WELT DOKUMENT: UKE-Studie - Mehr psychische Probleme bei Kindern in der Corona-Krise

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 10.07.2020


ich freue mich dass sie sich der presse
konferenz zugeschaltet haben und sich
für die ergebnisse unserer kops ii
studie interessieren
es ist die erste studie die bundesweit
kinder zu ihrem seelischen befinden
während der korona pandemie befragt hat
und sich sie erinnern sich sicherlich an
märz 2020 da hat sich nicht nur ihr
leben sondern auch das leben für die
kinder und jugendlichen schlagartig
verändert weil die schulen und kitas
geschlossen wurden
der kontakt zu freunden war für die
kinder nur noch über telefon und
digitale medien möglich und hobbys und
freizeit aktivitäten konnte ich nicht
mehr ausgeführt werden das heißt das
gewohnte leben wurde für die kinder und
jugendlichen komplett umgekrempelt und
sie waren allein in ihrem familiären
umfeld
wir wissen aus internationaler
forschungsliteratur das kritische
lebensereignisse wie so ein lockdown
vermehrt zu psychischen problemen bei
kindern und jugendlichen führen können
und auch schon relativ bald nach dem
lock down in china zum beispiel kam
erste wissenschafts berichte und
fachpublikationen dass dort sich die
psychische gesundheit der kinder und
jugendlichen dramatisch verschlechtert
hat und dass vor allen dingen ängste und
depressionen zugenommen hatten mit sehr
hohen prävalenz zahlen
das war für uns anlass in der forschungs
sektion scheibe public health auch in
deutschland und nach beginn des lockouts
der ja etwas milder war als in china
deutlich milder
eine studie zu initiieren um eben zu
erfahren wie geht es denn den kindern in
deutschland und wie ihr leben
tatsächlich sie die krise wie ist ihr
psychisches wohlbefinden möglicherweise
beeinträchtigt und welche umstände und
welche veränderungen belasten sie dann
besonders film und zwar in dem fall
wichtig dass wir nicht nur wie viele
andere studien die eltern zu ihren
kindern befragen sondern dass wir den
kindern selbst eine stimme geben und sie
zu wort kommen lassen
ziel der studie der kopf die studie war
es daher von den kindern zu erfahren wie
es ihnen selber ergeht
und welche auswirkungen der lockdown hat
und wir wollten auch wissen welche
gruppe von kindern besonders gefährdet
ist um später präventionsmaßnahmen
zielgenau ansetzen zu können
wichtig ist mir aber zu sagen dass neben
allen belastungen die wir erfassen
wollten ist auch wichtig war zu
erforschen und zu erfassen was sie
schützt also was sie stark macht und was
ihnen hilft besser durch diese krise zu
kommen also auf welche ressourcen sie
zurückgreifen können und was einen
positiven einfluss auf das seelische
wohlbefinden hat
wir haben also die cops ii studie ins
leben gerufen und haben dann vom 26 mai
bis zum 10 juni 2020 bundesweit eine
online-befragung durchgeführt dies
geschah in guter zusammenarbeit mit
infratest dimap im zentrum der
untersuchung standen elf bis 17 jährige
kinder und jugendliche die die fragen
selber beantwortet haben
für die sieben- bis zehnjährigen haben
die eltern geantwortet
insgesamt waren das 1040 kinder und mehr
als 1500 80 eltern die ausgewählte
stichprobe entspricht dabei in den
wesentlichen merkmalen der
grundgesamtheit von familien mit kinder
im alter von sieben bis 17 jahren in
deutschland und das ist mit dem
aktuellen mikrozensus abgeglichen
für die online befragung haben wir die
familien also die älter und die eltern
und die jeweiligen kinder und
jugendlichen in denen familien
eingeladen sie haben personalisierte
links zugeschickt bekommen das ist mir
besonders wichtig zu sagen es war also
keine freiwillige teilnahme die auf
reinem herumschicken des online links
basierte sondern es war eine ausgewählte
stichprobe das vorhaben ist vorher durch
der ethik durch die ethik-kommission
positiv befürwortet worden und wurde vom
datenschützer hier das uke begleitet
wir können ihm jetzt also als erste
studiengruppe bundesweit ergebnisse
präsentieren die sich auf die erfahrung
und die befindlichkeiten von kindern
fokussieren und wir möchten uns
eigentlich dabei darauf konzentrieren
