WELT INTERVIEW: Mega-Explosion in Beirut - Junge Frau erzählt von der Katastrophe

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 06.08.2020


eine wohnung im zehnten stock freier
blick auf den hafen und das mittelmeer
das klingt fantastisch und war genau das
vorgestern nicht
ja unser reporter in beirut daniel koop
der hat sich mit einer familie getroffen
die die explosion hautnah miterlebt hat
behören rein was sie erlebt haben
wir sind hier im zehnten stock eines
mehrfamilienhauses und wenn wir mal hier
aus dem fenster raus schauen da können
wir sehen wie nah wir uns wirklich beim
hafen jaja befinden wo sich das ganze
ereignet hat wo es diese ja wirklich
sehr heftige explosion gegeben wenn wir
uns hier mal so ein bisschen umschauen
dann können wir sehen ja was ist auch
für eine zerstörung hier in diesem
schlafzimmer gegeben hat und wir können
uns mit angst oder unterhalten
sie war hier vor ort als das ganze
passiert ist erklären sie uns mal so ein
bisschen wie haben sie das ganze
wahrgenommen was passiert also ich war
hier im zimmer sagt halt hier auf dem
bett und war mal am lernen mit meinem
sohn auf arme hörig die erste explosion
bin ich stand direkt aufgestanden habe
mich von diesem fenster gestellt und
dann hatte ich dann halt zu meinen sohn
direkt gesagt gib mir schnell schnell
das telefon und dann habe ich auf play
gedrückt und dann ist alles auf einmal
explodiert und ich war nur noch am
schreien und paniken und bin dann hat
direkt mein sohn genommen und sind raus
gelaufen da war auch mein anderes hunde
vasta schwer verletzt sein arm meinem
etat jetzt total ihr gesicht zerstört
und das war wirklich also sehr sehr sehr
schlimm für uns alle
sie selbst haben lange in siegen gewohnt
in deutschland versprechen diese gut
deutsch aber sie haben die eben erzählt
dass ihre mutter ja von hier ist aus dem
libanon und deswegen hatten sie erst
einen ganz anderen gedanken als sie
diese explosion gehört haben oder genau
mein erster gedanke war die kinder zu
nehmen und runter zum keller zu laufen
weil meine mama mir immer gesagt hat
weil die den krieg miterlebt hat das
dass sich dass es der sicherste platz
ist im haus und ich hatte angst vor eine
zweite explosion ich bin also paniken
einfach nur raus gelaufen und runter und
die kinder in st
streit und uns alle in sicherheit
gebracht jetzt haben sie natürlich in
ihrer wohnung noch ein bisschen glück
gehabt es gibt ja wohnungen die hier
komplett zerstört sind auch in der stadt
wenn sie durch ihre stadt hier gerade
fahren was nehmen sie für ein brot war
was ist das jetzt für eine stadt für sie
das ist einfach nur traurig da könnte
man echt nur heulen und nur beten dass
alles wieder normal wird und dass wir
wirklich wirklich hilfe vom ausland
bekommen weil wenn wir das nicht
bekommen werden wir das nie schaffen
wir haben immer noch nicht einen
wirklich offiziellen grund bekommen
warum das ganze passiert ist es wird ja
aber dieses ammoniumnitrat gesprochen
was hier in diesem dieser lagerhalle war
wusste man eigentlich hier davon etwas
dass da so etwas gelagert wird oder
haben sie dann noch nie vorher was von
gehört also ich persönlich ich habe noch
nie etwas davon gehört vorher und ich
denke man auch waren auch sehr viele
leute die überhaupt keine ahnung davon
hatten weil wenn jemand davon ahnung
hätte also von den normalen leute dann
hätte man bestimmt was darauf reagiert
also ich wir wussten also die meisten
libanesischen bürger wussten das ganze
nicht sie sprechen libanesischen bürger
an ich habe ich mit einigen heute auch
unterhalten da würde mich ihre meinung
auch sehr interessieren die sagen die
schul und alleine gelassen gefühlt und
so ein bisschen von unserer regierung
sagen wir mal vornehmen vereinbart was
ist da ihre meinung ja also ich verstehe
sie total weil es geht ja nicht jetzt um
diese explosion
es geht alles was vorher ist die nur die
revolution die abo die geldprobleme und
das hat uns halt noch gefehlt
also wir hatten wir hatten immer gesagt
es kann nicht schlimmer werden und es
ist wirklich es wird immer schlimmer und
schlimmer und deswegen verstehe ich die
libanesen dass die jetzt so langsam die
hoffnung aufgeben und dann halt das ist
halt für die sehr sehr schlimm wie muss
ich mir das vorstellen ich habe mich
eben mit unserem kameramann unterhalten
er hat gesagt es wird jahre dauern bis
man bei rot wieder aufgebaut hat wie
sehen sie das was ist das für ein
prozess der jetzt vor ihm liegt
also ich glaube an dieses land ich
glaube wirklich sehr an dieses land es
wird dauern aber ich denke mal nicht
dass das jahre ist wenn wir alle
zusammenhalten und das alles wieder
aufbauen dann geht das ganz schnell
finde ich was mich heute beeindruckt hat
waren die vielen volunteers die man hier
auf den straßen gesehen hat die in ihrer
freizeit die sie haben versuchen hier
mit aufzuräumen
aber ich muss ganz ehrlich sagen was mir
komplett gefehlt hat ich habe hier kaum
polizei gesehen ich habe hier kaum
soldaten gesehen
niemand hier von irgendeiner regierungs
organisationen die hier mithelfen wo
sind diese leute also ganz ehrlich über
dieses thema möchte ich mich nicht
äußern weil ich möchte mich selber nicht
in gefahr bringen deswegen sage ich also
beantwortet diese frage nicht
sie haben mit ihrem sohn ja sicherlich
noch mal gesprochen und es ist ja
sicherlich auch andere sache die man
jetzt erst einmal verarbeiten muss wie
geht es ihrem sohn der das alles hier
mitbekommen
ja also mein sohn der hat er die beide
kinder haben erstmal einen schock
erlitten aber ich habe meine kinder so
aufgezogen dass die stadt bleiben müssen
dass sie kämpfen müssen und dass alles
wieder gut wird viel glück im unglück
haben sie sicherlich habe ihre situation
erst einmal ganz herzlichen dank diese
familie hat wahrscheinlich das glück
dass ihre versicherung den schaden dann
auch zahlen wird es gibt ganz viele
menschen hier in der stadt die keine
versicherung haben keine
haushaltsversicherung keine
haftpflichtversicherung die vielleicht
für irgendwelche schäden hierauf kommen
würde
für diese menschen ist das natürlich
noch viel bedrohlicher und ich glaube
wir haben eine sehr starke worte gehört
dass man aber an das land hier trotzdem
weiter glaubt und dass man optimistisch
ist dass man das ganze dann auch hier
wieder hinbekommen wird und damit erst
einmal zurück zurück ins studium
daniel

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