
die hupen mich weiter an und fahren viel
zu nah an mir vorbei was ich auch nicht
besonders angenehm finde ich glaube sehr
wohl dass das was bringt und ich finde
es auch richtig
jetzt haben wir halt nur ein anderes
problem wer kontrolliert ist eigentlich
da erwarte ich schon auch ein bisschen
das wenn man neuen bußgeldkatalog hat
den ich gut finde dass man den auch
irgendwie kontrolliert und nicht sagen
das wird sich schon ein denken das wird
so glaube ich nicht funktionieren und
ich glaube auch dass man einfach dass
viele auto fahren da auch vielleicht
zwischendrin mal die perspektive
wechseln müssen
wie gesagt wir sind alle fast alles also
ich war auch mal auto ich war sehr sehr
viel fahrrad ich kann jetzt nicht die
vielen kilometer meines vorredners
aufzählen aber bei mir waren es jetzt
glaube ich über 5000 im letzten jahr und
ich fahre aber auch ab und zu mit
öffentlichen verkehrsmitteln zu fuß gehe
ich sowieso also ich kenne perspektiven
ich kenne alle vier perspektiven und ich
weiß wie sich das anfühlt wenn ein auto
zu
an mir vorbei fährt und das ist kein
schönes gefühl insofern bin ich froh und
hoffe dass das was wirkt und wir gehen
gleich zu den politiker aber noch eine
frage vielleicht einen konkreten
vorschlag von ihnen was wäre so ihre
idealvorstellung wären das so breite
fahrradstraßen wie zum beispiel in
kopenhagen
ja also absolut also das wünsche ich mir
weil ich glaube wir also man sieht es ja
jetzt schon
wir sind viel mehr fahrradfahren wir
fahren an ampeln auf diesen diät
radwegen die sie in münchen gibt da
steht man weiß nicht 100 200 meter an
der ampel weil man ja auch abstand
halten möchte
ich denke nicht dass uns das weiter
bringt wenn wir so weitermachen wie
bisher
es wird für die luft nicht besser und
der platz ist auch nicht da frau -
erwartet dass man grundlegend etwas
ändert ja nein tschuldigung ich wollte
sie sich unterbrechen ich wollte das nur
aufnehmen was sie gesagt haben neben
grundlegendes ändern wollte die frage
weiter geben hat die ministerin auch
nochmal mit den zahlen versehen wir
haben im moment in bayern einen
radverkehrsanteil von 11% sie haben
gesagt sie wollen den steigern auf 20
prozent das ist fast eine verdopplung in
den nächsten jahren wie soll das gehen
ich würde gern zu dem beitrag erst noch
mal was sagen würde er dame weil sie aus
meiner sicht recht hat wir haben in
münchen ein gegeneinander von auto und
fahrrad fahren das liegt aber auch daran
dass man seit jahren gesagt hat man
möchte das auto aus der stadt draußen
halten
nachdem ich aus dem landkreis münchen
kommen kann ich nur sagen wir haben
immer die botschaft gekriegt fahrt alle
dort mit der s-bahn und diese es ist
halt nicht die realität weil es immer
handwerker geben wird die sachen
transportieren oder menschen die quer
durch münchen irgendwohin müssen
trotzdem mit dem auto fahren werden
und mit verlaub ich möchte ihnen auch
nicht verbieten jeder der autofan will
soll autofahrer soll aber möglichst gute
alternativen dazu haben damit er
umsteigen könnte und deswegen erlebe ich
dieses gegeneinander genauso es liegt
aber daran dass wenn man das auto erst
verteufelt und rausbringt aus der stadt
man sich nicht wundern muss dass man
jetzt die verkehrsräume nicht mehr so
einfach hat die man aufteilen kann
dann hätte man das auto vorher nicht
herausgedrängt könnte ich halt jetzt
überall schauen wie ich nochmal breitere
radwege und so weiter machen kann und
das ist halt das problem
das löst natürlich für sie gar nichts
weil das problem ist jetzt aber ich will
nur sagen es ist ein hausgemachtes
problem
denn wenn man bewusst auf sagt wir haben
möglichst wenig parkplätze und so weiter
das alles
halt jetzt weil man kann halt woanders
