WELT INTERVIEW: Virologe Weber – Das wissen wir bereits über die gefährliche Coronavirus-Mutation

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 13.01.2021


und es sind die mutation die der politik
im moment viel kopfschmerzen bereiten
darüber wollen wir sprechen aus gießen
zugeschaltet mit professor friedemann
weber er ist biologe an der uni gießen
ich grüße ganz herzlich schön dass die
zeit für uns haben unter professor was
wissen wir denn mittlerweile über diesen
neuen virus mutation aus großbritannien
und auch aus südafrika
also was zunehmend klar wird ist dass
diese wirklich deutlich anstecken das
sind als die bisherige corona
virusvariante und die infizierten haben
auch höhere gerät doppelt so hohe virus
lasten im oberen arten traut jetzt heißt
es fünf prozent aller pc positiven saß
kopf zwei proben sollen künftig einer
genom analyse unterzogen werden das
berichtet das deutsche ärzteblatt beruft
sich auf einen entwurf aus dem
gesundheitsministerium 5 prozent klingt
in meinen ohren jetzt nicht allzu viel
wird das reichen um den mutationen auf
die spur zu kommen
also wenn das entsprechende
repräsentativ aufgestellt ist dann würde
das durch ausreichend es kommt ganz
drauf an wie man das wort wenn man
natürlich nur bestimmte spots nimmt und
die ganzen cluster und andere flächen
deckend frei lässt dann würde das
relativ wenig bringen aber wenn man es
gleichmäßig verteilt dann würde das
ausreichen sind denn die labore
technischen personal überhaupt darauf
ausgerichtet und ausgestattet also
kapazitäten sind definitiv da reichen um
ganze 5 prozent schon direkt aus dem
stand zu machen das glaube ich eher
nicht aber das kann man alles aufbauen
man sollte aber nicht vergessen das
sequenzieren ist eine sache dieser mut
an das andere ist auch dass man dass man
nennt das pflegen oder kuratieren der
datensätze also überhaupt feststellen
dass sich da was tut und da braucht man
sich auch spezialisten dafür haben wir
die wir haben die aber auch wer da
genügend bereits haben da bin ich mir
nicht so sicher
aber wie kann das sein wenn ich das
richtig verstanden habe ist eben diese
sequenzierung von gnome in anderen
ländern großbritannien zum beispiel in
der ganz anderen prozentualen
ausbreitung bereits im prinzip standard
warum ist das bei uns nicht passiert
da ich briten haben das eigentlich schon
seit langem so gemacht haben dass an
ihren nassen gesundheitsservice
gekoppelt und dadurch haben die auch
diese mutante recht schnell entdecken
können und das ist in anderen ländern
einfach keine so tradition gewesen
also da haben die sind das die pioniere
der professor
wenn wir dann wissen was da eben an
mutation unterwegs ist wissen wir dann
auch schon wie wir das bekämpfen also
die bekämpfung ist keine andere
es gibt einzelne mutationen die
eventuell tatsächlich einen impfstoff
beeinträchtigen könnten
dazu zählt die britische aber nicht dazu
dass sie es natürlich dass man den
impfstoff anpassen müsste langfristig
aber momentan ist so dass die gültigen
maßnahmen eigentlich auch genau da
appliziert werden können sie haben in
ihrer ersten antwort ja schon gesagt
dass man so ein bisschen mehr langsam
darüber weiß professor drosten aus
berlin hat gesagt vor ostern werden wir
nicht so ganz genau wissen wo wir
dastehen mit diesen mutation es heißt
jetzt sie haben es ja auch gesagt auf
jeden fall schonmal ansteckend aber was
weiß man über die krankheitsverläufe bei
den krankheitsverläufen scheinen ist
kein unterschied zu geben das ist die
gute nachricht
und die schlechte naja die schlechte ist
dass es infektiöser ist und sich schnell
ausbreitet wenn wir bisher aber noch
nichts wissen in sachen weil wir ihm die
sequenzierung noch nicht so vornehmen
können wie das in anderen ländern
bereits passiert dann können wir doch
zum jetzigen zeitpunkt überhaupt noch
nicht sagen wie weit das ganze schon
ausgebreitet ist oder vielleicht ist ja
schon sind ja schon viel viel mehr