den kindern eine stimme zu geben
ich werde die ergebnisse der studie
darstellen und ich werde sie auch
einordnen und vor allen dingen mit der
situation vor der krise vergleichen
diese möglichkeit haben wir weil wir
seit zwei jahrzehnten hier vom uke aus
eine andere langzeit kohortenstudie zu
psychischen gesundheit von kindern und
jugendlichen gemeinsam mit dem robert
koch institut durchführen und dort in
mehreren befragungswelle repräsentative
daten zur psychischen gesundheit von
kindern in deutschland erhoben haben
das ist die basis für einen vergleich
vor der pandemie und ich glaube das ist
auch etwas was die studie von sonstigen
online-befragungen abhebt
die schlussfolgerungen die wir aus den
ergebnissen ziehen werden wir dann auch
gemeinsam mit dem robert koch institut
und der bundeszentrale für
gesundheitliche aufklärung diskutieren
die auch eine elternbefragung zu einem
ähnlichen thema durchgeführt haben
das kann und so hoffe ich dass er uns
helfen auf eine zweite welle besser
vorbereitet zu sein und frühzeitig
präventionsangebote zu entwickeln
die ergebnisse vielleicht erstmal zu
wohlbefinden und psychischen
auffälligkeiten denn das war ja das
kernstück unserer frage
wir sehen dass drei viertel der
befragten kinder und jugendlichen sich
durch die korona krise stark belastet
fühlen
das ist doch substanziell und hat uns
ein bisschen überrascht wir haben dann
genauer geschaut und sehen dass zwei
drittel eine geminderte lebensqualität
und ein gemietetes psychisches
wohlbefinden für sich angeben
das waren 66 prozent vor corona also
wenn wir das mit der bella studie
vergleichen werk das nur bei einem
drittel der kinder und jugendlichen
nicht nur die kinder haben die situation
als subjektiv belasse
empfunden auch wenn wir irgendwie ihre
eltern nach typischen anzeichen
beispielsweise für ängste oder
psychische probleme oder auffälligkeiten
befragt haben waren die werte erhöht das
macht man mit einem international
standardisierten und geprüften
validierten screening instrument für
psychische auffälligkeiten
und wir sehen dass diese psychischen
auffälligkeiten beziehungsweise das
risiko dafür zugenommen hat von rund 18
prozent vor der korona panini auf 31
prozent während der krise das heißt fast
jedes dritte kind zeigt also während der
korona krise ein risiko für psychische
probleme und wenn wir dieses vergleichen
auch wieder mit der zeit davor
dann sehen wir dass es vorher etwa jedes
fünfte kind war mit werten die auf eine
psychische auffälligkeit hinweisen
die kinder und jugendlichen zeichen
zeigen häufiger auffälligkeit symptome
wie hyperaktivität emotionale probleme
und verhaltensprobleme hier sind vor
allen dingen und das hat uns auch
überrascht die jüngeren kinder etwas
mehr betroffen als die älteren
wir haben mit einer verschlechterung des
psychischen wohlbefindens gerechnet das
war ja auch der grund für unsere studie
dass das allerdings so deutlich ausfällt
hat auch uns überrascht
besonders ängste und sorgen haben bei
den kindern während der korona krise
zugenommen
so berichten 24 prozent der jugendlichen
aus der kapsel studie anzeichen für eine
allgemeine also generalisierte
angststörung
in der befragung aus der bella studie
vor der krise waren das nur 15 prozent
also die kinder sind ängstlicher machen
sich mir sorgen sind schnell gereizt und
haben auch vermehrt schlafprobleme wir
haben nämlich auch die psychosomatischen
beschwerden in den blick genommen und
die treten während der korona krise
vermehrt auf das sind vor allen dingen
gereiztheit einschlafprobleme
kopfschmerzen niedergeschlagenheit und
bauchschmerzen
gleichzeitig berichten die kinder wenn
man jetzt das familienklima betrachtet
also auch vor allen dingen die stimmung
zwischen eltern und kindern über
häufigeren und mehr streit in den
familien
sie berichten über schulische probleme
über ein schlechteres verhältnis zu
ihren freunden und insgesamt fiel das
ihnen sorgen bereitet also die gesamte
lebenswelt der kinder und jugendlichen
ist betroffen
zwei drittel der kinder erleben die
schule und das lernen als wesentlich
anstrengender als im vergleich zu vor
corinna das verwundert natürlich nicht
