BGH-URTEIL zu GOOGLE: "Recht auf Vergessenwerden" vom Einzelfall abhängig

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 27.07.2020


ein peinliches foto im netz kann schon
mal den ruf schädigen oder das nächste
vorstellungsgespräch sabotieren
doch nicht alles was unangenehm ist muss
von einer plattform auch gelöscht werden
vor dem bundesgerichtshof hatte ein mann
gegen google geklagt als geschäftsführer
habe er verluste von etwa eine million
euro für einen wohlfahrtsverband
eingefahren und sich zuvor krank
gemeldet einen artikel dazu sei bei
einer google-suche leicht zu finden und
das wird auch so bleiben für den digital
verband bitkom eine gute nachricht das
urteil heute vom bundesgerichtshof zeigt
ganz eindeutig dass das recht auf
vergessen ja nicht also unbegrenzt nicht
schrankenlos gilt dass wir daraus jetzt
eindeutig ablesen können das immer auch
zum beispiel das interesse der
öffentlichkeit an nachhaltiger und auch
langfristiger informationen durchaus
dagegen abgewogen werden muss
dabei haben viele den wunsch peinliche
netzinhalte wieder loszuwerden laut
einer umfrage des antivirenprogramms
mcafee schämt sich ein drittel der
befragten für alte fotos oder einträge
im internet und löschanfragen bei google
sind nicht immer von erfolg gekrönt
zwischen 2014 und 2018 gegen europaweit
2,7 millionen anträge bei der
suchmaschine ein
aber nur eine million wurde danach auch
gelöscht allerdings sollte google nicht
der erste ansprechpartner sein
ich empfehle im grunde nicht um monika
auf google zu gehen sondern erstmal auf
die webseiten betreiber selbst
hintergrund dessen ist wenn die inhalte
von der webseite verschwunden sind
werden irgendwann auch die google
inhalte entsprechend aktualisiert dass
das recht auf vergessen werden aber auch
von fall zu fall unterschiedlich
bewertet wird zeigt heute auch eine
zweite entscheidung ein paar aus der
finanz branche hatte ebenfalls gegen ein
aus ihrer sicht fragwürdigen artikel
geklagt der bei google erschienen hier
soll nun der bgh entscheiden

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