Ansteckungsgefahr in Zügen: Sicheres Reisen in Corona-Zeiten? | Abendschau | BR24

Von BR24
Veröffentlicht am 25.08.2020


Unterwegs mit dem ICE Karwendel
von Dortmund nach München.
Es ist früher Nachmittag.
Die Plätze im Großraumwagen
sind nur locker belegt.
Wir hören uns um.
Sind den Fahrgästen
die Züge manchmal zu voll?
Ein Stimmungsbild.
Mit dem Abstand halten,
gerade beim Ausstieg,
da wurde ich auch schon mal
gedrängelt oder geschubst.
Wir hatten eigentlich Glück,
die Züge waren nicht sehr überfüllt.
Ich fand auch, dass die Mitfahrer
ziemlich viel Rücksicht nehmen.
ICE-Züge gingen besser
als Regionalbahnen,
von der Anzahl der Leute her.
Wir bekommen Handyfotos zugespielt.
Auf einem ist ein voller
Großraumwagen zu sehen,
viele Fahrgäste
stehen in den Gängen.
Auch im Twitterforum der Bahn
Beschwerden über zu volle Züge.
Die momentane Auslastung liegt
laut DB-AG aber nur bei 30 Prozent.
Vor Corona waren es 50 Prozent.
Wir treffen den Bahnsprecher
zu einem Interview
und fragen nach einem
Zwangsreservierungssystem,
das aktuell gefordert wird,
um volle Züge zu verhindern.
Wenn wir dieses Thema
Reservierungspflicht weiterdenken,
dann kommen wir zu einer Limitierung
dieses offenen Systems, das heißt:
Im Zweifelsfall muss immer
der Falsche draußen bleiben.
Übrigens auch,
wenn Sie jetzt dringend
einen Geschäftstermin haben,
zum Beispiel nach Nürnberg müssen.
Das geht aber nicht,
wegen der Limitierung.
Es wären vielleicht
sogar noch Plätze frei,
weil ein anderer nicht kommt,
aber Sie können dann
nicht mehr rein.
Die Bahn setzt
auf Eigenverantwortung.
Jeder Zug ab 50 Prozent Auslastung
wird in der Reservierungs-App mit
einem orange-roten Symbol versehen.
Fahrgäste sollen dann
selbst entscheiden,
ob sie trotzdem noch genau
diese Verbindung nehmen wollen.
Die Corona-Abstandsregeln gelten
in der Bahn nicht.
Dafür ist die Mund-Nasen-Bedeckung
Pflicht.
Bei Masken-Verweigerern will
die Bahn jetzt härter durchgreifen.
Deswegen werden wir
unsere Präventionsstreifen
von DB-Sicherheit noch mal
deutlich ausweiten
und wir werden auch stärker
mit der Bundespolizei gemeinsam
in unseren Zügen kontrollieren.
Wenn einer mit uns diskutieren will,
muss er das nicht tun,
er kann einfach
am nächsten Bahnhof aussteigen.
Da bitten wir ihn dann darum,
wenn er das nicht tun möchte,
dann kann er mit der
Bundespolizei darüber diskutieren,
aber er steigt aus.
Wer sich's angesichts dieser
Aussichten dann doch anders überlegt,
für den ist das günstigste Angebot im Bord-Bistro gedacht.
Neben Spare-Ribs und
Kokos-Curry-Cremesuppe
gibt's auch eine Einmal-Maske
für 1,50 Euro.

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