Corona-Schuljahr: Wie geht es nach den Ferien weiter? | Kontrovers | BR24

Von BR24
Veröffentlicht am 23.07.2020


geschafft und bestanden endlich
abiturfeier am wilhelms gymnasium in
münchen
mit viel mühe und glück ist das
schuljahr geschafft nahezu genauso viele
schüler haben das abitur bestanden wie
im vergangenen jahr trotz
schulschließung wegen corona doch wie
geht es für die schüler im herbst weiter
die hoffnung ist natürlich groß dass
alles wieder werden könnte wie es vorher
mal war die befürchtung dass es nicht so
kommt ist allerdings auch sehr präsent
die bedenken vieler eltern nach wie vor
wird digitaler unterricht nicht
funktionieren weil in manchen schulen
die technischen voraussetzungen fehlen
einfaches beispiel in oberfranken gibt
es noch schulen da sitzt der schulleiter
wenn am anfang des schuljahres daten
durchgegeben werden müssen
übernachtet der in der schule weil er
noch mit mut im arbeiten muss dann kann
ich mir sämtliche videokonferenzen in
die haare schmieren es funktioniert
nicht
der kultusminister zieht anders als
manche eltern eine eher positive bilanz
insgesamt haben unsere lehrerinnen und
lehrer in den letzten wochen bewiesen
dass sie in einer solchen pandemie auch
sehr flexibel sind das ist sicher auch
digitalisierung einstellen können das
hat wie immer beim 1 1 besser geklappt
beim anderen vielleicht noch nicht ganz
so optimal wie es im herbst weitergehen
soll
großes fragezeichen die korona krise hat
vieles auf den kopf gestellt vor allem
für die schüler also angefangen mit dem
online unterricht das war natürlich eine
neue erfahrung irgendwie war so was
hatten wir nie in die richtung muss
relativ schwierig war oder eine
komplizierte themen die eigentlich
wirklich viel besser im
präsenzunterricht erklärt werden konnten
die dann zu erklären dass ziemlich
schwierig zu sagen weil der schüler sich
dann komplett selber arbeiten muss
schuldirektor michael roß muss seit märz
ständig neue vorschriften beachten und
immer wieder umdenken das nächste
schuljahr bereitet ihm sorgen
das problem ist halt dass man im grunde
in drei szenarien denken muss also das
eine ist das worauf wir alle hoffen dass
der normale in anführungszeichen normale
regelunterricht präsenzunterricht in
ungeteilten klassen laufen kann dann
szenario 2 ist so wie bisher also dieses
rollierendes system eine woche im
präsenzunterricht eine woche digital
unterricht oder wenn es ganz schlimm
kommt rainer digital unterrichten
am münchner wilhelms gymnasium ist die
krise bisher glimpflich verlaufen
die situation an vielen mittelschulen
ist dagegen problematisch kritisiert der
bayerische lehrer und lehrerinnenverband
wir haben eindeutige bildungsverlierer
die nicht ein endgerät hatten und die
keine eltern hatten die da waren die
innenstruktur gegeben haben um den
schülern möglichst viel struktur zu
bieten gibt es an dieser mittelschule im
münchner osten sogar jeden zweiten tag
präsenzunterricht wie in dieser fünften
klasse die unterschiede zwischen den
einzelnen schülern sind nach der korona
krise aber größer als zuvor
deshalb wir bräuchten noch mehr lehrer
zu zweit zu dritt und klassenzimmer wir
bräuchten ein ziemlich externe kräfte
lesepaten und so weiter das wäre das
beste
zur förderung mittel grund und
förderschulen trifft es nun besonders
hart denn ihr gab es schon vor der
korona krise einen eklatanten
lehrermangel und kurz vor
schuljahresende wissen wir noch gar
nicht wie viele fehlen denn jetzt sind
alle lehrer darin september oder nicht
also die fragen sollten wir schleunigst
beantwortet kriegen von der
staatsregierung im kultusministerium
verspricht man besserung wir werden mehr
lehrer haben als im letzten schuljahr
aber es wird natürlich auch so sein dass
es besondere bedingungen sind gerade
auch zu zeiten von corona und insofern
machen uns natürlich intensiv gedanken
wie wir das nächste schuljahr
entsprechend aufstellen aber es werden
mehr stellen sein als im letzten jahr
doch wie viel vertrauen haben die
menschen in dem kultusminister nur 25
prozent aller befragten geben an mit
piazolo zufrieden zu sein
26 prozent sind weniger oder gar nicht
zufrieden
auffällig ist fast 50 prozent geben gar
keine bewertung ab ein deutlicher
hinweis darauf dass viele menschen den
kultusminister gar nicht kennen
eine umfrage der landes eltern
vereinigung der gymnasien in bayern
zeigt die eltern haben sorgen über 40
prozent haben wirklich angst dass ihre
kinder nicht ausreichend stoff gelernt
haben dass die unheimlich große lücken
entwickelt haben im letzten halben jahr
und auch wenn wir pläne haben wir diese
lücken gefüllt werden können
wir müssen mit sehr viel mehr auf sicht
der lehrer letztendlich gefüllt werden
die unsicherheit bei vielen bleibt groß
und deshalb fordert die
elternvereinigung dass die vorgaben des
kultusministeriums endlich konkreter
werden
[Musik]

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