jetzt nichts mehr wegnehmen und genau
deswegen wird es wichtig sein dass wir
weiterhin sagen dass man bewusst so weit
es geht mit dem fahrrad fährt öpnv nutzt
damit wir damit den menschen die
möglichkeit geben und sie damit
vielleicht doch eher aufs auto
verzichten aber müssen wir nicht ehrlich
sei dann schon auch sagen in städten wie
nürnberg regensburg münchen augsburg wo
wirklich der platz ja beschränkt ist
wenn wir deutlich was es ja eine
verdoppelungen wird deutlich mehr
fahrradverkehr haben wollen müssen wir
wahrscheinlich es so organisieren dass
das auto unter umständen auf die eine
oder andere spur verzichtet es wird
wahrscheinlich nicht anders gehen aber
dazu brauche ich natürlich die
entsprechenden anreize und ich muss mir
überlegen wie derjenige der trotzdem
aufs auto angewiesen ist oder es auch
nutzen möchte die möglichkeit behält und
das ist ja die sportliche
herausforderung gerne schick macht dass
die bayerische staatsregierung habe sie
das gefühl das sind die richtigen
schritte weil wie gesagt ein
ambitioniertes projekt von 11 auf 20
prozent hoch zu gehen
ja aber das ist normal nicht mehr als
eine ankündigung und frauen auch frau
ministerin ich war ja einer der
initiatoren des rates in münchen und
dort hat die stadtratsmehrheit dann im
druck des wahlkampfes auch mit den
stimmen der csu beschlossen mit den
grünen natürlich auch zusammen dass der
autoverkehr deutlich reduziert werden
muss in den nächsten jahren in münchen
in einer großen verdichteten statt
denn anders können wir die verkehrswende
ja gar nicht organisieren wenn sie das
beispiel kopenhagen nehmen ich war dort
mehrfach bereits habe mich dort
inspirieren lassen auch für diesen
entscheid dort fahren ja mittlerweile
über 60 prozent der menschen ihre
strecken mit dem fahrrad übrigens auch
die pendler in einem großteil weil es
breite wege gibt die breiten wege hat
man genommen von den automobil
verkehrswegen parkplätze wurden
reduziert 13 prozent des münchner
öffentlichen raums sind parkplätze
übrigens auch in der choriner corona
krise jetzt ein problem weil wir
brauchen eigentlich raum für die
menschen die abstand halten sollen so
und auch diese pop up bei kleins sind
natürlich ein versuch jetzt raum zu
schaffen
man muss das mal klar aussprechen in
verdichteten räumen in münchen auch in
nürnberg auch in regensburg in der city
müssen wir das automobil sukzessive aus
der stadt raus dränge nicht zu 100
prozent muss das notwendig seien aber
eine halbierung des automobilverkehrs in
den städten ist auf jeden fall notwendig
um mehr sicherheit für unsere kinder
übrigens auch zu schaffen
denn wie sollen die denn zur schule
fahren bei diesen verhältnissen die wir
zum teil in den städten
wenn sie keinen platz haben es ist eine
klare zahlen würden sie damit gehen 50
prozent weniger autoverkehr in den
innenstädten ihn zum beispiel den kennt
jeder in bayern innerhalb des mittleren
rings in münchen
wissen sie ich glaube dass es so rum
nicht funktioniert ich möchte nicht dass
wir den menschen vorschreiben sie soll
nicht auto fahren
ich möchte dass wir über anreizsysteme
nachdenken ja das geht bei dem
lastenfahrrad dass wir gerade fördern
los das geht weiter bei fragestellungen
das mache ich im öpnv natürlich ist die
frage auch wenn ich mein auto vielleicht
außerhalb abstelle wie komme ich dann
möglichst schnell trotzdem wieder rein
all diese fragen muss man diskutieren
aber dass ich bewusst mal sage ich
verbiete 50 prozent der autos dann der
hineinzufahren das ist für mich der
falsche weg wir müssen anreize schaffen
und dann glaube ich wird sich
automatisch auch reduzieren
gleichwohl ist münchen ein stückweit
hotspot darf mein moment vielleicht
nicht sagen aber ist ein schwieriges
pflaster insofern weil natürlich hier
