LOCKDOWN IN GÜTERSLOH: Landrat Adenauer - „Wir brauchen noch ein bisschen Geduld“

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 01.07.2020


herr bei uns ja wir schauen in richtung
gütersloh sie werden es an der grund
natürlich die verlängerung des lotter
uns dort gestern verkündet durch den
nordrhein westfälischen
ministerpräsidenten laschet und da
erwarten wir jetzt dem landrat des
landkreises herrn adenauer mit seinen
einordnungen des geschehens dort und
während wir auf ihn warten wollen wir
sprechen mit ihren räuber der direkt vor
ort ist und jens heute gab es nochmal
einen nachschlag von herrn laschet
gewissermaßen der sagt nicht mehr ganze
kreise sondern nur noch kommunen sollen
runter gefahren werden wenn es eben dort
ein hotspot geben sollte wie kommt das
ganze an das werden wir gleich hören von
sven georg adenauer vom landrat des
kreises gütersloh in jedem fall ist es
mal wieder was ganz neues dass wir da
von nrw-ministerpräsident armin laschet
hören das ist eine ganz neue
herangehensweise eben nicht mehr auf
kreisebene einen lock down anzuordnen
wenn es nötig ist sondern dass
möglicherweise auf noch tieferer ebene
heißt auf ebene der kommunen zu
entscheiden das ist natürlich etwas was
hier äußerst schwierig gewesen wäre
rund um den ausbruch in
fleischereibetrieb turniers dabei ist
völlig unklar wo die beschäftigten
untergebracht waren zum teil 1300
adressen gab es dort die dann auch von
tönnies nicht wirklich bereitwillig
herausgegeben wurden aus diesem grunde
hat man hier ohnehin ja auch dann
flächendeckend diesen lockdown
angeordnet um eben erst einmal alle
kindergärten und schulen dicht zu machen
um da auf nummer sicher zu gehen wir
können ganz gespannt sein wie landrat
adenauer diesen vorschlag beurteilen
wird und was das eben auch für die
kommenden tage hier im kreisgebiet in
gütersloh zu bedeuten hat der lock down
ist der neue ist normal verlängert
worden bis kommende woche bis zum
siebten juni es ist natürlich eine
enorme kraftanstrengung die jetzt
notwendig wird für die behörden
insbesondere aber auch für die
gesellschaft und nicht zuletzt für die
wirtschaft es gibt sehr große betriebe
wie bertelsmann und miele
die leiden natürlich auch ganz besonders
unter dieser maßnahme und da sind wir
sehr gespannt wie sich der landrat
gleich äußern wird und wie man
vielleicht auch künftig mit einer krise
wie dieser umgehen kann und umgehen muss
jetzt was wir seit beginn des ausbruchs
in deutschland sehen ist ich will nicht
sagen einen wettbewerb aber doch eine
unterschiedliche
uns gehen herangehensweise von
bundesland zu bundesland insbesondere in
nordrhein westfalen und bayern stehen
sich da so ein bisschen gegenüber immer
nach dem motto wer macht's besser wer
kriegt eleganter hin
auch heute wieder noch mal so eine art
seitenhieb der ganzen seitenhieb von
laschet richtung süden ohne den namen
söder auszusprechen aber es ist schon
sehr deutlich und ich glaube wir können
fast darauf warten bis dann die
retourkutsche aus münchen richtung in
düsseldorf unterwegs das also man gönnt
sich da wirklich nichts natürlich sagen
alle
gibt es unterschiede in den
bundesländern allein was die kreis größe
angeht hier in nordrhein westfalen ist
die größe der landkreise fast doppelt so
groß wie im durchschnitt in bayern
nichtsdestotrotz müssen natürlich alle
an einem strang ziehen insbesondere in
der urlaubszeit wie aktuell wenn ich
viele bundesbürgerinnen und bundesbürger
unterwegs sind da muss es schon klare
regeln geben und man kann den eindruck
durchaus bekommen dass die herren söder
und laschet da ganz eigene ambitionen
haben nehmen was auch ihre macht angeht
möglicherweise auch noch weitere
karriereziele es gibt ja dezember ein
parteitag in der cdu später wird man
sicherlich dann auch bald einen
kanzlerkandidaten bestimmen also dieser
wettkampf der ist auf jeden fall da auch
wenn natürlich keiner der beiden herren
laschet und weder das offiziell und
offen zugeben möchte jens gibt uns noch
mal so ein bisschen einen einblick in
die seele der gütersloher hätte ich
jetzt fast gesagt aber wie ist das
angekommen die verlängerung des lockdown
mal so mal so wir haben heute auch mit
dem bürgermeister der stadt gütersloh
sprechen können ein längeres interview
geführt und auch der hat gesagt dass das
ganz unterschiedlich wahrgenommen wird