menschen ansteckend mit diesen
mutationen als uns das im moment
überhaupt class und könnte auch eine
erklärung sein für die hohen zahlen oder
ja aber ich denke man hätte das gesehen
es gibt auch eine variante des pcr tests
der mehreren da zufällig diese britische
variante detektieren würde durch das ist
ja auch tatsächlich erstmals aufgefallen
im vereinigten königreich und auch bei
uns wäre das so dass das auftauchen
würde es gibt bestimmt eine gewisse
dunkelziffer aber das ist schon
dramatisch hoch ist darum gehe ich
eigentlich nicht aus professor wir
lassen sie uns noch mal gemeinsam auf
die aktuelle strategie mit impfungen und
lockdown schauen wenn das so weiter
gefahren wird wie bisher kann uns die
ausbreitung des mutierten
es dann wirklich so extrem aus den
händen gleiten dass die massnahmen
nochmals verschärft werden müssten
das ist auf jeden fall zu befürchten
ob es eintritt keine ahnung aber zu
befürchten ist es ich meine
großbritannien hatte auch und eine
lockerung dann kann die mutanten hat
sich steil nach oben
vermehrt also man muss das auf jeden
fall ganz scharf im auge behalten
wie schauen sie im moment auf all das
was die reben an maßnahmen haben an
lockdown regeln parallel dazu die
entwicklung der zahlen und dann haben
wir ja auch neue erkenntnisse zumindest
von einigen ihrer kollegen der virologie
des von der uni in stanford zum beispiel
hat jetzt in einem neuen papier der
tiere vom fünften januar gesagt diese
ganzen lockdown maßnahmen bringen
überhaupt nichts hat er da recht nein
herr joannidis hat immer dagegen
gehalten und er ist eigentlich ein hoch
angesehener wissenschaftler
man muss aber sagen gewesen denn er hat
sich schon mit der infektions
sterblichkeit ziemlich vertrauen indem
er relativ selektiv arbeiten
herausgepickt hat und so was ähnliches
scheint er jetzt mit dem locker und
petra zu machen man muss es auch mal von
der logik her angehen wie soll ein
doktor nichts bringen denn es ist ja
eine großflächig angewandte kontakt
reduktion und diese viren vermehren sich
über konter
der sohn soll ein loch da nichts bringen
das ist der erste punkt dann geht es
natürlich um die einzelnen bestandteile
eines lockdown sie in jedem land ein
bisschen anders sind und das statistik
gegeneinander aufzuwiegen was bringt
jetzt was genau das ist enorm schwierig
und fast nicht machbar aber es gibt sehr
sehr viele studien die das probieren mit
verschiedenen statistischen methoden zum
teil vier parallel und nur wer quasi
alle vier tests besteht welche maßnahme
in die liste rein oder zeigt sich nun
mal dass das einschränken von kontakten
es fängt an mit großveranstaltungen geht
runter bis zu kleinen gruppen
schulschließungen etc alles was wir
haben ist ein baustein veranstaltungs
schließend große veranstaltung ist ein
sehr sehr großer baustein genauso die
reisebeschränkungen und die anderen in
dem kleinere baustellen die dazu
beitragen und joannidis hat hat hier
wieder
studien genommen die ihn so ein bisschen
besser in den kram passen aber hat nicht
wirklich also das ist das was ich von
statistikern gelesen habe als kommentar
hat es nicht wirklich breitflächig
gemacht also ein bisschen der
rosinenpickerei betrieben
und wie gesagt von der logik her ist sie
eigentlich auch ganz klar dass in
locktow etwas bringt es sei denn er
wirklich angehalten von den leuten das
ist ja auch noch ein traktor schluss
würde ich sie ganz gerne noch zu ihrer
meinung fragen das bayerische vorgehen
ab kommendem montag verpflichtend ffp
zwei masken im einzelhandel und im öpnv
was halten sie davon
prinzipiell finde ich das sinnvoll etwas
mit zwei masten sind natürlich
wesentlich effizienter als der normale
mund nasen schutz und man gesehen was
das bringt für bayern aber prinzipiell
finde ich das eine gute sache
selbstverständlich
ich bedanke mich für ihre antworten und
für das gespräch in einen schönen
nachmittag und abend dann gerne

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