sie haben aber das gefühl sie haben
probleme den schulischen alltag zu
bewältigen und empfinden diesen und auch
das was daraus resultiert als teilweise
extrem belastend auch in den familien
hat sich die stimmung verschlechtert
27 prozent der kinder berichten dass sie
sich häufiger streiten zu hause als vor
der krise und ein drittel der eltern gab
an dass diese streitigkeiten zwischen
ihnen und ihren kindern öfter eskalieren
was den jugendlichen und den kindern
besonders sorgen gemacht hat war ihr
verhältnis zu freunden und den
eingeschränkten persönlichen kontakt das
hat fast alle befragten extrem belastet
und so hat auch die nutzung digitaler
medien natürlich zugenommen
das ist einerseits belastung
andererseits natürlich aber auch eine
lösung und eine ressource in dieser
krise denn obwohl wir sonst immer davon
reden dass wir bei gesundheitsverhalten
nicht möchten dass es zu hohen
medienkonsum gibt von den kindern hat
sich das während der krise als ein
mittel erwiesen
sozial mit den freunden in kontakt zu
bleiben und eben nicht die distanz zu
verlieren
wir haben uns gefragt was sind
eigentlich risikogruppen also was sind
gruppen von kindern und jugendlichen die
bestimmte veränderungen jetzt besonders
stark belasten und für welche gruppe von
kindern müssen wir denn schauen dass wir
etwas etablieren
hier sind es vor allen dingen kinder
deren eltern einen niedrigen
bildungsabschluss oder einen
migrationshintergrund haben die erleben
diese corinna bedingten veränderungen
als äußerst schwierig hinzu kommen dann
eventuell noch fehlende finanzielle
ressourcen beengter wohnraum und auch
das begünstige das auftreten des risikos
für psychische auffälligkeiten
weil das letztendlich im alltag bedeutet
es gibt keine rückzugsmöglichkeiten und
wenn eine doppelbelastung da ist zum
beispiel durch home office und
homeschooling entschuldigung dann gibt
es oft eine fehlende tagesstruktur und
das führt dann eben besonders in
krisenzeiten zu streit und konflikten in
der familie
wir konnten aus unseren ergebnissen
daher ganz deutlich sehen dass die
kinder sich vor allen dingen dann
seelisch belastet gefühlt haben wenn die
eltern auch belastet sind und viel
stress empfinden also man könnte das ein
bisschen auf die formel bringen starke
eltern starke kinder wenn man es
umdrehen möchte also alles das was die
eltern entlastet entlastet letztendlich
auch die kinder und umgekehrt
wir haben uns gefragt ob neben den
psychischen auffälligkeiten sich auch
das allgemeine gesundheits verhalten
verändert das sind wir als forschungs
sektion public health ist uns das
besonders wichtig die allgemeine
gesundheit auch im blick zu behalten und
man kann sagen dass sich die kinder
während der pandemie etwas um gesünder
ernährt haben also sie essen süßigkeiten
und sie machen natürlich weniger sport
weil die bewegungsmöglichkeiten
eingeschränkt sind
das kann natürlich zu einer
gewichtszunahme führen ein risikofaktor
für zahlreiche lebensstil erkrankungen
und wie ich schon gesagt habe verbringen
zwei drittel der kinder mehr zeit am
handy
das ist natürlich dann auf der einen
seite risiko und ressource zugleich ich
möchte noch einmal betonen dass wir
nicht nur defizitär geschaut haben
sondern vor allen dingen uns wichtig war
zu gucken was sind denn ressourcen und
was erlaubt es den kindern und den
familien gut durch diese krise zu kommen
und wir wissen aus früheren studien dass
bestimmte persönliche familiäre aber
auch soziale ressourcen auf die kinder
stärkend wirken können und dadurch
tatsächlich die belastung der korona
krise auffangen können
das sind zum beispiel im familienbereich
familien die einen guten zusammenhalt
und ein gutes familienklima berichten
also diejenigen eltern die viel zeit mit
ihren kindern verbringen die mit ihnen
etwas unternehmen die vielleicht eine
gute tagesstruktur mit ihnen haben
gemeinsam zeit reservieren um sie nach
ihren sorgen und auch ihren nöten zu
fragen zb am esstisch
auch diese familien können besser mit
den belastungen der krise umgehen kinder
selber sind dann gestärkt wenn sie
optimismus entwickeln können und
zuversichtlich in die zukunft schauen
