Tödlicher Schuss auf Kollegen: Bewährungsstrafe für Polizeischüler | BR24

Von BR24
Veröffentlicht am 15.07.2020


der angeklagte ist heute 21 jahre alt
und er ist von anfang an geständig räumt
alle anklagepunkte ein
das medieninteresse an dem fall ist groß
denn er hatte für schlagzeilen gesorgt
im februar letzten jahres in der
unterkunft der bereitschaftspolizei in
würzburg zwei 19 und 21 jahre alte
polizeischüler bereiten sich am abend
auf einer stube auf ihren anstehenden
wachdienst vor
dabei ziehen offenbar beide ihre waffe
um auf einen imaginären angreifer zu
zielen der angeklagte deutet dabei nicht
nur einen schuss an erdrückt auch ab im
festen glauben dass ein pistolenlauf
leer sei der schuss trifft seinen
kollegen und freund im hinterkopf
er wird dabei so schwer verletzt dass er
kurz darauf wären im krankenhaus stirbt
die frage ist wie konnte das passieren
die staatsanwaltschaft erhebt wegen
fahrlässiger tötung anklage sie wirft
dem heute 21-jährigen mehrfaches
persönliches versagen vor
er habe gegen alle
sicherheitsvorschriften verstoßen und
nicht geprüft ob noch ein schuss im lauf
sei hätte er nur eine vorschrift
beachtet wäre der unfall nicht geschehen
sagt der staatsanwalt
die nebenklage vertritt die eltern des
getöteten polizeischüler also von anfang
an dieses verfahrens haben die eltern
des getöteten jungen mannes habe mich
eine klare botschaft gerichtet und die
war sie wollen wirklich wissen lückenlos
aufgeklärt wissen warum ist er so gut
wie kam es zu dem schuss welche
sicherheitsvorkehrungen wurden verletzt
dass der junge polizeischule im umgang
mit der pistole alles missachtete was er
gelernt hatte das kommt im laufe des
prozesses raus das urteil nach
jugendstrafrecht ein jahr und drei
monate wegen fahrlässiger tötung
die strafe wird zur bewährung ausgesetzt
dabei blieb das gericht unter der
forderung von staatsanwaltschaft und
nebenklage
letztere wollte eine mindestens
zweijährige gefängnisstrafe erreichen
noch ist der 21-jährige vom
polizeidienst beurlaubt er will aber
nicht mehr die ausbildung zurückkehren
und auch nie mehr eine waffe in die hand
nehmen

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