WIRTSCHAFTS-TALK: Chefvolkswirt Uwe Burkert zu den Quartalszahlen und dem Wirtschaftseinbruch

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 30.07.2020


dazu begrüße ich burkhard den
chefvolkswirt der landesbank baden
württemberg in stuttgart hamburg hat wie
bewerten sie denn diesen dramatischen
absturz der deutschen wirtschaft im
zweiten quartal
das sind letztendlich bezahlen die
korona produziert hat und damit war es
zu erwarten
die zähne putzen historischer
durchschlag nach unten
aber ich denke dass das dritte quartal
und auch das vierte quartal wieder ein
stück weit besser werden
wir sehen das ist natürlich ganz eng
zusammen hund mit dem lockdown und diese
kurze rang von dem weit richtigen look
geleitet wird und zuletzt gab es ja auch
wieder sehr hoffnungsvolle
frühindikatoren aus der deutschen
wirtschaft wie das ifo geschäftsklima
zum beispiel lassen diese
frühindikatoren stimmungsindikatoren auf
eine ebenso schnelle erholung von der
chor ohne krise dann hoffen vielleicht
sogar in form eines faust also es wird
kein ganz ebenes verwerten hätten also
ich glaube dass wir eher mit einem
schwächeren anstieg rechnen müssen in
allen betrieben und gewissen rückschlag
effekt also positiven rückschlag effekt
in diesem sinne weil wir natürlich auch
als reiseweltmeister jetzt momentan eher
zu hause bleiben und das geld im inland
ausgeben und die wahrheit zu befördern
die gärten bevölkern und die restaurants
hoffentlich auch wieder bevölkern das
heißt wir werden die hohe inländische
nachfrage sehen und das dritte quartal
wird aus meiner sicht damit deutlich
stärker werden
aber dann gilt es im nächsten jahr
einfach zuschauen wie stark ist die
unsicherheit weg und das geschehen bei
pandemie wird uns natürlich im wachstum
weiter negativ beeinflussen
und wir wollen zusammen auch über die
folgen für den deutschen arbeitsmarkt
sprechen
er hat im juli die folgen der korona
krise recht gut weggesteckt die
arbeitslosigkeit stieg von juni auf juli
um 57.000 auf 2,91 millionen das sind
635.000 mehr als vor einem jahr
der arbeitslosenquote legte von juni auf
juli um 0,1 prozentpunkte auf 6,3
prozent zu
laut bundesagentur für arbeit
verhinderte allerdings nur der massive
einsatz von kurzarbeit einen stärkeren
anstieg der arbeitslosenzahlen zurück
zur oberburg hat wird der deutsche
arbeitsmarkt dank kurzarbeit weiter
relativ unbeschadet durch die krise
kommen also ich finde an dem beispiel
wird ganz klar wie ein sicherheitsnetz
funktioniert und ich finde die
einführung des kurzarbeitergeldes und
die großzügige ausstattung extrem
hilfreich um die konjunktur eben nicht
von ganz unten nach oben gehen zu lassen
sondern tatsächlich das ist ein gewisser
weise abgebremst so dass die dass die
menschen und einige man bei uns sicher
weiter leben können gegenteil ist in usa
der fall die große unsicherheit dort und
von daher bin ich sehr dankbar um die
deutschen sozial sozialen
sicherungssysteme die frage ist
natürlich wie lange können wir uns das
leisten wie lange können auch firmen
entsprechend entlassung man sich
zurückhaltend aber wir sehen kann in der
autoindustrie viele kreative lösungen
mit arbeitszeitverkürzungen man hat
gelernt dass es doch auch darauf
ankommen den facharbeitern möglichst zu
sichern und dann auch im aufschwung
mitmachen zu können von daher glaube ich
schon dass die arbeitslosigkeit zwar
steigt aber nicht so dramatisch wie es
eigentlich angezeigt würde mit diesen
heftigen einbrüchen die wir gerade
gesehen haben und wir wollen gemeinsam
auch noch einen blick in die usa werfen
angesichts der krise hält die
us-notenbank die tür für neue nothilfen
weiter offen
fed chef paul sagte die fed könne auf
absehbare zeit nicht daran denken aus
der krisenpolitik auszusteigen
zahlreiche kreditprogramme und der nun
weiter hinten der spanne zwischen null
und 0,25 prozent gehaltene leitzins
sollen dafür sorgen dass die wirtschaft
rasch auf die beine kommt zugleich
appellierte der fed-chef an die politik
dabei tatkräftig mitzuwirken
burkhard welche weitere fed zins politik
und geldpolitik erwarten sie denn nach
diesen aussagen also zum einen die fed
möglichst lange ihren expansiven kurs
fortsetzen um hier alles mögliche tun ob
absturz zu vermeiden
sie wird aber gleichzeitig auch dafür
sorge tragen müssen
ihre anleihenkaufprogramme entsprechend
so auszugestalten dass sie auch hier
möglichst große insolvenzwelle und damit
arbeitslosen wellen vermeidet und als
drittes wird aber natürlich auch gelten
das bankensystem in usa so stark wie
möglich zu halten
und da könnte durchaus auch das
instrument der sogenannten zinskurven
steuerung im fokus rücken
dass die fed zwischen einem jahr und
zehn jahre die zinsen senkt und über
zehn jahre dann auch wieder freigibt
standard der zinskurve bis für die
banken sehr wichtig um hier profitabel
zu bleiben und die unternehmen mit
kredit zu versorgen sagte uwe burghardt
vielen dank für ihre einschätzungen
hatten

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