auch ewig viele leute zu ziehen also den
nächsten zehn jahren werden circa
300.000 menschen in den großraum münchen
ziehen
und da werden wir viele viele fragen
haben im verkehrsbereich im wohnbereich
im sozialbereich da wird ganz viel auf
uns zukommen und verbot war noch nie die
variante die hilft anreiz ist es dem
frau und sie haben uns ja heute sie
haben uns ja gemeldet bei die jetzt
reden haben gesagt sie kämpfe für die
fahrradfahrer frauen wäre es für sie
eine option dass zum beispiel der
innenstadtbereich weitestgehend autofrei
wäre um eben für radfahrer platz zu
machen
ja absolut ich weiß noch gar nicht wo
man den platz sonst her bekommt also ich
glaube anders geht es nicht
natürlich muss es weniger autoverkehr
geben und auch besonders weniger
herumstehende autos ein auto steht 23
stunden am tag
ich weiß gar nicht warum viele leute das
als grundrecht annehmen in der stadt die
so horrende mieten und preise hat dass
man dann anrecht hat dass man auf einer
straße für ein parkschein ich weiß nicht
was das kostet ich glaube 45 euro im
jahr
vielleicht korrigieren sie mich aber
dass man dann anrecht hat dass man darum
stehen darf das nimmt platz und den wir
eigentlich für ganz andere sachen viel
besser brauchen könnten
und insofern gebe ich ihnen recht und
glaubt dass das anders nicht geht ich
glaube es ist im moment sogar noch ein
bisschen geringer ich glaube so um die
35 36 euro glaube ich ist so dieser
anwohner
aber da gibt es jetzt auch eine änderung
in zukunft können die kommunen in
deutschland ein bisschen mehr geld
verlangen
mal schauen ob das dann eine auswirkung
haben wird auf die dichte der autos in
den großstädten aber frau an herzlichen
dank schon mal jetzt sie bleiben bitte
aber auch noch da und wenn sie doch was
haben dann würden wir sie gerne nachher
auch noch mal in die diskussion mit
reinnehmen aber schon mal herzlichen
dank für jetzt wir haben aber noch einen
ganz anderen punkt ein ganz
interessantes beispiel was auch zu der
ganzen autofahrern mobilitäts diskussion
dazu gehört wir machen ja in der regel
mit 18 den führerschein dann haben wir
viele viele jahrzehnte als autofahrer
als autofahrerin vor uns und dann werden
wir logischerweise irgendwann auch mal
alt und dann stellt sich die frage wie
lange sollten wir eigentlich autofahren
immer wieder wird diese diskussion neu
gestartet gibt es da alternativen gibt's
da gute beispiele das anders zu machen
wir haben ein gutes beispiel gefunden
schauen sie mal im allgäu 80 jähriger
geisterfahrer erst nach 20 kilometern
gestoppt 77-jähriger missachtet vorfahrt
zwei tote drei schwerverletzte
senioren im straßenverkehr wenn sie an
unfällen beteiligt sind dann sind sie in
drei von vier fällen die verursacher
sie hat sich entschlossen nicht in so
eine situation kommen zu wollen und
ihren führerschein im februar abgegeben
ursula porsche aus kaufbeuren 83 jahre
alt sie ist auf den bus umgestiegen 59
jahre lang war sie vorher flott
unterwegs
[Musik]
venedig letzter zeit sehr sehr wenige
fahren und da lohnt sich ein erdgas
motiviert dazu den führerschein
abzugeben hat hosiner porsche die stadt
kaufbeuren
denn für die freiwillige abgabe der
fahrerlaubnis hat die kommune ihr ein
jahresticket für den nahverkehr
geschenkt auf die idee gekommen ist vor
drei jahren er stadtrat helmut holter
von beruf ist der fahrlehrer und weiß
was autofahren für den einzelnen
bedeutet das ganze leben war beweglich
mir konnten hinfahren wir wollten in
jede richtung ins ausland in den ferien
und dann ist er das wirklich ein
brutaler schnitt im leben wo ich jetzt
hat ich mussten abgeben
und wenn ich dann nichts bekomme ich
weiß nicht ob ich den abgibt 568 euro
kostet die stadt das jahresticket dass
