NACH HALLE-ANSCHLAG: Rassistische Beschimpfungen des Angeklagten zum Prozessauftakt

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 21.07.2020


stefan b ist an händen und füßen
gefesselt alter den saal betritt schwer
bewaffnete beamte an seiner seite
gleich zu beginn wird klar der mann ist
hoch aggressiv herr startet mit
rassistischen beschimpfungen im droht
der ausschluss christina weißert in der
synagoge den anschlag überlebt sie muss
nun miterleben wie der angeklagte den
prozess als bühne nutzt eiskalt und
berechnend ich habe auch deutlich
gemerkt dass er wie soll ich sagen ein
bisschen eine show abziehen ich habe ihm
in die augen gesehen und ich habe ihn
nie gestört wie man so schön sagt in
österreich ich hab nicht weggeguckt und
ich habe mir das nicht nehmen lassen
dass ich hier sitze und das ich weiß
dass ich lebe vergangener oktober jom
kippur der höchste jüdische feiertag
stephan b versucht die synagoge in halle
zu stürmen mit acht schusswaffen und
granaten aber diese tür hält stand auf
offener straße erschießt er anschließend
eine 40-jährige und in einem imbiss
einen 20-jährigen die gesamte tag
versucht er im internet zu streamen
grünen politiker cem özdemir erkennt
beim täter ein wiederkehrendes muster
sie hassen frauen sind antisemiten sie
hassen alles was sie als vermeintlich
fremd empfinden sie sind anhänger von
verschwörungstheorien
das schon sehr wichtig dass wir als
gesamtgesellschaft deutlich machen dass
wir dem den kampf ansagen
stephan w zeigt keinerlei reue
stattdessen bezeichnet er sich selbst
als versager weil sein plan scheiterte
viele menschen zu töten
das urteil wird im oktober erwartet dem
28 jährigen droht eine lebenslange
haftstrafe

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