auch da hilft es viel gemeinsame zeit
mit den eltern zu verbringen und die
soziale unterstützung also wenn sie das
gefühl haben dass sie geliebt und
gebraucht werden und ich glaube das ist
einer der schlüssel dafür dass wir hier
schutzfaktoren stärken können neben
gemeinsamen unternehmungen und anderen
dingen
ich würde das jetzt gerne zusammenfassen
und vielleicht kurz implikationen
erwähnen denn auch wenn die kinder und
jugendlichen während der korona pandemie
auch spät erst in den blick geraten sind
nicht nur der forschung sondern auch
gesellschaftlich finde ich denn zu
anfang war davon eigentlich kaum die
rede
so können wir jetzt in der studie klar
sehen dass sie die last der krise
tatsächlich seelischen betragen
ihre lebensqualität und ihr psychisches
wohlbefinden haben sich verschlechtert
und bei den kindern haben sich
während der krise vermehrt psychische
und psychosomatische auffälligkeiten
gezeigt und das risiko dafür ist auch
deutlich erhöht betroffen waren vor
allen dingen jene aus sozial schwächeren
verhältnissen mit migrationshintergrund
eventuell auch wegen der fehlenden
deutschen sprachkenntnisse eine wichtige
erkenntnis ist aber auch dass die kinder
und die familien häufig über ressourcen
verfügen und dass sie damit etwas haben
was sie schützen und auch stabilisieren
kann
also es gibt eine deutliche zunahme an
seelischer belastung im vergleich vor
der zeit von kona das muss man
sicherlich ernst nehmen aber ich würde
dafür waren das zu traumatisieren aus
anderen befragungen zum beispiel der bzg
adi auch die eltern befragt haben wissen
wir dass die belastung mit zunehmenden
lockerungen abgenommen hat und
vermutlich jetzt auch im laufe der zeit
wieder abflachen wird
um das allerdings wissenschaftlich
abzusichern brauchen wir natürlich daten
im zeitverlauf und das ist das was wir
jetzt planen wir geplant wir planen
weitere befragungen in der zukunft und
auch ein vergleich mit anderen
europäischen ländern in denen wir den
wir in einem verbund zusammen arbeiten
und im moment das kann ich glaube ich
hier an dieser stelle im uke in hamburg
sagen gibt es parallel noch eine für
hamburg repräsentative befragung zum
gleichen thema für kinder und
jugendlichen also in circa einem monat
werden auch die ergebnisse für hamburg
vorliegen
ich möchte sagen dass wir vielleicht
belastung erlebt haben und vor allen
dingen auch die kinder aber mit blick
auf andere länder sind wir
vergleichsweise gut weg gekommen und
auch die familien die über ressourcen
und schutzfaktoren verfügen sind gut
durch die panne gekommen
dennoch lägen die ergebnisse der cops
die studie da dass die psychische
gesundheit der kinder und jugendlichen
in der bundesdeutschen bevölkerung sich
unter den bedingungen der pandemie
verschlechtert hat und dass das risiko
für psychische auffälligkeiten und für
familiäre konflikte deutlich steigt
damit es uns dann in einer möglichen
zweiten pandemiewelle
besser ergeht als beispielsweise in
china ist es eben jetzt an der zeit die
ergebnisse zu nutzen und über
vorsorgende maßnahmen nachzudenken die
dann rechtzeitig etabliert werden können
und ich denke das ist eine aufgabe
politische entscheider aber eben auch
von versorgungsstrukturen da die
bedürfnisse von kindern während des lok
darum es noch stärker im blick zu
behalten und präventive maßnahmen zu
etablieren
soviel dazu und ich danke ihnen für ihre
aufmerksamkeit
vielen dank frau professor am 7 diese
wirklich aufschlussreichen ergebnisse
die sie uns präsentiert haben nachher
gruppen kommen sicherlich noch die eine
oder andere frage dazu ich möchte jetzt
gerne professor westermann bitten zu
seiner studie auskunft zu geben
ja liebe verbrannt liebe damen und
herren ich möchte mich erst mal ich
denke auch im namen vieler mitarbeiter
des ubs dafür bedanken dass sie sich
kontinuierlich für unsere informationen
hierüber die kogit 19 pandemie
interessieren
dasselbe gilt natürlich auch für unsere
aktuellen forschungsarbeiten aus unserem
haus war natürlich auch von allen
abteilungen des uke es ganz wesentlich
denn dass diese pandemie noch lange
nicht vorbei ist es mir schmerzlich