was er als einheitlich ansieht in seiner
stadt ist so ein bisschen die stimmung
gegen den unternehmer clemens tönnies
der hat wirklich sehr viel porzellan
zerschlagen da gibt es so gut wie kein
vertrauen mehr sieht es auch landrat
sven georg adenauer der jetzt in diesem
moment auch die treppe herunter kommt er
tritt jetzt an die mikrofone und gibt
jetzt sein statement ab in wenigen
augenblicken gab sie herzlich begrüßen
ich merke gehört das müsste noch ein
bisschen höher sein dass wir immer so
bitten wir haben sie eingeladen und
haben dieses format gewählt weil ich
glaube dass es ganz gut dafür geeignet
ist fragen die sie an uns gerichtet
haben an mich gerichtet haben auch
beantworten zu können
und bevor wir dann jedes mal einzeln auf
dinge eingehen haben wir uns für dieses
format entschieden und sie sind gekommen
um ihre fragen dann nochmal zu stellen
wir versuchen die so gut es geht zu
beantworten neben mir ist mein
pressesprecher erfolgen und ich darf sie
noch mal sehr herzlich begrüßen ich kann
zu beginn sagen dass ich mich sehr
gefreut habe dass die für mich
maßgebliche zahl des rk ii
die er gestern noch also diese zahl 50
pro 100000 einwohner pro woche die
ballack gestern bei 112 mittlerweile bei
86 angelangt ist das zeigt dass der
lockdown für den kreis gütersloh in der
vergangenen woche ergebnisse gezeitigt
hat und das ist auch richtig ist für uns
noch mal hier im kreis gütersloh diese
zeit noch mal etwas zu verlängern weil
wir eben nach wie vor über dieser zahl
liegen und angesichts des ganzen ist
denn das nächste zahlen wirrwarrs das ja
noch schwer zu durchschauen ist auch für
mich das gebe ich ganz offen und ehrlich
interessiert mich jetzt ganz ganz
überwiegend und hauptsächlich diese zahl
des lka die maßgeblich ist und die auch
im kreis warendorf dafür gesorgt hat als
sie unterschritten wurde dass der look
down für den kreis warendorf aufgehoben
wurde
wir brauchen noch ein bisschen geduld
ich bitte auch alle bürgerinnen und
bürger sich weiterhin an diese regeln zu
halten und ich habe auch den eindruck
dass die menschen das im kreis gütersloh
tun auch wenn es in dem einen oder
anderen fall gerade was das thema
wirtschaft angeht sicherlich nicht
einfach ist
ich möchte auch noch mal ganz kurz
eingehen auf das thema stigmatisierung
gehöre dass nach wie vor dass menschen
aus dem kreis gütersloh und auch immer
noch aus dem kreis warendorf obwohl da
schon aufgehoben wurde
einmal im netz diskussionen laufen aber
auch in den urlaubsregionen immer noch
vorbehalte gegenüber menschen aus dem
kreis gütersloh und auch aus dem kreis
warendorf noch vorgebracht werden
ich habe das schon an anderer stelle
deutlich gesagt dass ich dafür überhaupt
kein verständnis habe und möchte auch
noch einmal darauf hinweisen dass wir
das nicht machen weil wir da spaß dran
haben und weil wir sagen wir wollen das
nur hier im kreis gütersloh hinkriegen
sondern wir haben hier auch eine
gesamtverantwortung für die region
immerhin ist die stadt bielefeld in der
nähe und ich möchte nicht wissen was los
ist wenn sich das virus aus dem kreis
gütersloh hinaus dann in die
bundesrepublik deutschland verteilen
sollte also wir kämpfen hier nicht nur
für uns sondern auch für die menschen
letztlich in der bundesrepublik
deutschland damit das virus nicht
überspringt ich möchte noch ein wort
sagen zum thema töpferstraße ja hier gar
nicht weit vom kreishaus entfernt
gelegen das land hat verfügt dass der
kreis unterkünfte bereitstellen muss für
die menschen die unter quarantäne
gestellt worden sind und bei denen sich
jetzt herausstellt dass sie corona
infiziert sind die müssen wir ja so hat
das max uns auch angewiesen und zu recht
auch uns gesagt zieht die bitte raus
damit die ansteckung an die gesunden
menschen die sich unter quarantäne
befinden damit diese gefahr verringert
wird
wenn wir die identifiziert haben dann
kommen die hier in
in gebäude der töpferstraße die
bezirksregierung hat kontakt zur bima
aufgenommen denn die liegen
liegenschaften an der töpferstraße die
gehören der beamer und diese häuser
werden jetzt mit hilfe eine forderung
mit der hilfe der bezirksregierung für
die aufnahme von quarantäne patienten
die positiv getestet wurden vorbereitet
und dafür möchte ich der
bezirksregierung auch sehr herzlich
danken
was immer wieder aufschlägt ist das
thema kaserne menschen könnten die