sie ursula porsche für ihren
führerschein gibt 216 senioren haben
bisher an der umtausch aktion
teilgenommen
eine investition die sich lohnt
wir leisten damit sichern beitrag auch
zum umstieg auf den öffentlichen
personennahverkehr und sicher auch zum
thema verkehrssicherheit weil der eine
oder andere hat zweifel und sagt ich
weiß nicht ob ich noch so sicher
unterwegs bin
wegen des großen erfolgs hat der
kaufbeurer stadtrat die umtauschaktion
nun auf unbestimmte zeit verlängert und
ursula porsche will weiter bus fahren
auch wenn ihr kostenloses jahresticket
bald ausläuft
also frau ministerin ein schwieriges
thema da kann man sich sehr unbeliebt
machen es ist nicht so dass alte
menschen besonders viele unfälle
verursachen aber wenn dann sind es oft
sehr schlimme würden sie sagen wir
müssen jetzt langsam leider weil wir
eine älter werdende gesellschaft sind
wir müssen dazu übergehen vielleicht zu
sagen ab einem gewissen alter 60 65 70
müssen wir immer wieder nachprüfen ob
jemand noch gut ein auto fahren kann
also erstmal möchte ich sagen dass ich
das eine pfiffige idee von der kommune
zu sagen wir machen den tausch es hat
aber für mich auch noch eine zweite
seite
ich glaube nicht dass es so ist dass
automatisch jeder der älter wird
deswegen schlechter auto fährt er hat
vielleicht eine schlechte reaktionszeit
rat einen anderen erfahrungswert und wir
haben ja auch sehr viel und philipp bei
ganz jungen menschen die mit 18 1920
sich stark überschätzen und mir gefällt
deswegen die sie alters debatte nicht so
gut weil ich glaube wir müssten er zu
der frage kommen
ob jedem von uns klar ist dass er seine
fähigkeiten immer wieder überprüfen
müsste denn ich kann auch durch
krankheit oder oder eine fragestellung
kriegen wo es geschickt es meine
fähigkeiten zu überprüfen
und es hat übrigens auch nicht jeder mit
18 sein führerschein gemacht ich gehöre
zu denen die mit 28 den führerschein
gemacht haben und ich merke dass auch
viele junge leute heute dass er nach
hinten schieben weil die gewichtung eine
andere wird und mir war wichtig dass wir
uns immer beim einzelnen sagen überlegt
dir gut ist es noch deines oder musst du
vielleicht auch noch mal gucken welche
fähigkeiten du hast aber dann wollen sie
sich ja nicht auf dem land zu hause und
brauchten kein auto oder wie haben sie
das gemacht damals also ich bin auch zu
jeder sitzung im landkreis münchen gab
mit dem fahrrad gefahren ist hat dann
teilweise etwas länger gedauert aber ich
war überall und habt es wunderbar mit
dem fahrrad und im öffentlichen
personennahverkehr gegenverkehrs
ministerin lebt alle verkehrskonzepte
genauso sollte sei er ja nicht sagt
trotzdem nochmal zu dem punkt mit
älteren leuten und fahrer prüfung in
großbritannien ist man bei über 70
verpflichtet alle drei jahre den
führerschein verlängern zu lassen mit
medizinischer prüfung in italien
dänemark hat es zwar angehoben aber
macht es auch ab 75 das wäre ja eine
sache glaube ich für die
bundesgesetzgebung bräuchten wir so was
glauben sie müssten wir menschen
verpflichten ab einem gewissen alter ab
einem gewissen lebensphase noch mal den
führerschein zu machen aufzufrischen
eben auch mit gesundheitsprüfung das
erst mal das beispiel ist wirklich gut
und das ist auch deswegen gut weil eine
alternative da ist nämlich der bus oder
die bahn die man nutzen kann
das ist allerdings in vielen gemeinden
bayerns eben nicht der fall und deswegen
kann man eben solche maßnahmen dann
nicht treffen wenn es auch keine
alternativen gibt also gibt es ja auch
ein versäumnis über die jahrzehnte dass
man eben keine öffentlichen nahverkehrs
angebote geschaffen hat oder sichere
fahrradwege ihre frage hin gehend ich
glaube dass wir eine regelung bräuchten