bewusst geworden hat sich gestern mit
kolleginnen und kollegen aus amerika
kommuniziert habe und dann sieht man
dass wir weltweit eben noch mitten in
dieser pandemie stecken und das ist
viele neue erkenntnisse braucht um
dieser wirklich herr zu werben das sind
forschungsarbeiten die wir gerade gehört
hat die psyche betreffen aber sicherlich
auch pathophysiologie aus dem
kardiovaskulären bereich die arbeit die
ich ihnen heute präsentieren darf
entsteht natürlich niemals alleine
sondern in kooperation von vielen
wissenschaftlerinnen und
wissenschaftlern ganz besonders
herausheben möchte ich die ärzte eine
ärztin aus dem ukrainer rechtsmedizin
aber auch die ärzte den ärzten aus dem
herzzentrum ganz besonders möchte ich
mich noch gedanken bei den grundlagen
wissenschaftlerinnen das herzzentrum die
ganz wesentlich zum erfolg dieser studie
beigetragen haben und wir haben um diese
studie komplettieren zu können auch auf
die kompetenz und das fachwissen von
ärzten und wissenschaftlern aus berlin
zurück gegriffen
was haben wir jetzt untersucht und
welche fragen haben wir uns gestellt
bevor ich darauf eingehen möchte möchte
ich noch mal sagen dass die studie die
wir jetzt vorstellen praktisch basiert
auf einer ähnlichen studie die unter
führung von professor huber der
nephrologie des uke es hier schon
präsentiert wurde und professor hubert
mit seinen kollegen zeigen können dass
saas kopf zwei nicht nur dem atemweg
infiziert sondern auch andere organe das
ist in der einleitung schon angeklungen
wenigstens mal mit angreift und wir
haben uns jetzt vier wesentliche
kardiologisch interessante fragestellung
gestellt warum interessiert uns
eigentlich als kardiologe
das kof 2 virus vor einigen daten aus
amerika die vor wenigen wochen
publiziert wurden sind hier wegweisend
die kollegen aus new york haben zeigen
können dass bei patienten die mit kuwait
19h die aale mit beteiligung und das
haben die kollegen durch einen erhöhten
herz enzym wert nachgewiesen den verlauf
der erkrankung vorhersagen kann ist das
herz also mitbeteiligt verläuft die
erkrankung schwerer die leute sind
längere spezialisiert und versterben
auch häufiger
wir haben uns jetzt aus dem uke genau
die herzen von verstorbenen patienten
die an cupid 19 verstorben sind
angeguckt was haben wir genau gemacht
und welche fragen wollten wir lösen
wir haben uns vier wesentliche haupt
fragen gestellt die erste frage ist kann
saß koch 2 auch kardiales gewebe
infizieren das war durch diese vorarbeit
nahe liegen und wenn ja wie viele
patienten betrifft das und welche virus
last sehen wir in diesen patienten wie
hoch ist also die infektion
frage 2 wenn das der fall ist kann das
virus eventuell sogar ein kardialen
gewebe replizieren sich also dort
vermehren
das könnte eventuell auch den verlauf
der erkrankung mit beeinflussen frage 3
und 4 sind dann die auswirkungen der
infektion des herzens auf den weiteren
verlauf der erkrankungen auf die hell
auf das herzgewebe uns hat besonders
interessiert ob wir bei patienten die
eine saas koch 2 infektion im herzen
haben eine veränderte expression also
eine produktion von inflammatorischen
botenstoffen nachweisen können
und als vierte und letzte frage ob die
saas koch 2 hertz infektion mit einer
spezifischen myokarditis und das ist
eine herzmuskelentzündung assoziiert ist
was haben wir dafür gemacht wir haben 39
autopsie fälle aus der rechtsmedizin von
der professional untersucht und das herz
eingehend erforscht
die patienten sind und das ist der
epidemiologie von coop 19 in deutschland
geschuldet relativ weit über 80 jahre im
schnitt und haben deswegen natürlich
auch die typischen kardiovaskulär neben
erkrankung häufig waren bluthochdruck
koronare herzerkrankungen aber auch
diabetes war relativ häufig die erste
frage war also kann saß koch 2 kay alles
gewebe infizieren und ja das kann es wir
konnten von den 39 patientenproben in 24
hertz proben saß kopf zwei nachweisen
von diesen 24 proben war allerdings die
konzentration des virus in acht fällen
sehr sehr gering so dass wir davon
ausgehen dass in 16 fällen eine klinisch
signifikante infektion des herzens
vorliegt das ist also ungefähr ein