menschen doch auf dem ehemaligen
kasernengelände am flughafen gütersloh
unterbringen dazu muss man wissen dass
die briten bevor sie hier den standort
gütersloh verlassen haben alles
mitgenommen haben was nicht niet und
nagelfest ist das heißt wir haben dort
überhaupt keine möglichkeit der
sanitären versorgung
es gibt keine kanalisation mehr und
keine wasserleitungen also insofern
schaltet das aus wir werden aber immer
wieder auf dieses thema angesprochen ich
wollte es an dieser stelle nochmal noch
mal erklären dann eine weitere frage die
immer wieder auftaucht die testzentren
wird die zeit für diese für die zentren
wird das verlängert das haben wir vor
obwohl wir im moment wirklich eine sehr
geringe auslastung in einigen bereichen
haben wir wollen das aber auf jeden fall
über den dritten juli hinaus tun wo
und wann das steht noch nicht fest ich
lasse mir noch die zahlen zusammen
stellen wie die auslastung an welcher
stelle ist aber das ist zu weniger
testzentren oder diagnostikzentrum so
heißen sie glaube ich in der fachsprache
richtig kommt das steht für mich außer
frage wir haben ja bis jetzt sechs und
dann müssen wir mal sehen wieviel wieder
letztendlich auch behalten
eine weitere frage die immer wieder
auftaucht wann wird das werk toni ist
wieder geöffnet dazu kann ich überhaupt
noch nicht sagen
und dann noch eine frage zur versorgung
in der quarantäne ergreifend momentan
und da bin ich bin ich sehr dankbar die
hilfsorganisation sehr stark ein
die mitarbeiter der firma turniers also
die menschen die direkt bei turniers
angestellt sind die werden nach unserer
kenntnis nach werden sehr gut versorgt
anders sieht das etwas anders sieht es
aus bei den menschen die bei den
subunternehmern arbeiten da hören wir
doch viele klagen dem geben wir auch
nach und viel zu häufig müssen aus
unserer sicht die hilfsorganisation noch
ein springen nicht zur notversorgung
sondern teilweise sogar zur
grundversorgung und es hat unsererseits
ein intensives gespräch mit den
subunternehmern gegeben und ich habe
heute auch bei herrn tönnies angerufen
und habe ihm auch persönlich gesagt dass
da dass er doch bitte einfluss nehmen
soll auf seine subunternehmer damit die
versorgung dieser menschen die bei den
subunternehmern direkt angestellt sind
damit sich das auch verbessert
ja das sind so die dinge die ich von mir
aus ansprechen wollte aber sie haben
sicherlich auch noch die eine oder
andere frage bitteschön bitte also das
macht mich tief betroffen und die
menschen die aus dem kreis gut
ausgekommen sind wirklich wirklich die
letzten die sowas verdient haben wir
sind friedliche menschen wir sind
menschen die auch sich gern anderswo
aufhalten und ich habe schon mal gesagt
so was
das geht überhaupt nicht dass toleriere
ich nicht ich finde dass ich finde das
sogar
lassen sie mich diesen begriff benutzen
widerlich dass sowas passiert
ich erwarte auch dass der
oberbürgermeister stadt münster
vielleicht auch auf seine bevölkerung
ein wirkt er ist das oberhaupt dieser
stadt und wenn er da mal einen mäßigen
das wort sprechen würde dann wäre ich
ihm sehr dankbar
in zwei workshops unter anderem sind
leistung hat angeregt dass man
und auch künftig auskommen
könnte oder sollte nicht auch der kreis
viele sehen sie das also das ist ein
punkt über den man sich nach bewältigung
der krise mit sicherheit mit sicherheit
unter erhalten sollte es gibt allerdings
auch gründe die dagegen sprechen also
ich habe hat man das mal durchgerechnet
wenn man dass kommunen scharf machen
würde dann wäre zum beispiel eine stadt
wie walker zu hause wenn da vier
menschen an cholera infiziert oder
positiv getestet würden würde in
borgholzhausen schon der lockdown
gehalten und in schloß holte stukenbrock
soweit ich weiss 14 menschen
da sieht man dass man dann sehr schnell
an der grenze ist wo ja wo sich dann
möglicherweise dann in dieser kommune
was verschieben würde verändern würde
wenn man die zahlen im kreis nicht so
hoch hätte dann gäbe es da eben nicht
diesen lockdown also das ist sehr sehr
schwierig aber sicherlich ein punkt über
den man nach dieser krise noch mal
nachdenken müsste da gibt es für und
wider also ich bin da ich bin da
ziemlich hin und hergerissen muss ich
ganz ehrlich sagen herr köhler
sie haben ja immer gesagt dass sie also
wir sind gerade dabei das zu definieren
