WELT INTERVIEW: Harte Kritik an deutscher Schulpolitik - Viele Lehrer absolute Digital-Laien

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 14.08.2020


willkommen zurück bund und länder wollen
erneute flächendeckende schließungen von
schulen und kitas vermeiden darauf haben
sich die bundeskanzlerin spd-chefin
asking bildungsministerin carlitscheck
und einige ihrer länderkollegen
verständigt beim informellen treffen am
abend sei man sich auch einig gewesen
die digitalisierung weiter
voranzutreiben so regierungssprecher
seibert
es sei der gemeinsame wille
schnellstmöglich alle schulen in der
erforderlichen weise an das schnelle
internet anzuschließen
außerdem sollen schüler zu hause einen
bezahlbaren internetzugang erhalten und
jeder lehrer einen dienst laptop
sprechen wir darüber mit marco jung ist
der geschäftsführer des bundesverbands
digitale wirtschaft zugeschaltet aus
unserem atrium ich grüße ganz herzlicher
jung schön dass die zeit für uns haben
ist es ja auch
wie ordnen sie denn dieses gestrige
treffen informelle treffen im kanzleramt
ein
natürlich ist das was dort beschlossen
worden ist aber muss vorsichtig sein es
sind ja bislang keine förmlichen
beschlüsse ist in reine
absichtserklärungen sind diese zu
begrüßen ehrlicherweise gehört aber zur
wahrheit dazu dass diese maßnahmen sowie
deren kommen mit blick auf corona um
wochen zu spät kommen und mit blick auf
die notwendige digitalisierung der
deutschen schullandschaft um jahre wenn
nicht jahrzehnte
es ist völlig unverständlich aus meiner
sicht warum einen tag nach schulstart im
bevölkerungsreichsten bundesland
nordrhein westfalen ein teil und eben
nur ein teil der kultusminister hier
zusammenkommt stadt die letzten wochen
dafür genutzt zu haben und die
beschlossenen maßnahmen an sich atmen
doch sehr den geist der 90er jahre als
man auch davon ausgehen dass genügt
hardware software ja in die schule
hinein zu rollen und dann würde es
funktionieren wir wissen seit den 90er
jahren dass das nicht ausreicht was
bräuchte es denn jetzt zum einen auf die
schnelle also akut und zum anderen an
vielleicht aber auch längerfristig
wir brauchen verpflichtende digitale
fortbildungen der lehrer auch da ist aus
meiner sicht nicht verständlich warum
die letzten wochen dafür nicht genutzt
worden sind und der wille auf seiten der
lehrerschaft ist ja vorhanden und die
forderungen der lehrerverbände gehen in
dieselbe richtung hier muss das
aufgeholt worden werden was jahre und
jahrzehnte versäumt worden ist das was
da kommen soll dann an digitalem ist das
überhaupt schon ich sage mal in den
lehrplänen eingepreist oder andersrum
sind die lehrpläne überhaupt digital
konform
wenn wir eine retrospektive die letzten
wochen und monate betrachten und ich
darf eine ifo-umfrage da zitieren dann
hat rund die hälfte der schüler genau
einmal die woche online unterricht
genießen können und die andere hälfte
gar nicht ja das heißt es ist nicht in
den lehrplänen vorgesehen es gibt keine
konzepte und meines wissens gibt es die
konzepte bis heute nicht und hier ist
wirklich der schulpolitik ein schlechtes
zeugnis auszustellen
denn es war wahrlich genug zeit dass in
der zwischenzeit bis zum schulstart zu
erarbeiten
wir hatten während der korona panini
während homeschooling ein fall in der
familie wo eine lehrerin sich weigerte
digital zu unterrichten weil sie meinte
sich an daten

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