drittel und klinisch signifikant haben
wir definieren als eine viruslast von
über 1000 kopien pro mikrogramm
da wissen wir aus anderen
herzmuskelerkrankungen dass das ein
schwellenwert sein könnte der zu einer
signifikanten entzündung und information
führen könnte frage eins kann saß kopf
zwei das herz infizieren ganz klar ja
klinisch signifikant bei etwa einem
drittel der patienten die wir untersucht
haben
frage 2 kann es sich dort vielleicht
auch vermehren und auch das konnten wir
zeigen interessanterweise haben wir das
nur zeigen können in den fünf patienten
die auch die höchste viruslast hatten wo
wir also das meiste virus im herzen
nachweisen können und was wir gemacht
haben haben wir an zwei gegenläufige
genom strenger untersucht und das ist
ein nachweis oder ein anzeichen dafür
dass sich lars koch 2 im herzen
replizieren kann
ob es allerdings zu funktionierenden
viruspartikeln im herzen kommt das
müssen folgestudien untersuchen die wir
aber auch andere durchführen
frage 3 und 4 beschäftigen sich jetzt
mit den auswirkungen der saas kopf zwei
infektionen auf das herz frage 3 war
nochmal die erhöhte expression von pro
inflammatorischen botenstoffen und
explosionen ist nichts anderes als die
produktion dieser botenstoffe das ist
für uns deswegen interessant da wir
wissen dass bei patienten die einen
schweren verlauf nehmen diese produktion
von cytokinen und chemokine deutlich
erhöht sind und dass eventuell den
schweregrad der erkrankung beeinflussen
könnte was wir jetzt gesehen haben ist
ein gen panel von sechs bekannten gehen
die pro inflammatorische botenstoff im
herzen produzieren dass diese in der
gruppe mit der klinisch signifikanten
viruslast erhöht war
verglichen mit den patientinnen und
patienten die gar keinen saß kopf zwei
im herzen nachweis baten wir sehen also
quasi als antwort auf die virusinfektion
auch eine erhöhte pro inflammatorische
botenstoff produktion hat das akute und
chronische auswirkungen das wissen wer
ehrlich gesagt noch nicht folgestudien
die wir hier im ok aber auch weltweit an
vielen stellen durchgeführt werden
müssen das noch zeigen aber das ist
natürlich eine wesentliche frage
wir wissen aus anderen herzerkrankungen
dass das potenziell so sein könnte aber
dafür müssen wir noch viele fragen
klären
die vierte fragestellungen die wir
hatten war ob die saas koch 2 infektion
auch mit einer klinischen myokarditis
einer herzmuskelentzündung einhergeht
was ist eigentlich eine
herzmuskelentzündung das ist definiert
als einwanderung von inflammatorischen
zählen in das herzgewebe das kann dann
zu akuter kardialer dysfunktion zum
schock und auch zum tod führen
interessanterweise sehen wir dass in der
klinik aber erfreulicherweise bei den
coup mit 19 patienten recht selten hier
im uke haben wir das selten gesehen habe
es in deutschland selten gewählt und
weltweit sind nur ein zwei handvoll
patienten mit einer spezifischen
herzmuskelentzündung publiziert worden
deswegen hat es uns natürlich gefreut
dass wir in diesen proben quasi als
biologische plausibilität auch nicht
nachweisen konnten dass es zu einer
akuten herzmuskelentzündung im sinne von
einer erhöhten transsexuellen
transpiration von inflammatorischen
zellen in das herz gekommen ist es war
keine veränderung in diesem sinne zu
sehen ich möchte also kurz noch zusammen
fassen konnten wir virus sehen ja
konnten wir in wenigen fällen gibt es
anzeichen dafür dass sich das virus im
herzen sogar replizieren kann diese
infektion grundsätzlich war mit einer
biologischen antwort assoziiert nämlich
der erhöhten produktion von tro
inflammatorischen botenstoffen die
allerdings nicht dazu führte dass es zu
einer spezifischen mütter die disco als
wissenschaftler ist es mir mal ganz
wichtig dass wir nicht nur über stärken
und neue erkenntnisse von
forschungsstudien reden sondern dass wir
auch auf deren limitationen klar
hinweisen
und eine der wesentlichen limitation es
hier sicherlich dass aufgrund der natur
der studie wird todesfälle untersucht
haben und ob das ganze an den
überlebenden von 119 in selben maß gilt
müssen weitere untersuchungen zeigen