die insgesamt eine art gesundheits und
fähigkeit scheck an uns alle richtet
vielleicht alle zehn jahre und die
ministerin hat richtig gesagt es gibt
eben auch bei jungen menschen übermut
und manchmal auch eben nicht die
fähigkeit ein fahrzeug zu steuern also
auch da muss man manchmal vielleicht
nach fassen und sagen wie kannst du
künftig vernünftig mit dem fahrzeug
umgehen das ist nicht so einfach zu
realisieren
man darf nicht darüber hinwegtäuschen
wir werden eine ältere gesellschaft
immer mehr das heißt mit dem gewissen
alter verliert man auch die
fahrfähigkeit das problem der alten
menschen ist dann aber was soll ich denn
dann machen wenn ich das auto nicht mehr
zur verfügung habe und denen muss man
dann ganz konkrete alternativen schaffen
deswegen jahr zum gesundheits und
fähigkeit check aber nicht allein
bezogen auf die älteren mensch also ich
war heute die prognose da wird sich
etwas tun in den nächsten jahren und von
uns allen auch noch einmal die bitte an
alle man kann übrigens auch den
erste-hilfe-kurs nach 20 jahren mal
auffrischen wiederholen um dann wirklich
besser zu sein wenn es mal zu einem
unfall kommen sollte aber fragt sie
online margarete bauer schreibt sie für
sie ist es eine unverschämtheit zu sagen
die autofahrer sollten aus den städten
zunehmend raus da werden nämlich die
alten menschen vergessen schreibt sie
die allein und selbstbestimmt leben
wollen und müssen und eine mobilität
benötigen deshalb frage ich nochmal frau
schreier verkehrsministerin
jetzt wurde gesagt alte leute sollen
auch zunehmend der pnv nutzen jetzt
leben wir in einer pandemie
alles spricht über die zweite welle
alles spricht über den herbst und den
winter können sie da als politikerin
guten gewissens empfehlen öffentlich zu
fahren auch wenn man einer risikogruppe
angehört gerade wie die senioren erstmal
zu der reaktion der zuhörer
die finde ich zurecht beschreibt nein
ich glaube auch dass wir die autofahren
nicht alle aus der stadt heraus bringen
können das habe ich vorhin versucht auch
doch deutlich zu machen weil ich glaube
wir müssen angebote haben und menschen
die eine behinderung oder eine
einschränkung haben die oftmals aufgrund
der technik sehr gut auto fahren können
die werden das auto auch brauchen und
deswegen müssen wir gut aufpassen dass
wir hier nicht unterscheiden in die
fitten die mir am radl reinfahren können
und die anderen die sich schwerer tun
dies nicht können deswegen glaube ich
eben auch nicht daran dass wir prozente
von autos setzen sollten wir heraus wer
rein sondern wir müssen schauen dass wir
ein bewusstsein schaffen dass jeder das
verkehrsmittel nutzt das eben passend
ist der öffentliche personennahverkehr
ist ja so aufgestellt dass wir erstens
die eineinhalb meter abstand nicht immer
halten können weshalb keine masken
pflicht gemacht haben sie haben wir
nicht gemacht um irgendwen zu gängeln
sondern der punkt ist einfach wenn ich
weiß bei ein- und ausstieg werde ich die
eineinhalb meter nicht halten können
dann ist durch die masken pflicht
ersetzt es die eineinhalb meter man kann
heute wirklich ohne sorge öpnv auffahren
ich habe mir das auch bewusst selber
angeschaut
es wird allein in den s-bahnen jeder
haltegriff dreimal am tag desinfiziert
also überall wo sie hin langen müssen
wird desinfiziert genauso haben wir bei
allen türen busse züge organisiert wo
technisch möglich dass die wirklich von
selbst ausgehen dass man nirgends mehr
hin langen muss also man kann heute
wirklich ohne sorge im öpnv unterwegs
sein
die masten pflicht brauchen wir aber
auch und gott sei dank wird die auch
sehr sehr gut eingehalten
das ist nicht so langsam heute die wird
uns erhalten bleiben die meisten geräte
die wird uns erhalten bleiben so wie sie
