WELT INTERVIEW: Boris Palmer äußert sich zu drastischen Äußerungen

Von WELT Nachrichtensender
Veröffentlicht am 29.04.2020


jetzt ist der zugeschaltete
oberbürgermeister von tübingen boris
palmer guten morgen bei welt und wir
müssen natürlich auch einmal über das
reden was da gestern die deutschen
deutschland bewegt hat unabhängig von
alt und vor erkrankt ist ein leben mehr
wert als ein anderes
nein aber der zweite teil des satzes ist
jetzt auch nicht vorgekommen nämlich der
hinweis darauf dass die art und weise
wie wir durch den schotter und menschen
in unserem land schützen
nach aussagen der uno dazu führt dass
möglicherweise eine millionen kinder in
den ärmeren ländern der welt ihr leben
verlieren wir opfern also die kinder in
anderen ländern für einen relativ
kleinen gewinn an lebenszeit bei unsinn
ich finde dieses thema anzusprechen ist
erforderlich
nicht weil ich den schutz dieser ältere
menschen bei uns aufheben möchte sondern
weil wir eine andere strategie brauchen
nicht den schotter und undifferenziert
wie wir jetzt machen sondern eine andere
strategie die auch den kindern den armen
ländern dieser welt das leben rettet
aber sagen sie mir noch mal den
zusammenhang darauf werde ich auf den
zweiten teil nämlich noch gekommen
quasi um mal nachzufragen was hat das
eine also der schutz der eigenen
bevölkerung mit dieser aussage der
vereinten nationen zu tun den millionen
die durch einen armuts schock
möglicherweise sterben könnten in der
welt also das zweite ist ziemlich
eindeutig in den armen ländern der welt
für der stadt an die sie zu erwarten die
globale weltwirtschaftskrise dazu dass
deren versorgung mit dem nötigsten nicht
mehr möglich ist und dass die
kindersterblichkeit ansteigt die dort
schon hoch ist und da haben wir
normalerweise fünf millionen tote kinder
pro jahr zu befürchten dass werden jetzt
eben sechs oder sieben millionen werden
weil die versorgung nicht mehr gelingt
und darum gelingt sie nicht weil die
entwickelten länder die industrieländer
eine weltwirtschaftskrise absichtlicher
bei führung und das tun sie um bei sich
selbst vor allem menschen zu schützen
die noch wenig lebenszeit hätten da die
obduktion und die statistik zeigen dass
die meisten schwer erkrankt sind nur
noch wenig lebenszeit hätten
möglicherweise am nächsten tag schon tot
wären gar nicht an cholera gestorben
sind sondern nur mit carola und der
durchschnitt das sterbealter der koma
patientin bei 81 jahren liegt überall in
europa es ist ungefähr das normale starb
alter dies ist der zusammenhang aber
trotzdem wird darauf hingewiesen auch
von virologen von ärzten von der medizin
dass diese krankheit nicht nur bei
älteren menschen verheerend sein kann
sondern viele jüngere auch davon
betroffen sind viele jüngere aber auch
zu tode gekommen sind ohne
vorerkrankungen
das stimmt fast nicht viele sondern
einige wenige es ist ja das wesen der
statistik das ja wirklich furchtbare
einzelfälle die wir auch medizinisch
noch gar nicht verstehen es kann
durchaus 30 jährige treffen dass wir die
einordnen können die statistik sagt eben
das sind extreme ausnahmefälle
das durchschnittsalter der verstorbenen
liegt bei 81 jahren 87 prozent der toten
sind über 70 unfälle unter 40 jahren
gibt es in ganz europa nur in einer
niedrigen einstelligen zahl also ja es
gibt auch diese gefahr aber die ist auch
nicht viel anders in der größe zu
bewerten als die des autoverkehrs der
kostet auch junge menschen unter 40
jahren das leben führt aber nicht dazu
dass die produktion von autos oder den
straßenverkehr verbieten
so nun gibt es natürlich kritik breite
kritik auch aus der eigenen partei mit
seinem kalkulierten ausrutschern und
inszenierten tabubrüchen beteiligt er
sich an einer polarisierung und
brutalisierung der öffentlichen debatte
sagt zum beispiel ihre landesvorsitzende
anderer nutzer ja ich mir gewünscht sie
fragt nicht was ich wirklich gemeint und
gesagt hat man kann das in dem fall ja
einem video nachschauen
es ging um wolfgang schäubles aussage
dass der schutz eines lebens nicht über
allem steht das habe ich versucht zu
erklären wie ich das verstehe und ich
glaube nämlich dass er recht hat dass es
nicht so ist dass wir jedes leben bei
uns koste es was es wolle nämlich so
viele kinder leben in anderen staaten
wie es auch kostet schützen sollten
sondern dass wir einen anderen weg
finden müssen die älteren menschen bei
uns zu schützen an diesem weg gibt es
deswegen habe ich mit anderen einen
aufruf im spiegel unterzeichnet der
darstellt dass wir durch eine
differenzierte eine risiko
differenzierte schutzstrategie all diese
furchtbaren nebenwirkungen das hat dann
medizin vermeiden könnten das ist meine
botschaft und es ist das gegenteil von
menschen zu achten ich finde wir opfern
zu viele menschen leben und habe mal
dabei sind wir letztendlich bei dem
punkt dass sie selbst ja auch gesagt
haben unterschiedliche
sicherheitsvorkehrungen für
ältere und junge aber wie soll das genau
wie sollte das in der praxis tatsächlich
aussehen
eigentlich wäre es ganz einfach indem
wir den schatten beibehalten dh die
weitgehende kontakt reduzierung auf den
engsten kreis der familie möglichst
nicht einkaufen beliefern lassen auf die
risikogruppen das heißt wir schützen die
ganz besonders vor einem möglichen
kontakt mit dem virus weil er für sie
lebensbedrohlich sein könnte und
umgekehrt sollten wir denen die nicht
zur risikogruppe zählen gestalten dass
sie wesentlich mehr wirtschaftliche
betätigung jetzt durchführen so ist
gerade aufgehört haben es ist aber nicht
zwischen friedrich merz und söder zu
entscheiden sondern es gibt diesen
dritten weg nicht lockerung oder nicht
lockerung ist die frage ist oder nico
differenzierung ist die antwort sagt der
oberbürgermeister von tübingen boris
palmer recht vielen dank für das
gespräch
ich danke ihnen

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