WELT INTERVIEW: Epidemiologe Ulrichs - Wie gefährlich ist der ÖPNV in Corona-Zeiten?

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 05.12.2020


und wir vertiefen das thema mit dem
virologen professor timo ulrich schön
dass die zeit für uns haben hallo guten
morgen knäble verkehrsbetriebe stellen
das infektionsrisiko in bus und bahn als
gering da stimmen sie zu ja genau weiß
man das natürlich nicht was man von der
deutschen bahn weiß ist dass man da ja
regelmäßig das personal überprüft und
das da die neuinfektionen eher gering
sind das heißt wenn man über das
personal dann auch noch schließt auch
die mitreisenden dann kann man sagen
dass das möglicherweise in der tat
gering ist aber das setzt natürlich
voraus dass man doch die abstände
versucht einzuhalten in fernzügen ist
das sicherlich leichter möglich als im
nahverkehr und da gilt ja eigentlich
auch dass man sagt man sollte die
fenster dort offen halten
das schnell aufeinanderfolgen fangen den
stationen wo die türen aufgehen ist
natürlich auch noch mal gut für den
luftaustausch aber generell gilt man
sollte wenn es möglich ist die fenster
wenigstens gekippt lassen so dass da
auch immer noch lust bewegung drin ist
das reduziert nochmal das risiko das
geht wahrscheinlich auch für geschäfte
es ist ja das zweite adventswochenende
viele menschen wollen
weihnachtsgeschenke einkaufen
wie kann ich denn da am besten schützen
wenn ich jetzt nicht alles online
bestellen möchte ja es ist natürlich
verständlich dass man das gerne vor ort
erledigen möchte
allerdings ist da dann die gefahr also
stoßzeiten die an den wochenenden dass
das dann wirklich sehr voll wird und
dass die geschäfte kann sogar noch
darauf achten müssen dass man eben
möglicherweise wie gar nicht sofort rein
kommt sondern was man das schlange
stehen muss deswegen ist natürlich die
generelle empfehlung dass man sich
versucht randzeiten auszusuchen
aber so einfach ist das natürlich nicht
also das geschäft als jetzt vor
weihnachten läuft ist natürlich für den
einzelhandel sehr wichtig aber umgekehrt
gilt natürlich auch wir sind jetzt in
diesem leichten blog da und müssen
versuchen dass wir die zahlen irgendwie
unterbringen und das kann nur gelingen
durch die reduzierung der kontakte und
wenn wir da sehr viele haben gerade in
geschlossenen räumen dann ist das
natürlich kontraproduktiv das heißt man
muss irgendwie einen mittelweg finden
und er könnte darin bestehen dass man
eben versucht diese stoßzeiten
an wochenenden zu überleben sie haben
den leichten lockdown gerade
angesprochen der städtetagspräsident
peter kurz fordert ja jetzt für gewisse
zeit einen harten locker und im januar
kommt das nicht zu spät
ja also eigentlich sind auch die
verschärfungen von den maßnahmen des
leichten lockt das team war ja anfang
november haben etwas zu spät gekommen
und hätte eigentlich schon mitte
november sehen können dass das mit der
trendumkehr so schnell nicht klappen
würde
und dann hätte man da schon gleich
sofort was machen müssen aber da haben
ja die 16 bundesländer mitmachen wollen
in der ersten runde dann erst in der
zweiten und jetzt laufen wir eben so
richtig in die vorweihnachtszeit rein
mit den verzweifelten versuchen kann man
ja eigentlich sagen diese trendumkehr
noch zu schaffen
es ist aber ziemlich klar dass das also
wenn überhaupt jetzt mit dem scharfen
maßnahmen also darf man die effekte erst
mitte dezember überhaupt sichtbar werden
das heißt wir müssen uns eigentlich auch
darauf einrichten dass wir über die
feiertage bis ins neue jahr hinein da
noch mit einer angespannten lage zu
rechnen haben und das ist natürlich
nicht so schön das bedeutet auch dass
wir eben jeder für sich noch einmal
überprüfen muss wie ist das mit den
kontakten daneben auch in der familie
und über die feiertage
was muss sein und wo kann man
möglicherweise darauf verzichten und die
ganz große hoffnung wird ja in die
impfstoffe gesetzt aber was ist denn
eigentlich mit medikamenten hat sich
hier etwas substanzielles getan
ja also die medikamente die können sie
dann kann man strich drunter ziehen und
sagen die können sie alle vergessen also
die ganzen studien die dazu gemacht
worden sind die sind alle negativ
ausgegangen also das heißt auch so
hoffnungsträger wie rennen die sie hier
also am medikament was eigentlich
stiegen dollar entwickelt worden ist
wirken nicht oder überhaupt nicht so wie
man sich das vorgestellt hat und
deswegen haben wir eigentlich nichts in
händen als dass wir die kurve 19
patienten symptomatisch begleiten können
versuchen die auswirkungen der
erkrankung abzumildern
aber wir haben keine medikamente in der
hand die das die die erkrankung
ursächlich behandeln könnte oder
überhaupt das virus direkt angreifen
könnte deswegen müssen wir in der tat
auf die waffe impfstoffe
und dann eben diese prävention richtig
einsetzen so dass wir da auf die sichere
seite kommen england will ja geimpften
einen frieden pass eine art
freifahrtschein geben sollten wir das
auch so machen oder haben sie da
bedenken
ja da hätte ich eher bedenken denn sonst
freie fahrt passt das wurde ja auch mal
diskutiert nach einer natürlichen
infektionen so in der anfangsphase der
pandemie dass man da so eine art
zweiklassengesellschaft einrichtet diese
phase des übergangs also wenn die durch
infos kampagnen angelaufen sein wird die
ersten schon komplett immun sein werden
andere aber eben noch darauf warten
müssen das würde in der tat schwierig
und da sollte eigentlich also die
generelle regelung sein dass wir uns
alle noch an die entsprechenden abstände
halten denn der übertragung möglich und
das bedeutet das dass wir das vielleicht
noch durchhalten bis mitte des jahres
bis wir tatsächlich mit der
herdenimmunität die pandemie in
deutschland beendet haben werden sagt
professor timo essen lieben dank für
ihre einordnung sehr gerne

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