Gesetzesänderung: Alle Macht den Hausverwaltern? | report München | BR24

Von BR24
Veröffentlicht am 28.06.2020


gut gemeint ist bekanntermaßen nicht
immer gut gemacht ein paradebeispiel für
diesen satz ist die geplante reform des
wohnungseigentums gesetzes eigentlich
wollte die bundesregierung damit nur die
modernisierung von wohngebäuden
erleichtern doch das was da jetzt auf
dem tisch liegt das schießt nach meinung
vieler weit über das ziel hinaus gerade
die rechte kleiner eigentümer so die
kritik würden massiv beschnitten von
einer entmachtung der millionen
wohnungsbesitzer ist gar die rede
fabian mader und elke schmidhuber
margarete und gerhard frisch wollten
fürs alter vorsorgen
vor über 40 jahren kauften sie eine
eigentumswohnung auf dem münchner
olympiagelände heute bereuen sie den
kauf denn die verschiedenen
wohnungseigentümer haben wie üblich
einen gemeinsam hausverwalter engagiert
er sammelt rücklagen ein und beauftragte
handwerker aber oft nicht im sinne der
eigentümer finden sie vor jahren sollen
etwa die aufzüge modernisiert werden die
angebote der hausverwaltung findet
margarete frisch damals überteuert also
geht sie auf eigene faust los und holt
drei vergleichsangebote ein
das erspart mehr als 50.000 euro aus
meiner sicht als langjährige eigentümer
habe ich sowieso schon festgestellt dass
der haus auf alter sehr lax mit den
geldern umgeht
und wenn das neue gesetz kommt befürchte
ich dass unser geld noch schneller unter
die leute kommt denn die bundesregierung
will die rechte von eigentümern und
verwaltern neu regeln
bislang brauchen verwalter fast immer
einen beschluss der eigentümer um
beispielsweise ein handwerker zu
beauftragen browser die eigentümer
erlauben ihm per vertrag bestimmte dinge
selbst zu entscheiden
eine reform soll den verwalter nun
generell mehr freiraum geben
sie sollen in einem gewissen rahmen
eigenmächtig aufträge vergeben und sogar
kredite aufnehmen dürfen
auch wenn die eigentümer diese
befugnisse in einem vertrag nachträglich
wieder einschränken können entstehe eine
gefährliche grauzone findet der verband
wohnen im eigentum
er berät schon jetzt manchmal eigentümer
die ärger mit hausverwaltern haben ja
wenn weniger kontrolle möglich ist und
das ist dass es definitiv im
gesetzentwurf reduziert worden
dann werden damit im strukturen
befördert die unwirtschaftliches handeln
vetternwirtschaft bis hin zur korruption
befördern familie fritz hat so was
erlebt vor einigen jahren erfüllt sich
die familie den traum einer
eigentumswohnung aber schnell wird
daraus ein albtraum denn das haus steckt
voller menge wasser trinkt ein
ich war verzweifelt ich war damals als
wir hier den wasserschaden hatten
alleine zu hause mit meyer
da war sie noch ganz klein wo ich hier
vor der terrasse stand vor der tür und
gesehen habe wie es einfach in strömen
schüttet ich hatte angst bekommen dass
das alles in die wohnung rein geht es
bleibt nicht bei teuren bauschaden auch
hier kümmert sich ein hausverwalter um
die gemeinsame rücklagen der
wohnungseigentümer sollte er jedenfalls
irgendwann finden die eigentümer heraus
dass immer wieder beträge vom rücklagen
konto verschwinden nur der hausverwalter
hat zugriff auf 3.400 euro hat der
ehemalige hausverwalter zurückbezahlt
der schaden ist damit aus seiner sicht
beglichen
den eigentümern zufolge fehlen aber mehr
als 24.000 euro
kollegen die unsauber arbeiten seien
nicht die regel sagt der verband der
immobilienverwalter und das geplante
gesetz biete vorteile für alle seiten
etwa das recht für eigentümer alle
unterlagen einzusehen
es wird immer einzelfälle geben in dem
der verwalter vielleicht nicht den
wünschen und den willen der eigentümer
nachgekommen ist sowie die das erwarten
oder baby ist vielleicht auch
vorgeschrieben ist aber deswegen eine
gesamte branche an den pranger zu
stellen das lehnen wir ab
aber wie viele eigentümer hatten schon
probleme mit hausverwaltungen für report
münchen haben die interessensverbände
wohnen im eigentum und der verein
deutscher wohnungseigentümer ihre
mitglieder befragt mehr als 800
antworten rund 15 prozent haben keine
probleme mit der verwaltung ihre
hausverwalter arbeiten also
professionell und gut aber mehr als 50
prozent der umfrage teilnehmer sprechen
von großen fehlern in der
jahresabrechnung mehr als 15 prozent
sogar von veruntreuten gemeinschafts
geldern
die umfrage ist nicht repräsentativ
wirft aber ein schlaglicht auf ein
offenbar verbreitetes problem
margarete frisch bereitet die geplante
reform daher große sorgen
sehr wohl bei diesem gesetz das der
einzelne eigentümer gar keinen keine
rechte mehr hat dass das recht auf
seiten der hausverwaltung ist und dass
die hausverwaltungen über was kostet
alles geld und im endeffekt ist es ja
unser aller geld das wir da nicht mehr
richtig verfügen können darüber zumal
einzelne eigentümer bisher bestimmte
bauliche veränderungen stoppen können
mit einer einzigen stimme
auch das will die bundesregierung
streichen künftig soll die einfache
mehrheit der eigentümer für bauliche
veränderungen reichen
stellen sie sich vor ich habe acht
wohnungen rentnerin müller hat eine
wohnung ich beschließe eine
kostenträchtige maßnahme weil ich weiß
dass diese rentnerin die nicht bezahlen
kann bietet parallel anja dann kaufe ich
deine wohnung auch noch also so könnte
man sich das bösartig vorstellen und das
wollen wir gerade nicht das
bundesjustizministerium verweist darauf
dass wohnungseigentümer nicht jede
strittige maßnahme mit zahlen müssten
gegen diese gestimmt haben nur unter
bestimmten bedingungen
eigentlich sollte das gesetz in diesen
tagen also noch vor der sommerpause im
bundestag beschlossen werden
aber selbst in der regierungskoalition
wachsen zweifel was wir momentan
vorliegen haben ist ja der
kabinettsentwurf über die wir reden der
im hause von spd-justizministerin
landrecht entstanden ist mit dem gesetz
sind wir so noch nicht einverstanden
der gesetzentwurf soll nun noch einmal
überarbeitet werden
familie fritz hat daher die hoffnung
dass die rechte der eigentümer nicht
geschwächt werden
[Musik]
sorgfältigkeit vor schnelligkeit das
sollte bei diesem gesetzesvorhaben die
devise sein

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