WIRTSCHAFTSFORSCHUNG: Die Schere zwischen Arm und Reich wächst

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 15.07.2020


zugeschaltet ist jetzt johannes könig
sozialforscher vom deutschen institut
für wirtschaftsforschung er hat die
studie mitverfasst der könig ich grüße
sie ich grüße sie auch warum warum ist
das denn so hat da die korona pandemie
möglicherweise die schere noch weiter
auseinander klaffen lassen oder war das
vorher schon absehbar
also da dafür nein ich direkt unsere
daten stammen von vor corona wir haben
eben ein neues sample von hoch
vermögenden personen erhoben und das
öffnet diese schere unsere datenlücke am
oberen ende wurde jetzt geschlossen
welche schlüssel müssen dann aber aus
dieser studie gezogen werden
das ist ja schon sozialer sprengstoff
wenn die armen tatsächlich dann immer
ärmer werden während am oberen ende der
skala die champagnerkorken knallten naja
ich denke die armen werden jetzt zur
zeit erstmal nicht ärmer also zumindest
vor coruna lief der häusermarkt relativ
und das hebt meistens eben das vermögen
der dann doch etwas ärmeren der leute in
der mitte der gesellschaft
aber was man was man eben feststellen
kann ist die die millionäre die wir hier
untersucht haben sind durchweg eben
unternehmer also selbstständige und sie
beschäftigen leute in deutschland also
die sind aktiv tätig und stellen
arbeitsplätze bereit
deshalb jetzt gleich vorschnell zu sein
und mit steuern hier einzuschreiten ist
glaube ich zu schnell
wir haben einige vorschläge gemacht in
unserem bericht wie man eben die untere
hälfte der vermögensverteilung über die
zeit besser stellen kann indem man eben
direkt direkte förderung mit mitteln
macht indem man sparkonten einführt auf
die der staat dann vielleicht ein zeigen
das ist schon ganz wichtiges thema denn
nicht jeder kann so in den mittelstand
aufsteigen den sie gerade beschrieben
haben selbstständig mit eigenem
unternehmen da braucht man ja auch
erstmal kapital
aber die ganzen menschen am unteren ende
die können ja oftmals gar nicht sparen
weil wenn sie irgendwie nur einen
mindestlohn haben da können sie auch
irgendwie nicht viel zur seite legen um
dann wird irgendwann mal selber kapital
anzusparen also wie müsste der staat
denn da unterstützend eingreifen sie
haben das ja gerade eben so ein bisschen
angedeutet
genau also wir haben uns in vorherigen
studien natürlich auch mal die die
riester rente als die große staatliche
maßnahme zum vermögensaufbau angeschaut
und da war eben das große problem dass
nicht genug leute am unteren rand
mitgemacht haben weil das nicht
attraktiv genug war und vielleicht auch
zu undurchsichtig wenn man jetzt einfach
sagen könnte man hat klar strukturierte
staatliche produkte und auf die wird
direkt für die leute am unteren rand ein
gewisser betrag eingezahlt dann könnte
man hier schon einiges am unteren ende
drehen
in welche rolle spielt denn der
bildungssektor in diesem zusammenhang
muss man vielleicht auch mehr in die
bildung der kinder ist stressig wird
noch mal wiederholen welche rolle spielt
der bildungssektor muss man da flechten
die ausbildung der jungen leute mehr
investieren damit sie bessere chancen
haben denn aus ihrer studie geht hervor
die kandidaten die also
einkommensmillionäre sind die sind
männlich haben aber eben auch eine
deutlich höhere bildung als der rest
ja also dazu erlauben wir uns halt nicht
so viele aussagen ich denke eine höhere
bildung durch durchweg durch die
gesellschaft gerade als forscher finde
ich natürlich sinnvoll
aber man muss sich auch eben fragen okay
ist das nicht ein bisschen ein
indirekter weg wenn man etwas an der
vermögensverteilung tun möchte dann gibt
es vielleicht direktere mittel

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