Nach Püschel-Kritik: RKI empfiehlt nun Obduktion von Corona-Toten

Von abendblatttv
Veröffentlicht am 14.04.2020


wenn man sich das infektionsgeschehen
anhand der bestätigten positiv
getesteten fälle ansieht über das
wochenende dann war es nicht sehr
dynamisch aber wir haben ihnen ja auch
schon im vorhinein gesagt wahrscheinlich
sind die zahlen nicht so dass sie das
geschehen tatsächlich zu 100 prozent
abdecken und das ist deshalb der fall
nicht weil fälle in den
gesundheitsämtern liegen bleiben sondern
weil natürlich über die ostertage
weniger getestet worden ist als im
normalen betrieb die praxen sind nicht
geöffnet es werden weniger tests gemacht
und das drückt sich dann auch in den
zahlen aus wir haben heute 38 zusätzlich
positiv getestete fälle
ich gehe davon aus dass wir ihnen morgen
wieder eine etwas höhere zahl nennen
können
wir haben aber das muss man auch sagen
bereits seit rund einer woche eine sehr
stabile situation im krankenhaus und auf
den intensivstationen
wir haben stand heute 262 hamburgerinnen
und hamburger die in krankenhäusern
aufgenommen sind wir haben 83
patientinnen und patienten auf einer
intensivstation
und das ist eine wie gesagt seit tagen
relativ stabile zahl
wir haben auch was die belegung unserer
intensiv kapazitäten betrifft eine gute
situation wenn man alle patientinnen und
patienten also nicht nur die mit einer
diagnose pro witt 19 sondern alle
patienten in intensivstationen beatmungs
betten zusammennimmt so haben wir eine
belegung von nur zwei dritteln aller
plätze wir haben freie kapazitäten im
moment das ist ja immer eine
momentaufnahme von 250.000 bei 250
beatmungs betten und weil sie sehen dass
die zahl der positiv getesteten fälle ja
auch von der zahl der testungen abhängt
und weil alle szenarien die ich kenne
die über lockerungen sich verhalten auch
immer einher gehen mit einer ausweitung
der tests plädiere ich auch genauso wie
der bürgermeister dafür dass wir uns zur
beurteilung des geschehens in zukunft
nach eventuellen lockerungen immer
ausrichten an der belegung der
krankenhaus station insbesondere der
intensivbetten da gibt es keine
dunkelziffer da können wir davon
ausgehen dass die fälle dort auch
ankommen
während die zahlen der positiv
getesteten das wird nicht mehr
vergleichbar seien mit dem was wir heute
machen wenn wir wie beabsichtigt
deutlich in deutschland die zahl der
tests ausweiten
wir haben jetzt verzichtet über die
ostertage in die zahl der gelesenen zu
nennen weil wir meinen auch da
wahrscheinlich eigentlich ganz
realistisches bild und wollen
mittlerweile auch das
robert-koch-institut regional ausweist
und wir werden dann in zukunft auch die
zahlen des robert koch instituts in
unseren bekanntmachungen verwenden da
wir beide rechenmodelle man wenden hier
in hamburg und durch das
robert-koch-institut dürfte das auch
keinen unterschied oder keinen großen
unterschied machen anders verhält es
sich bei der zahl der todesfälle
da sind wir ja hier in hamburg durch die
einzigen die wirklich jeden positiv
getesteten der verstorben ist im
institut für rechtsmedizin daraufhin
untersuchen lassen was die todesursache
war wir haben stand heute 58 todesfälle
bei denen diese ursache dann eindeutig
festgestellt wurde also nicht mit
sondern an womit 19 verstorben
die obduktion ist nicht nur wichtig um
eine zutreffende zahl von todesfällen zu
erhalten sondern auch weil natürlich bei
jeder obduktion wie herr fischer das
nimmt von den toten für die lebenden
gelernt wird also da werden auch
wichtige erkenntnisse gewonnen über den
verlauf der erkrankung und wichtige
therapie empfehlungen
umgang mit erkrankten und deshalb freue
ich mich dass mittlerweile auch das
robert-koch-institut was ja anfangs
abgeraten hat von obduktion dass
umgestellt hat und mittlerweile auch
obduktionen empfiehlt ich glaube das ist
auch nötig um mehr transparenz in diesem
bereich zu bekommen und eben auch
folgerungen für die therapie zu ziehen
wenn wir tests ausweiten werden wir
glaube ich nicht von heute auf morgen in
die situation kommen beliebig viele
tests machen zu können wir reden im
moment mit den laboren darüber inwieweit
sich steigern können
ich würde für hamburg zunächst mal auch
die strategie fahren gezielt und oft
personal insbesondere in
pflegeeinrichtungen zu testen man kann
auch die testung der
allgemeinbevölkerung ausweiten aber das
wäre zunächst einmal meine priorität
zur feststellung von immunität in der
bevölkerung haben wir ja die studie am
uke mit antikörpertest laufen
pflegeheime machen uns durchaus sorge in
ungefähr 20 prozent der 150 pflegeheim
also in genau 28 gibt es ein
infektionsgeschehen in elf heim auch
eines was über fünf bewohnerinnen und
bewohnern hinausgeht das sind insgesamt
234 bewohner und natürlich ist auch
pflegepersonal betroffen wir tun alles
um hier auch zu isolieren und die
versorgung sicherzustellen auch mit
personal was wir dann von außen
zusätzlich mit heranbringen die
ausstattung von pflegeeinrichtungen
ambulant und stationär mit
schutzkleidung hat für mich absolute
priorität deshalb werden wir jetzt auch
das was uns zur verfügung steht an op
masken an ffp zwei masken vordringlich
den pflege einrichtungen zur verfügung
stellen es ist ein bisschen was
eingegangen über das wochenende aber
noch nicht die auch vom
bundesgesundheitsministerium
angekündigte größere lieferung was
eingegangen ist ja auch schon vermeldet
worden sind zusätzliche beatmungsgeräte
74
gesamt davon 16 für invasive beatmung
wir warten aber natürlich auch hier auf
weitere lieferungen um dann auch
entsprechend unsere kapazitäten
aufstocken zu können vielleicht noch ein
thema ein wort zum thema masken
das ist ja auch in vielen strategien die
sich mit lockerungen befassen ein
bestandteil auch da würde ich sagen
solange wir diese mangelsituationen
haben sollten medizinische masken
wirklich auch die medizinischen und
pflegerischen personal vorgehalten
werden und deshalb würde ich sagen wenn
da empfehlungen erfolgen dann muss das
auch zumindest am anfang so lange wir
nicht eine bessere versorgungssituation
haben auch möglich sein mit masken die
man sich vielleicht selber hätte die
ebenfalls nicht dem medizinischen und
pflegerischen personals schutzkleidung
wegnehmen die dort dringend gebraucht
werden

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