CORONA-KRISE: Lufthansa will mehr Stellen als geplant streichen

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 21.09.2020


die luftfahrtbranche ist von der korona
krise mit am härtesten getroffen wurden
trotz der milliardenschweren staatshilfe
will die lufthansa nun noch mehr stellen
streichen als bisher bekannt dabei sind
ohnehin schon 22.000 arbeitsplätze
betroffen
wie viel mehr stellen nun wegfallen
sollen das teilte der konzern noch nicht
mit außerdem werden alle
großraumflugzeuge vom typ airbus a380
ausgemustert und insgesamt 150 flugzeuge
der flotte stillgelegt bisher war von
100 maschinen die rede gewesen
und so gestaltet vom frankfurter
flughafen ist unser kollege daniel koop
tja das ist eine ganz schön drastische
ankündigung der lufthansa warum ist denn
trotz der milliardenhilfe vom staat
alles noch viel schlimmer als gedacht
und ja das hat vor allem damit zu tun
dass einfach die buchungszahlen nicht so
hoch gegangen sind wie man sich das
eigentlich erhofft hat wir können uns ja
daran erinnern als die korona krise in
deutschland los gegangen ist da kam es
ja quasi zu einem kompletten stillstand
der flotte hier in deutschland da waren
wir bei einem level von ungefähr nur
fünf prozent des vorjahres und man hatte
so ein bisschen die hoffnung dass ich
das ganze deutlich schneller verbessern
würde und dass wir jetzt vielleicht im
herbst wieder bei ungefähr 50 prozent
des vorjahresniveaus sein würden aber
das hat sich nicht so entwickelt die
sommermonate die waren dann noch ein
bisschen besser als man sich erhofft
hatte da lag man er ungefähr bei 40
prozent aber jetzt sind die
buchungszahlen noch einmal
zurückgegangen
das hat wohl auch mit den
quarantänemaßnahmen zu tun mit immer
weiter bestehenden reisebeschränkungen
usa zum beispiel ein beispiel für
lufthansa der wichtigste markt in der
vergangenheit aktuell kann man da nur zu
sehr wenigen flughäfen fliegen und wenn
man beispielsweise in die usa reist dann
kann man nur us-amerikaner befördern
also da sind die flugzeuge häufig gar
nicht voll der einzige bereich der
lufthansa der noch relativ gut aktuell
funktioniert das ist die cargo sparte
und die sorge bei den mitarbeitern der
lufthansa 140000 an der zahl
die ist natürlich heute noch einmal
deutlich größer geworden über genau
diese
teilweise noch mal ein bisschen sprechen
nach den jüngsten zahlen sind ja von den
knapp 140000 weltweit zum jahreswechsel
noch rund 128000 im unternehmen wohin
geht die reise sind da irgendwelche
zahlen die vielleicht auch schon
kursieren
also man geht aktuell davon aus dass
wahrscheinlich 28.000 stellen sein
werden die gestrichen werden müssen das
bedeutet dann nicht das wirklich 28.000
leute gekündigt werden da versucht man
natürlich lösungen mit den
sozialpartnern zu finden aber genau
diese verhandlungen die waren in den
letzten wochen wohl sehr schwierig jetzt
muss man wissen es gibt drei
gewerkschaften die im lufthansa-konzern
vor allem aktiv sind das ist auf der
einen seite die vc vereinigung cockpit
die kümmert sich um die belange der
piloten der airline da konnte man der so
ein kleines agreement finden aber auch
nur ein kündigungsschutz bis märz
nächsten jahres dann gibt es die verdi
die vertritt die bodenmitarbeiter da
sind die verhandlungen quasi gescheitert
das dürften dann eher mit die ersten
kolleginnen und kollegen der lufthansa
seien die dann wahrscheinlich ja auch
ihren arbeitsplatz dann verlieren und
dann gibt es natürlich auch noch mehr
als 20.000 kabinenmitarbeiter bei der
deutschen lufthansa
da konnte man eine einigung finden mit
der ufo der flugbegleiter-gewerkschaft
da gibt es einen kündigungsschutz über
vier jahre
aber natürlich auch nur dann wenn ein so
genannter alpha case nicht eintritt und
das ist ein ja case der könnte dann
eintreten wenn die buchungszahlen noch
weiter nach noch schlechter ausfallen
würden wenn das unternehmen noch mehr
geld quasi verbrennt als dass es einem
also eine wirklich sehr schwierige
situation für die vielen mitarbeiter der
lufthansa an den ganz verschiedenen
standorten weltweit
daniel koop vielen dank

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