wir haben das gutachten von professor
exner und das gucken wir uns jetzt sehr
genau an und da sind wir auch einen sehr
engen kontakt mit dem amt für
arbeitsschutz der bezirksregierung in
detmold die ja diese dinge auch mit
bewährten müssen wir werden in diese
gespräche mit einbeziehen auch das max
düsseldorf das ist so eine große nummer
da müssen möglichst viele staatlichen
stellen mit dabei sein um zu sehen dass
dinge da auch umgesetzt werden und dann
werden wir irgendwann auf das
unternehmen zu gehen und unsere einen
tisch setzen und dann gibt es eine liste
und dann muss das ganz sauber
abgearbeitet werden
also die firma hat sie hat selber ein
großes interesse daran wieder an den
start zu gehen ich habe immer gesagt das
mache ich nur wenn er wirklich kein
tausendprozentig sicher steht da geht
keine gefahr mehr für aus und wir müssen
uns natürlich erst mal auch
zusammensetzen und diese voraussetzungen
auch definieren die müssen wir enger
abstimmen
und wenn wir das gemacht haben dann
gehen wir aus unternehmen auch zu
also im gespräch ist man wahrscheinlich
immer auf welchen ebenen dass auch
jeweils sein mag man muss ja auch bei
der firma tennis unterscheiden
möglicherweise unterscheiden zwischen
den bereichen die die eben dafür gesorgt
haben dass dieses virus entstanden ist
nämlich im bereich der zerlegung und die
bereiche die möglicherweise überhaupt
nicht betroffen waren
also insofern gibt es auf arbeitsebene
durchaus das eine oder andere telefonat
aber ich möchte eins vermeiden ich
möchte auf keinen fall dass die firma
die firma läuft oder die menschen sehen
dass der bewegungen sind und auf der
anderen seite noch die kindergärten zu
sind das wäre für mich nicht zu
akzeptieren insofern spielen da auch
noch andere dinge eine rolle aber ich
bin sicher auch die firma hat ein großes
interesse daran alles zu erfüllen was
nötig ist damit damit da wieder menschen
arbeiten können immerhin geht es auch um
7.000 arbeitsplätze
der eine oder andere der stadt rheda
wiedenbrück wenn sie mit dem kämmerer
oder bürgermeister sprechen der sich
dass möglicherweise doch wieder ganz
anders aus wieder sehen und dass gilt
das alles unter einen hut zu bekommen
aber nochmal ursprung der ganzen krise
der ganzen geschichte war das was im
tennis passiert ist und das muss
ausgemerzt werden und vorher passiert
gar nichts
kinder brauchen wir nicht zu anzudeuten
keine frage sprachen dass all diese
stigmatisierung und die menschen auf
also bei hamburg
jetzt sagen sie da müssen sie meinen
dass menschen wunder positivität sind
jetzt in exter unter druck
wie bereiten sie sich auch vor dass die
jetzt nicht ausschließen dass er
vielleicht in irgendeiner form
sie waren jetzt wende zu den
unterkünften jeden weiß man rechtlich
sehr positiv also haben sie auch sagen
dass vielleicht hören also glaube ich
nicht wir sind hier weltgewandt und
bodenständig aber auch weltoffen und
diese menschen laufen ja nicht frei in
der gegend rum sondern sind unter
quarantäne also die bewegen sich nicht
hier im stadtbild insofern habe ich da
keine befürchtungen man kann die dinge
ausschließen also das habe ich in dieser
in dieser krise auch gelernt aber ich
bin guten mutes dass so etwas nicht
passieren wird
meldungen dass ist
die leute gibt die so garantien vereine
die mussten dann endlich auch nicht
ein bisschen also ich habe mich gerade
was dieses thema angeht bei dem
einsatzleiter der polizei in bielefeld
die ja diesen einsatz hier durchgeführt
haben lange telefoniert und er hat mir
versichert dass es in keinem fall zu
irgendwelchen widerstandshandlungen oder
widerständen gekommen ist im gegenteil
die menschen waren sehr verständnisvoll
sie haben ja auch sind teilweise konnten
sie auch in ihrer muttersprache
angesprochen werden weil wir dolmetscher
dabei hatten die aus rumänien polen oder
bulgarien kamen wir haben auch den
entsprechenden flyer da gehabt auch die
hotline ist mit muttersprachlern
teilweise besetzt also nach meiner
kenntnis ist in keinem fall zu
irgendwelchen widerständen gekommen gott
sei dank
soweit also die wichtigsten aussagen des
landrats von gütersloh sven georg
adenauer im nachgang der entscheidung
der nordrhein-westfälischen
landesregierung den lockdown für seinen
landkreis noch einmal um sieben tage zu
verlängern

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