das ist aber leider gottes relativ
schwierig da zum beispiel der gewinn von
endo mio kardialen biopsien also herz
proben immer mit einer
katheteruntersuchung assoziiert ist
und natürlich bei diesen hoch
infektiösen patienten rein diagnostische
maßnahmen so weit wie möglich reduziert
damit sich ärztin ärzte pflegerinnen und
pfleger aber auch natürlich die
patienten nicht weiter gefährden
ich möchte mich bedanken für ihre
aufmerksamkeit und dann haben wir
sicherlich noch zeit für die einen
andere frage
vielen dank professor westermann ich
würde damit jetzt die fragerunde
eröffnet
ich möchte sie bitten auch an das mikro
zu treten wenn sie ihre fragen stellen
wer möchte beginnen herr becker ja
gerade von vorbeugenden maßnahmen
gesprochen für kinder können sie es
nicht ausführen was das bedeuten könnte
also erstmal möchte ich sagen dass wir
natürlich hier nicht von versorgungs
maßnahmen sprechen denn wir haben ja
gesehen dass es zwar eine zunahme gibt
an psychischen auffälligkeiten aber die
sozusagen jetzt ist nicht klar inwieweit
das kleid klinisch manifest wird so dass
die formiert versorgt werden müssen das
ist erstmal nicht unser eindruck hier in
der klinik für kinder und jugendliche
die haben schon früher gesehen dass das
eigentlich ganz einfache maßnahmen sein
müssen und vor allen dingen
niedrigschwellige maßnahmen seien
sollten also welche die die familie
leicht erreichen
das ist natürlich schwierig unter zeiten
des lok downs weil natürlich kein
persönlicher kontakt stattfinden kann
man könnte sich aber vorstellen dass es
zum beispiel ein unterstützungsbedarf
gipfel familien die beratung möchten in
der tagesstruktur besonders beim haus
cooling wir haben nämlich die familien
auch gefragt ob sie unterstützung
annehmen würden respektive die eltern
und das ist zu einem überwiegenden
prozentsatz der fall also die würden
sich unterstützung und maßnahmen
wünschen wie die jetzt aussehen muss man
quasi mit präventionsexperten abgleichen
aber natürlich könnte man sich
vorstellen dass man so was macht wie
digitale angebote für eltern dass die
auch die möglichkeit haben in
krisenzeiten schnell und
niedrigschwellig auf hilfe
zurückzugreifen und beratung zu bekommen
dass man sie unterstützt bei der
organisation des homeschooling das am
viele angegeben dass sie das sehr
belastet hat und für die kinder ist es
natürlich so dass man auch hier
überlegen müsste wie könnte man denn ein
teil der freizeitaktivitäten und der
kontakte zu den kindern aufrechterhalten
da kann man sicherlich auch digitale
plattformen nutzen aber was ist denn zum
beispiel auch möglich draußen also jetzt
vielleicht nicht im winter oder
eingeschränkt im winter aber im sommer
in kleinen gruppen sowie das vielfach
denke ich jetzt auch in den schulen
angedacht wurde aber wir können uns
vorstellen dass man das durchaus noch
flächendeckender und strukturierte
machen kann also einfach
niedrigschwellige angebote für die
eltern stünden im vordergrund und in dem
zuge daneben auch für die kinder dass
flächen flächendeckende ist wichtig
damit es eine public health maßnahme
sein kann und daneben ist natürlich
besonders wichtig schwerpunkte zu setzen
ich hatte ja erläutert dass es eine
bestimmte gruppe von kindern ist die
schlechte startbedingungen haben und die
dann besonders zusätzlich belastet
werden
und ich weiß natürlich hier aus hamburg
aber auch bundesweit das denen auch
immer in der prävention die sorge gilt
bisher haben wir das aber konventionell
so gemacht dass die kinder und
jugendlichen oft aus besuchen mussten
wenn sie hilfe benötigt haben und ich
kann mir vorstellen dass man das jetzt
für präventive maßnahmen umdrehen muss
also das sozusagen die berater aufsuchen
müssen und dass man mehr aktiv angebote
unterbreitet denn wir wissen ja dass
diejenigen die es oft am meisten
brauchen nicht die hürde überwinden sich
dann hilfe zu suchen und das sozusagen
auf einen neuen stand zu bringen mit
hilfe der digitalen technik wäre dann
besonders innovativ für weitere fragen
da würde ich einmal ich würde einmal die
fragen stellen für frau insa gall vom
hamburger abendblatt wie hat sich der