klingen als er bleibt an mir im moment
im öpnv nicht vorstellen dass solange
wir kein medikament und kein impfstoff
haben wir das verändern
ich sage ihnen aber auch ganz ehrlich
die meisten fahren im öpnv au ja nicht
zehn stunden sondern die fahrende halbe
stunde oder eine stunde und in diesem
zeitraum muss man das zu machen und
übrigens auch an der bushaltestelle oder
am bahnsteig denn auch da ist begegnung
als wir müssen uns da jetzt einfach alle
zusammenreißen es macht keinem von uns
spaß es geht aber nicht anders
herr yannis es gibt eine kleine frage an
sie weil sie sich geoutet haben mit
ihrem auto er schreibt ben losinger
wissen sie denn wie viel co2 die
herstellung ihrer lithium batterie
gekostet hat
also dahinter steht die frage waren sie
das guten gewissens oder wird die
umweltbilanz dieser fahrzeuge
überschätzt also ich fast deswegen guten
gewissens weil es erstens ein kleineres
fahrzeug ist und ich zweitens weiß dass
ich das sehr viel mit erneuerbaren
energien tanken kann weil ich das zu
hause diese möglichkeit habe und ich
drittens weiß dass die technologie sich
ja auch verbessert auch der abbau von
lithium und von seltenen erden wird
verbessert werden in der zukunft das
heißt wir haben eine ganze menge guter
trend und autos mit erneuerbaren
energien zu fahren ist besser als autos
mit erdöl zu fahren also das ist glaube
ich die perspektive aber wir brauchen
auch gerade in den städten um das das
andere thema zurückzukommen weniger
autos in der stadt und das erreicht man
nicht durch verbote sind in der man
einfach den raum umverteilt und auch der
senioren ist ja nicht geholfen wenn sie
keinen platz mehr hat zum beispiel zu
fuß oder mit dem radl durch ihre stadt
zu kommen oder vielleicht auch die
abgase einzuatmen diese über jahre und
jahrzehnte einatmen musste also da muss
man die gerechtigkeitsfrage auch bei den
kosten ein auto kostet 4000 euro immer
halt pro jahr pro person wer kann sich
denn das überhaupt dauerhaft leisten
gerade im alter also auf jeden fall
elektromobilität wird eine rolle spielen
beim umbau der verkehrsgesellschaft
höhere steuern härtere strafen
stillstand in den städten sind die
autofahrer die buhmänner der nation
wir schalten jetzt ins schöne essen
waren nach niederbayern dort ist martin
huber zu gast er ist der geschäftsführer
der bürgerenergie essenbach herüber mal
die frage an sie ich gehe mal davon aus
bürgerenergie sie bemühen sich auf
ökologische energieversorgung bei sich
in der region bieten sicher auch
elektromobilität an wie ist denn da die
resonanz wird das nachgefragt in der
fläche in der in anführungszeichen
niederbayerischen provinz ja also was
die nachfrage haben betrifft da muss man
natürlich sagen das ist wie überall
anderswo auch dieses natürlich auch sehr
verhalten
der grund liegt natürlich darin die
bürger sind glaube ich noch etwas
verunsichert da über die diskussionen
der reichweiten b über die diskussion in
der ladeinfrastruktur auch über die
verschiedenen techniken und was auch ein
ganz wesentlicher punkt ist das sind die
abrechnungs beziehungsweise die
bezahlsysteme und wir müssen natürlich
sagen wir haben ein noch sehr sehr
lückenhafte das ladennetz meines
erachtens nach auch in der politik auf
diskutiert also auf einem falschen
niveau wir brauchen nicht unbedingt ein
schneller die nets im ländlichen raum
sondern wir brauchen das mittel
schneller die zwei was auch der
bayerische freistaat fördert wir
brauchen die schneller das system
natürlich an den durchgangsstraßen für
die vielfahrer wie was vorher gehört
haben das ist ganz klar
aber dem bürger tricks natürlich als
aller erstes mal am preis die autos
müssen erschwinglich sein und sie müssen
eine mittlere reichweite haben von circa
