FRANKFURT AM MAIN: Mildes Urteil im Prozess um Gaffer-Aufnahmen

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 12.08.2020


er wollte ein leben retten und wurde
dann selbst zum tragischen helden als
die rettungskräfte im november 2008 10
am frankfurter s bahnhof ostendstraße
eintreffen ist der 17-jährige alb druck
setzen bereits tot gestorben weil er
einen betrunkenen von den gleisen half
der schwer verletzt überlebte und dabei
selbst unter den zug geriet schnell
verbreiteten sich bilder des unfalls
zwei menschen die handykamera vor hilfe
stellten einer der ein foto teilte stand
deswegen jetzt vor gericht ihm wurde zur
last gelegt dass er eines dieser bilder
in einer whatsapp gruppe weiter
verbreitet hat auch die
weiterverbreitung von bildern die andere
person in hilfloser lage zur schau
stellen kann strafbar seien sogenannte
gaffer fälle nach paragraf 201a des
strafgesetzbuches haben seit 2015
kontinuierlich zugenommen von 5392 um
rund 40 prozent auf 7 1530 im
vergangenen jahr überführten tätern
drohen bis zu zwei jahre haft und der
gesetzgeber kann künftig härter
durchgreifen
bis dato war der schutzbereich der
lebenden erfasst das heißt vom
verunglückten durfte man keine fotos
veröffentlichen
wer das gemacht hat hat sie strafbar
gemacht jetzt wird auch der
schutzbereich auf den toten ausgedehnt
das war der gesetzeslücke das urteil im
frankfurter fall 20 sozialstunden weil
der angeklagte reue gezeigt und nicht
selbst gefilmt hat sollten die urheber
der aufnahmen nach rund anderthalb
jahren noch ermittelt werden drohen
ihnen härtere strafen

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