lockdown von schulen und kitas auf die
kinder ausgewirkt
also es werde versuchen das in einem
satz zusammenzufassen aber ich denke wir
können bundesweit für die kinder und
jugendlichen sehen dass sie belastet
sind durch die korona pandemie dass sie
sich mehr sorgen machen und dass das
risiko für psychische auffälligkeiten
bei den kindern deutlich gestiegen ist
im vergleich zum der zeitraum vor der
pandemie dass sie häufiger
psychosomatische beschwerden berichten
und dass sie insgesamt ihr lebensumfeld
als belastet und eingeschränkt
wahrnehmen und das aber vor allen dingen
die kinder und familien gut durch die
krise kommen die über genügend
ressourcen verfügen um sich selig zu
stabilisieren
unterschiede in den altersgruppen
ja also ich will noch mal betonen dass
wir die kinder ab sieben jahre in den
blick genommen haben nicht die kleineren
das wäre sicherlich auch noch mal was
für die zukunft was man machen könnte
ist aber nicht unser forschungsgebiet
und wir sehen aber bei den sieben bis 17
jährigen dass vor allen dingen die
kleineren mehr betroffen zu sein
scheinen
das machten natürlich auch sinn denn
wenn hier die eltern stress erleben dann
wird das unmittelbare an dieser
altersgruppe weiter gegeben die ja noch
nicht dabei ist nicht von den eltern
abzulösen so dass die das natürlich viel
stärker spüren als die jugendlichen die
ohnehin schon quasi auf dem weg in die
welt sind und das erklärt uns oder so
erklären wir uns dass es eigentlich die
jüngeren sind die da stärker betroffen
sind
welche empfehlungen ergeben sich aus
ihren erkenntnissen für die weitere
öffnung von schulen und kitas
ja das ist jetzt eine ganz schwierige
frage von der ich gehofft hatte dass sie
nicht kommt weil ich wirklich denke dass
wir die öffnung von schulen und kitas
auch primär unter dem virus geschehen
beurteilen müssen natürlich sehen wir
dass dieses homeschooling und das
wegbleiben von den freunden und von den
schulen unter schulischen unterricht
dass das die kinder belastet sie machen
sich auch sorgen ob sie ihre zukunft gut
werden gestalten können also die älteren
ob sie ausgerüstet genug sind jetzt mit
dieser fehlenden zeit in der schule
ob sie das ermöglicht in die welt
hinauszugehen beziehungsweise können sie
eben nicht in die welt hinausgehen und
das ist das was auch als belastung
empfunden wird
ich finde aber dennoch dass dieses
subjektive empfinden und auch diese
zunahme an belastungen kein
ausreichender grund ist dafür jetzt eine
empfehlung zur schule öffnung alleine
abzugeben sondern es gibt eben auch ein
pandemie geschehen und eine virus last
die die körperliche gesundheit ganz
massiv beeinträchtigen kann
auch wenn wir ja mittlerweile alle der
meinung sind dass das sich für kinder
vielleicht nicht so stark auswirkt dass
wir aber so genau noch gar nicht wissen
so dass ich denke aus unseren
studienergebnissen jetzt empfehlungen zu
geben halte ich für falsch
dennoch glaube ich dass wir
verbesserungen vornehmen können ganz
massiv das wird schon getan ich würde
dafür plädieren das homeschooling
deutlich vereinheitlicht stringenter so
zu gestalten dass alle kinder
gleichermaßen gut davon profitieren
können
ich denke die ansätze sehen wir auch das
ist ja ein lernprozess der erst
durchlaufen werden muss aber wenn es
gelingen sollte auch durch die schule
den kontakt zu den kindern stabil
beizubehalten und hier eine zusätzliche
ressource zu schaffen
seelische belastung wegzunehmen und auch
zukunftsängste wegzunehmen dann wäre
damit viel gewonnen also das wäre
vermutlich das was ich empfehlen würde
zusätzlich zu der empfehlung den eltern
wirklich hilfen zum homeschooling im
falle einer zweiten welle an
die hand zu geben die haben sich sehr
hilflos und überrascht davon gezeigt
dass sie eine große last der des
pädagogischen unterrichts jetzt zu hause
tragen mussten und dann komplett
unvorbereitet und das jetzt noch mal als
ressource bereits zu halten dass in
einer zweiten pandemiewelle besser zu
gestalten und effektiver zu gestalten
und die eltern da viel mehr mitzunehmen
wäre eine deutliche empfehlung wird aber
schon gemacht

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