400 kilometer aber der nähern wir uns im
moment auch gerade an und mich da
vielleicht noch mal vielleicht lassen
sie mich da noch mal nachfragen damit
sie uns aufklären das heißt sie sagen
eigentlich elektromobilität ist nicht
unbedingt das riesengroße dicke fette
elektroauto das 800 kilometer am stück
fährt sondern eigentlich eher ein
kleines regionales auto mit dem ich
vielleicht 100 120 kilometer maximale in
einer strecke farbe also 100 120 km das
kann man getrost vergessen das ist
natürlich zu wenig und weil wir auch im
ländlichen raum natürlich schon auch
abhängig sind von den mittel- und
oberzentren und da sagen wir verfahren
von landshut nach regensburg hat er nach
münchen
aber das können elektroautos die
kleineren elektro des heutigen standards
können das bereits
deshalb habe ja gesagt 400 kilometer
liegen bei 300 350 kilometer momentan
400 kilometer ist das was glaube ich mal
so die durchbruch marke ist das sind wir
jetzt aber auch schon was aber ein
weiteres hemmnis ist diese autos sollten
an allen so im ländlichen raum
verfügbaren mittel schnellen so
bezeichne ich jetzt mal ladesäulen auch
tatsächlich die ladegeschwindigkeit
ausnutzen können und das wissen ganz
viele nicht wir reden von schneller die
säulen aber die meisten deutschen
fahrzeuge können diese mittelschnellen
gar nicht nutzen weil sie nur auf
schnellladen ausgelöst ausgelegt sind
und das schnellladen das sind natürlich
sollen die sind sündhaft teuer die
stehen an durchgangsstraßen und nicht in
ortschaften in dörfern wie bei uns und
werden sie auch auf absehbare zeit nicht
stehen und das macht doch gar keinen
sinn
frau ministerin gehen wir erstmal auf
die ladesäulen warum ist es so schwierig
in deutschland ein flächendeckendes
ladesäulen netz
einzurichten gutemann wir sind ja
relativ weit und wir sind immer noch
nicht weit genug da haben sie völlig
recht natürlich man muss aber auch sehen
deutschlandweit haben hier die meisten
ladesäulen und die meisten ladepunkte
weil dieses ladesäulen sind das eine
aber die lade punkte sind entscheidend
sprich an so einer säule kann man dann
drei autos laden zum beispiel wenn man
6100 so ladepunkte in bayern das ist
deutschlandweit wie gesagt das meiste
und es ist trotzdem zu wenig das ist
völlig richtig machen wir die hamburger
auch gehört da einen falschen trend dass
wir uns zu sehr auf große
elektrofahrzeuge konzentrieren und zu
wenig auf so etwas was sie zum beispiel
voran
ein kleines das vielleicht eher im
regionalen ländlichen raum unterwegs ist
ja also ich war durchaus auch viel
fahrrad übrigens vor allem in münchen
und berlin
aber ich fahre auch 25.000 kilometer mit
dem auto und dem elektroauto und das ist
nicht immer vergnügungssteuerpflichtig
weil in der tat die ladeinfrastruktur
insbesondere im ländlichen raum zum teil
noch fehlt auf der anderen seite jemand
der wie ich die möglichkeit hat das auto
zuhause zu tanken aufzuladen
der hat natürlich einen großen vorteil
vor denjenigen die das zum beispiel
nicht können in mehrfamilienhäusern
beispielsweise da müssen lösungen
geschaffen werden dass in den
tiefgaragen beispielsweise dann auch
wirklich standard wird das geladen
werden kann das forderte auch die
bayerische wirtschaft schon sehr
intensiv
also wir haben einiges zu tun aber es
sind doch auch die bedingungen
eigentlich schon da und dem entgegen des
vorurteils ist ja das elektroauto nicht
ein auto für die stadt sondern gerade
für den ländlichen raum weil die
strecken die dort gefahren werden 50 100
kilometer 150 die kann man heute schon
mit den bestehenden reichweiten fahren
400 kilometer wäre natürlich fantastisch
weil dann könnte man auch mal urlaub
verbringen mit dem elektroauto herüber
noch mal zu ihnen glauben sie deren sie
engagieren sich ja auch für ländliche
energieversorger auch für
elektromobilität bei ihnen im ländlichen
raum glauben sie denn da wird sich jetzt
danach krone was ordentliches ändern
weil wir haben immerhin über den staat
eine relativ hohe kaufprämie im moment
nach kronach 6000 euro vom bund 3000
euro vom hersteller dann muss zwar die
eu noch zustimmen
5000 für junge gebrauchte wird dass die
elektromobilität jetzt noch einmal einen
großen schub geben was glauben sie
also ich sage mal einen deutlichen schub
das glaube ich jetzt nicht dass ich
denke der trend wird geht natürlich nach
oben
der trend wird sich nicht wesentlich
verändern ich glaube eher dass jetzt
während der kroner phase wie bei allen
anderen fahrzeugen ja auch eine
kaufzurückhaltung erstmal herrschte
die muss denke ich wieder in gang kommen
dann hilft natürlich schon denke ich
auch für so eine entscheidung die
finanziellen anreize des es gibt aber
nach wie vor sind natürlich die faktoren
die vorgenannten die reichweite wobei
ich die nicht überbewerten möchte also
wir reden hier von 40 millionen
fahrzeugen in deutschland von den 40
millionen ich weiß es jetzt nicht genau
aber ich schätze mal das sind schon
einige millionen zwei fahrzeuge und wenn
ich nur die zwei fahrzeuge erstmal ins
visier nehme im ländlichen raum wie mein
vorredner ja sagte dann haben wir lange
genug zu tun und da würden die heutigen
modelle die es heute schon gibt
ich denke mal zu 70 80 prozent sogar
schon ausreichen allerdings ein hinweis
tatsächlich es gibt ein modell die markt
19 länder aber glaube das kann man sagen
weil es ist das einzige in europa das
ist der renault der diese 22 kw typ zwei
ladesäulen sind das elektrofahrrad
erkennen dass der kann die
geschwindigkeit voll nutzen fast jedes
deutsche fahrzeug kann das nur zu einem
drittel geschwindigkeit nutzen und das
ist nonsens die können zwar schnell
laden aber schnell laden das ist eine
ladesäule koste drei mal so viele
mittelschnelle die werden sie im
ländlichen raum nur da finden wo sie
durchgangsverkehr haben macht sonst auch
keinen sinn weil die meisten natürlich
zu hause laden dann erreicht die 220
volt steckdose das ist klar übernachtet
aber wenn ich mal schnell besorgungen
machen oder wenn ich mutter bin zum
einkaufen gehen und dann werden das
einkaufs mein auto nach laden möchte da
würde typ 2 reichen und das können die
deutschen nicht und da musste
tatsächlich was getragen werden darüber
bleiben wir noch ein bisschen bei uns
gehen sie nicht weg wir wollen natürlich
auch im letzten 100 viertelstunde weiter
diskutieren sind aber jetzt zumindest
hier im br fernsehen schon am ende
gleich bis 21 uhr dann kommen die
kollegen von kontrovers gibt es noch
irgendwas im netz was man der autofahrer
gemeinde noch mitgeben müssen
naja ein fußgänger hat geschrieben toni
kerschensteiner hat sich beschwert und
sagt man soll doch bitte die fußgänger
nicht vergessen weil die mitunter unter
radfahrern und autofahrern leiden aber
ich denke die antwort kann nur rücksicht
sein für uns alle und dann noch wir
haben viele zuschriften zum thema
kennzahl
schlicht für radfahrer das interessiert
ganz viele zuschauerinnen und zuschauer
das werden wir gleich in der netz
viertelstunde auf facebook bei b r 24
klären dann herzlichen dank schon mal
für jetzt einen schönen abend gleich
gehts weiter mit den kollegen von
kontrovers und wie gesagt wir
diskutieren noch eine viertelstunde
weiter hier und reden über das thema
höhere steuern härtere strafen
stillstand in städten sind die auto
fahrrad die buhmänner der nation dafür
jetzt aber noch da bleiben ein bisschen
wird noch weiter diskutiert und dann bis
zum nächsten mal einen schnaps
[Musik]
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